Beste Buchmacher in Deutschland 2026
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Stand: Oktober 16, 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Wer in Deutschland Sportwetten setzt, hat die Wahl zwischen Anbietern, die auf der GGL-Whitelist stehen, und solchen, die dort nicht auftauchen. Der Unterschied ist nicht Marketing. Er bestimmt, ob OASIS greift, ob das gemeinsame Einzahlungslimit gilt, ob die Wettsteuer sauber abgeführt wird und ob bei einer Streitigkeit ein deutsches Gericht zuständig ist. Wer „beste Buchmacher“ sucht, vergleicht deshalb zuerst, ob ein Anbieter überhaupt erlaubt ist, und erst danach Quoten, Bonus und App.
Dieser Überblick sortiert zehn Anbieter nach ihrer Stellung auf der Whitelist, erklärt die Mechanik hinter Quote, Marge und Umsatzbedingung und benennt die Kosten, die in der Werbung verschwinden: die Wettsteuer von 5,3 %, das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 €, die Mindestquoten und den tatsächlichen Wert eines „risikofreien“ Angebots. Er ist eine Einordnung, keine Empfehlung, einzelne Wetten zu platzieren.
Rechtslage: Wer in Deutschland Sportwetten anbieten darf
In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV), wer Sportwetten veranstalten oder vermitteln darf. Die Erlaubnis vergibt seit dem 1. Juli 2021 die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die bundesweite Online-Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV, überwacht die Inhaber und kann Bußgelder verhängen (§ 28a). Wer eine Erlaubnis hat, landet auf der amtlichen Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV.

Die Whitelist ist die einzige verlässliche Quelle. Eine maltesische oder curaçaoische Lizenz bedeutet in Deutschland nichts, eine .de-Domain auch nicht. Der Stand vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei weitere nur für Pferdewetten. Jede Domain auf der Liste ist eine .de-Domain, und jede dort genannte Domain darf in Deutschland Sportwetten anbieten. Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1), die Liste zeigt aber nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum.
Die GGL nutzt die Liste aktiv. Am 17. September 2026 warnte sie Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ und begrüßte den Schlag gegen illegales Glücksspiel in Milliardenhöhe. Wer bei einem Anbieter wettet, der nicht auf der Whitelist steht, nimmt an unerlaubtem Glücksspiel teil (§ 4 Abs. 1 GlüStV), die Wettsteuer wird auch dort fällig, eine deutsche Aufsicht greift aber nicht.
Was die Whitelist über einen Anbieter verrät
Für jede Domain steht auf der Whitelist der verantwortliche Inhaber mit Sitz, das Datum der Ersterlaubnis und das Datum jeder Folgeerlaubnis. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Casino oder Poker steht in einer eigenen Zeile und bedeutet nicht, dass der Anbieter auch Sportwetten anbieten darf. Beispiel: Für Betway ist die Betway Limited mit Sitz in Malta eingetragen, die Ersterlaubnis datiert auf den 9. März 2021, eine Folgeerlaubnis auf den 23. Dezember 2022, die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf den 2. Oktober 2026. Für LeoVegas steht die LVSports Limited, Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024.

Aus der Liste folgt auch, welche Marken unter demselben Inhaber laufen. Die Merkur Bets Malta Limited etwa führt nicht nur MERKUR BETS, sondern auch Merkur Sports und XTip, jeweils mit Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Wer prüft, ob eine Marke erlaubt ist, prüft also den Inhaber und alle seine Domains.
Was die Whitelist nicht klärt
Sie sagt nichts über Quoten, Bonusbedingungen, Auszahlungsdauer, App-Bedienung oder Live-Programm. Wer dort steht, hat die Erlaubnis zum Veranstalten. Wie gut er sie nutzt, ist eine andere Frage. Die Rechtslage setzt außerdem für Sportwetten keine feste Obergrenze für Boni und keine Pflicht zu konkreten Mindestquoten. Was ein „Willkommensbonus“ wert ist, steht in den AGB des Anbieters.
Verantwortungsvolles Spielen: OASIS, LUGAS und das 1.000-€-Limit
Wer in Deutschland bei einem erlaubten Anbieter wettet, ist in ein System eingebunden, das ohne ihn im Hintergrund läuft: OASIS, die Spielersperrdatei, und LUGAS, die Limit- und Aktivitätsdatei. Beide werden von der GGL betrieben, beide sind für den Anbieter verpflichtend, und beide greifen auch dann, wenn der Spielende sie nicht kennt.
Mindestalter und Konto. Wetten darf nur, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Jede Person darf bei einem Anbieter nur ein Konto führen, das Konto ist eindeutig zuzuordnen und wird vor der Auszahlung vollständig verifiziert (§ 6a). Vor der Verifizierung darf der Anbieter das Spielen für maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € erlauben, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.
Einzahlungslimit. Standardwert ist 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter (§ 6c Abs. 1). Das Limit wird über die LUGAS Limitdatei technisch durchgesetzt: Jede Einzahlung wird abgeglichen, ein Überschreiten ist nicht möglich. Anbieter dürfen für einzelne Spielende ein höheres Limit setzen, bis 10.000 €, in einem eng begrenzten Rahmen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent der aktiven Kundschaft, aber nur bei nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.
Parallelverbot. Es ist verboten, gleichzeitig bei mehreren Anbietern zu spielen (§ 6h). Auch diese Sperre läuft über die LUGAS Aktivitätsdatei. Wer bei Anbieter A angemeldet ist, kann in derselben Spielphase nicht gleichzeitig bei Anbieter B eine Wette platzieren.
OASIS. Die Sperrdatei wird bei Registrierung und Login abgefragt (§§ 8, 8a). Wer sich selbst sperrt, wählt eine Frist, mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre durch Angehörige ist möglich, eine Aufhebung nur nach Antrag und Frist. Wer in OASIS steht, darf bei keinem erlaubten Anbieter spielen.
Panikbutton. § 6i Abs. 3 verpflichtet jeden Anbieter, eine Funktion anzubieten, die sofort eine 24-stündige Sperre auslöst. Sie wirkt nur für den eigenen Account und ist keine Aufnahme in OASIS.
Geld und Auszahlung. Einzahlungen und Auszahlungen laufen nur über ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz (§ 6b Abs. 4). Anonyme Mittel sind ausgeschlossen, Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Produkte und Bargeldtransfers sind damit bei erlaubten Anbietern kein Thema. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, bei Kontoschließung wird der Saldo binnen fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Offshore. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Dort gibt es kein 1.000-€-Limit, keine parallele Spielsperre und keine Treuhandpflicht. Was dort an Schutz fehlt, lässt sich nicht durch ein Bonusversprechen ausgleichen.
Krypto, E-Wallets und anonyme Zahlungsmittel
Wer nach „Bitcoin-Buchmacher“, „Krypto-Buchmacher“ oder „Buchmacher ohne Verifizierung“ sucht, landet fast immer bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis. Der Grund ist nicht die Mode, sondern § 6b Abs. 4 GlüStV: Einzahlungen müssen von einem Konto auf den eigenen Namen kommen, anonymean Zahlungsmittel sind verboten. Kryptowährungen lassen sich nicht ohne Weiteres einer Person zuordnen, Prepaid-Gutscheine ohne Registrierung sind anonym, beides fällt durch das Raster.
Bei einem erlaubten Anbieter sieht die Zahlungsseite deshalb anders aus: Banküberweisung, Lastschrift, Kreditkarte, PayPal, Trustly, Klarna, Skrill, paysafecard und Zimpler stehen in der Regel zur Verfügung, jeweils mit klarer Kontozuordnung. Welche Methoden ein Anbieter konkret anbietet, steht in seinen AGB und auf der Zahlungsseite, nicht in der Whitelist. Die Geschwindigkeit der Auszahlung hängt von der Methode ab: E-Wallets oft binnen Stunden, Banküberweisung in der Regel ein bis drei Werktage, Kreditkarte ähnlich.
Was Werbung „ohne Verifizierung“ nennt, ist bei einem Whitelist-Anbieter ausgeschlossen. Die Verifizierung gehört zum Geschäft, sie ist Voraussetzung für die erste Auszahlung und Pflicht nach § 6a. Wer auf Verzicht setzt, verlässt die Whitelist.
Bonus und Gratiswette: Was ein „100-%-Bonus“ wirklich kostet
Bonusse sind das sichtbarste Werbemittel der Branche. Die Rechtslage setzt ihnen keine festen Schranken, der GlüStV regelt weder maximale Beträge, noch Mindestquoten, noch Umsatzfaktoren. Was ein Bonus wert ist, steht allein in den AGB des Anbieters, und dort steht es oft genug klein gedruckt.
Wie ein Einzahlungsbonus funktioniert
Ein typischer Willkommensbonus verspricht 100 % auf die erste Einzahlung, oft bis 100 €. Wer 100 € einzahlt, bekommt 100 € Bonusgeld, insgesamt 200 € auf dem Wettkonto. Das Bonusgeld ist nicht auszahlbar, bevor die Umsatzbedingung erfüllt ist. Die Bedingung lautet meist: Bonusbetrag mal einen Faktor, oft 5 oder 6, mal bei Mindestquote, oft 1,80 oder 2,00. Bei 100 € Bonus und Faktor 5 sind 500 € Einsatz nötig, bei Faktor 6 sind es 600 €.
Berechnung, was das kostet: Bei einer angenommenen durchschnittlichen Marge von 5 % liegt der erwartete Verlust bei etwa 25 € für 500 € Umsatz und bei etwa 30 € für 600 € Umsatz. Hinzu kommt die Wettsteuer, die je nach Anbieter vom Einsatz oder vom Gewinn abgezogen wird, sowie das Risiko, dass einzelne Wetten nicht aufgehen und der Bonus am Ende leer ausgezahlt wird. Der „Bonus“ ist also weniger ein Geschenk als ein Umsatzvertrag, bei dem der Anbieter auf eine Marge hofft und der Spielende auf das Glück.
Gratiswetten und „risikofreie“ Angebote
Eine Gratiswette, oft Freebet oder Freiwette genannt, ist ein Einsatz ohne eigenes Geld. Der Einsatz wird bei einer gewonnenen Wette in der Regel nicht zurückgezahlt, der Reingewinn schon. Beispiel: 10 € Freebet auf Quote 3,00, gewonnen: Der Anbieter zahlt 20 € Gewinn, die 10 € Einsatz sind verloren. Wert der Freebet auf einer Wette mit etwa 95 % Auszahlungsquote: rund 9,50 €.
„Risikofrei“ ist ein Werbewort. In der Regel heißt es: Setze eine eigene Wette, gewinnt sie, wird der Gewinn ausgezahlt, verliert sie, gibt es den Einsatz als Freebet zurück. Die Freebet unterliegt dann denselben Regeln wie oben. Die Erstwette ist also nicht risikofrei, sie ist nur abgesichert durch eine Chance, die selbst wieder an Bedingungen hängt.
Bonus ohne Einzahlung
Wer mit „No Deposit Bonus“ wirbt, will Aufmerksamkeit. Solche Angebote sind selten, klein im Betrag, oft 5 € oder 10 €, und immer an eine hohe Umsatzbedingung gebunden. Wer 5 € geschenkt bekommt und 40-fach umsetzen muss, muss 200 € durchbringen, mit denselben Risiken wie bei einem Einzahlungsbonus. Hinzu kommt häufig eine Obergrenze für den auszahlbaren Gewinn, etwa 50 € oder 100 €.
Woran man einen Bonus prüft
Vier Zahlen entscheiden: der Prozentsatz und die maximale Höhe, der Umsatzfaktor, die Mindestquote und die Frist. Eine Frist von 30 Tagen ist üblich, sieben Tage sind eng, 90 Tage sind großzügig. Die Mindestquote entscheidet, welche Märkte zählen, eine Mindestquote von 1,80 schließt klare Außenseiter aus, eine Mindestquote von 1,50 lässt deutlich mehr Spielraum. Was fehlt, ist der Hinweis auf erlaubte Märkte: Viele Anbieter zählen Systemwetten, Kombiwetten mit erhöhter Gesamtquote oder Live-Wetten nicht zum Umsatz. Wer das übersieht, sitzt vor einem scheinbar erfüllten Umsatz, der nicht zählt.
Zahlungen und Auszahlungsdauer
Wer ein Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat eingeplant hat, will nicht den größten Teil davon an Gebühren verlieren. Bei erlaubten Anbietern sind Ein- und Auszahlungen auf das eigene Konto kostenlos, der Anbieter darf keine Gebühr für die Auszahlung des Guthabens verlangen (§ 6b Abs. 6-7). Was er verlangen darf, sind Gebühren für einzelne Zahlungsmethoden, etwa eine Kreditkarten- oder Sofortüberweisungs-Gebühr, und die sind in den AGB ausgewiesen.
Die Geschwindigkeit variiert nach Methode. PayPal und Trustly ermöglichen Auszahlungen oft binnen Stunden, die Banküberweisung braucht ein bis drei Werktage, Klarna ähnlich, paysafecard ist als Auszahlungsmittel weniger üblich. Skrill und Neteller positionieren sich dazwischen. Was wirklich zählt, ist die interne Bearbeitung beim Anbieter, manche schalten Anfragen am Wochenende nicht frei, andere taggleich.
Wichtig: Vor der ersten Auszahlung verlangt jeder erlaubte Anbieter eine vollständige Verifizierung. Wer Ausweiskopie und Adressnachweis vorab hochlädt, spart sich die Wartezeit, wer es erst bei der Auszahlung macht, wartet zwei bis fünf Werktage zusätzlich.
Live-Wetten und Cash Out
Seit dem GlüStV 2021 sind Live-Wetten in Deutschland eingeschränkt. § 21 Abs. 4 erlaubt während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis und auf „nächste“ Ereignisse in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: erlaubt, sofern das Tor selten fällt. Nächster Satz im Tennis: erlaubt. Nächster Punkt im Tennis: nicht erlaubt, zu häufig. Nächster Korb im Basketball: nicht erlaubt. Die GGL hat die Praxis, Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich zu behandeln, solche Spiele sind in der Live-Wette häufig nicht verfügbar.
Cash Out ist keine Pflicht. Es ist eine Funktion, die ein Anbieter freiwillig anbietet. Wer eine Wette vor dem Ende abrechnet, bekommt einen Betrag, den der Anbieter festlegt, oft unter dem fairen Wert, weil der Anbieter seine Marge einpreist. Cash Out funktioniert nur, wenn das Ereignis nicht gerade unterbrochen ist, und nicht jeder Markt ist cash-out-fähig. Wer Cash Out nutzt, akzeptiert einen Abschlag zugunsten der Bequemlichkeit.
Was in Deutschland nicht erlaubt ist: Wetten auf E-Sport. Die GGL stellt klar, dass E-Sport nicht als Sportart anerkannt ist, daher führen erlaubte Anbieter kein E-Sport-Programm. Wer dort wetten will, landet bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis und ohne den Schutz des GlüStV.
Tipps, Favoriten und das Versprechen der Vorhersage
Im Netz kursieren Listen, die einen „Favoriten“ für die nächste Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft ausrufen. Was dort als Tipp verkauft wird, ist eine Einschätzung aus Form, Verletzungslage und Wettmarkt, mehr nicht. Buchmacherquoten spiegeln die Wahrscheinlichkeitsschätzung des Marktes wider, nicht die Wahrheit, und die eingerechnete Marge verzerrt sie systematisch. Wer vor dem Turnier auf den Turnierfavoriten wettet, zahlt dafür eine niedrigere Quote, die im Erfolgsfall weniger bringt, und im Misserfolgsfall den vollen Einsatz verliert.
Verlässlich ist bei Wetten nichts. Es gibt keine Methode, keine Formel und keine Quelle, die den Ausgang eines Spiels sicher kennt. Wer mit Tipps Geld verdienen will, muss die Marge des Anbieters schlagen, das ist schwer, weil sie auf Dauer eingepreist ist. Was bleibt, ist ein klarer Blick: Welche Quote bekomme ich, wie viel Marge steckt drin, und ist das Risiko im Verhältnis zum möglichen Gewinn sinnvoll. Alles andere ist Marketing.
Wettarten, Kombiwetten und Quoten
Die Wettarten sind im GlüStV klar geregelt (§ 21 Abs. 1). Erlaubt sind Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses, auf einen Abschnitt davon, oder auf ein Vorkommnis während des Ereignisses, als Einzelwette oder Kombinationswette, mit fixer Quote. Systemwetten wie Heinz, Super Heinz oder Goliath sind Sonderformen der Kombiwette, bei denen mehrere Wetten aus einer Auswahl von Tipps kombiniert werden.
Einzelwette. Eine Wette, ein Tipp, eine Quote. Der Einsatz wird mit der Quote multipliziert, das Ergebnis ist die Brutto-Auszahlung. Beispiel: 10 € auf Quote 2,50 ergeben 25 € brutto, 15 € Reingewinn.
Kombiwette. Mehrere Tipps auf einem Schein, alle müssen eintreffen. Die Quoten werden multipliziert. Beispiel: 10 € auf Quote 2,00, 3,00 und 1,50: 2,00 × 3,00 × 1,50 = 9,00, 10 € Einsatz × 9,00 = 90 € brutto. Das Risiko steigt mit jedem Tipp, die Marge ebenfalls, weil jede Quote eine eigene Marge trägt und sich die Margen multiplizieren.
Systemwette. Aus einer Auswahl von Tipps werden mehrere Kombinationen gebildet, mit und ohne Bank. Eine „2 aus 3“-Systemwette bildet aus drei Tipps alle möglichen Zweierkombinationen, drei Stück. Ein „Heinz“ bildet aus sechs Tipps alle 57 möglichen Kombinationen von 2 bis 6 Tipps. Der Einsatz vervielfältigt sich entsprechend.
Was die Quote über die Marge verrät. Bei einer Zweiweg-Wette mit Quoten 1,90 und 1,90 ergibt sich die Auszahlungsquote zu 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 0,9500, also 95,0 %. Die Marge des Anbieters liegt bei 5,0 %. Bei einer Dreiweg-Werte mit 2,10, 3,40 und 3,60: 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 = 0,9540, also 95,4 %, Marge 4,6 %. Die Marge ist nicht fest, sie schwankt nach Markt, Anbieter und Ereignis. In stark frequentierten Märkten wie der Bundesliga liegt sie oft bei 3 bis 4 %, in Nischenmärkten bei 8 % und mehr.
Sportarten und Turniere
Erlaubte Anbieter in Deutschland decken die klassischen Sportarten ab: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, American Football, Baseball, Boxen, MMA, Darts, Snooker, Volleyball, Rugby, Formel 1, Radsport, Pferderennen und mehr. Die Auswahl an Ligen und Wettbewerben hängt vom Anbieter ab. Fußball reicht von der Champions League bis zur Regionalliga, Tennis von den Grand Slams bis zu ATP- und WTA-Turnieren, American Football von der NFL bis zur College-Liga.
Was fehlt, ist E-Sport. Wetten auf Counter-Strike, League of Legends, Dota 2 oder Valorant bieten erlaubte Anbieter nicht an, die GGL erkennt E-Sport nicht als Sportart. Virtuelle Sportarten, also computeranimierte Rennen oder Spiele, sind in der Praxis ebenfalls nicht etabliert, eine seriöse Aussage zur rechtlichen Lage findet sich nicht.
Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 und die nächste Europameisterschaft 2028 gilt: Beide Turniere sind Großereignisse mit hoher Marktbreite. Die Anbieter auf der Whitelist werden Quoten für alle Spiele anbieten, in der Regel mit engeren Margen als im Alltag, weil der Wettbewerb unter den Anbietern dann am größten ist. Wer ein Turnier nutzt, um einen Anbieter zu testen, bekommt dort den breitesten Markt.
Neue Buchmacher 2026
„Neue Buchmacher“ ist ein schwankender Begriff. In Deutschland gilt: Erlaubt ist, wer auf der Whitelist steht. Ein Anbieter, der 2026 erstmals eine Domain anmeldet, ist nicht automatisch erlaubt, er braucht die Erlaubnis nach § 9a Abs. 3 GlüStV. Bekannte Beispiele aus den letzten Jahren: LeoVegas (Sportwetten-Erlaubnis seit dem 21. Oktober 2024), VBet (seit dem 5. Dezember 2023), Merkur Bets (seit dem 6. November 2023), DAZN Bet (seit dem 22. August 2023), Admiral Bet (Folgeerlaubnis 29. Juli 2024), Interwetten (schon vor 2020, mit Folgeschein), Bet3000 (Erstdatum 22. April 2026).
„Unbekannte“ oder „neue unbekannte“ Buchmacher, die nirgends in einer Aufsicht auftauchen, sind in Deutschland nicht zugelassen. Wer dort einzahlt, spielt ohne OASIS, ohne LUGAS, ohne Einzahlungslimit, ohne Treuhandschutz und ohne die Möglichkeit, vor einem deutschen Gericht zu klagen. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht, ein Verfahren, in dem der Kläger von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurückfordert. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, dass Anbieter ohne Lizenz zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden, mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Anspruch auf Rückzahlung ist das nicht, es ist eine offene Rechtsfrage, an der sich derzeit die Gerichte abarbeiten.
Wie ein Buchmacher funktioniert
Ein Buchmacher legt Quoten fest, rechnet eine Marge ein und zahlt Gewinne nach dem offiziellen Ende des Ereignisses aus. Was so einfach klingt, ist ein technisches und regulatorisches System.
Quoten. Eine Quote ist der Multiplikator, mit dem der Einsatz bei einem richtigen Tipp multipliziert wird. Quote 2,00 bedeutet, dass 1 € Einsatz 2 € zurückbringt, 1 € Reingewinn. Die Quote ist die Sicht des Anbieters auf die Wahrscheinlichkeit, korrigiert um seine Marge. Eine faire Quote von 2,00 entspricht 50 % Wahrscheinlichkeit, der Anbieter bietet aber meist 1,90, was ungefähr 52,6 % entspricht, die Differenz ist sein Anteil.
Marge. In jedem Markt steckt eine Marge, die Differenz zwischen dem, was die Wettenden insgesamt einsetzen, und dem, was der Anbieter auszahlt. Bei einer Zweiweg-Wette mit Quote 1,90 auf beiden Seiten zahlt der Anbieter 95,0 % der Einsätze zurück, behält 5,0 %. Bei einer Dreiweg-Wette im Fußball (Heim, Unentschieden, Auswärts) liegt die Marge typischerweise zwischen 4 % und 8 %.
Wettprogramm. Welche Märkte ein Anbieter anbietet, ist seine Sache, er muss sich aber an § 21 Abs. 5 GlüStV halten. Nur erlaubte Wettarten, nur erlaubte Märkte, keine Wetten auf Amateurspiele unterhalb bestimmter Ligen, keine Wetten auf E-Sport.
Auszahlung. Gewinne werden nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Verzögerungen ergeben sich aus der Auswertung, der Verifizierung und der gewählten Zahlungsmethode. Bei erlaubten Anbietern erfolgt die Auszahlung auf das eigene Konto.
Steuer. Die Wettsteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter, nicht vom Spielenden, geschuldet (§ 19 RennwLottG). Bemessungsgrundlage ist der Einsatz minus die Steuer selbst, also effektiv 5,03 % des eingezahlten Betrags. Ob der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, ist seine Entscheidung. Manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche vom Gewinn, manche übernehmen sie teilweise. Wer „ohne Wettsteuer“ liest, sollte prüfen, ob der Anbieter die Steuer trägt, oder ob sie im Gewinn eingepreist ist.
Die Top-10 der erlaubten Anbieter
Die folgende Liste ordnet zehn Anbieter, die auf der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain geführt werden. Die Reihenfolge ist eine alphabetische Einordnung, kein Ranking. Die Spalte „GGL-Whitelist-Status“ nennt den Inhaber und das Datum der Ersterlaubnis. Eine Spalte zur Folgeerlaubnis ist in der Tabelle nicht nötig, weil das Datum in der Liste steht und sich nachlesen lässt.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Inhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited, San Ġiljan, Malta | 19.02.2021 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| LeoVegas | LVSports Limited | 21.10.2024 |
| Merkur Bets | Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s, Malta | 06.11.2023 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Tipico | Tipico Co. Limited, San Ġiljan, Malta | 09.10.2020 |
| Tipwin | Tipwin Limited (Familienunternehmen, Geschäftsführer Dr. Damir Böhm) | 09.10.2020 |
| VBet | SCGO Limited, St. Julian’s, Malta | 05.12.2023 |
| Winamax | WINAMAX SA (Aufsicht: Regierungspräsidium Darmstadt, Erlaubnis vom 29.06.2021, verlängert 08.12.2022) | 29.06.2021 |
Diese Tabelle ist eine Standaufnahme, keine Bewertung. Welcher Anbieter für wen der beste ist, hängt von Quoten, Bonus, Auszahlungsdauer, App und Sportangebot ab, nicht von der Reihenfolge in einer Liste.
888sport
Die 888-Gruppe wird von der 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar gehalten, die Aktie ist seit September 2005 an der Londoner Börse notiert. Die deutsche Whitelist führt die 888 Germany Limited mit der Sportwetten-Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021. Die Marke gehört zu den etablierten Namen im europäischen Sportwetten-Markt, mit einem breiten Fußball-Programm und einem Schwerpunkt auf Pre-Match-Wetten. 888sport ist kein Spezialist für ausgefallene Märkte, sondern ein Vollsortimenter.
Wer einen klassischen Buchmacher mit breitem Fußball- und Tennis-Angebot sucht und die Marke aus anderen Ländern kennt, findet hier einen vertrauten Rahmen. Wer auf den Preis achtet, findet bei 888sport zudem ein solides, klassisches Programm ohne übermäßige Schnörkel.
Betano
Betano gehört zur Betkick Sportwettenservice, einem österreichischen Unternehmen im Besitz von Stoiximan, das im Februar 2021 vom Regierungspräsidium Darmstadt die deutsche Sportwetten-Erlaubnis erhielt. Die Whitelist führt die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Ġiljan, Malta. Die Marke hat sich in wenigen Jahren im deutschen Markt positioniert, mit Fokus auf Fußball, einer eigenen App und einem Live-Programm, das auch kleinere Ligen abdeckt. Im Marketing fällt Betano durch Sponsoring im Profi-Fußball auf.
Wer eine moderne App und ein breites Live-Programm sucht, ist hier richtig. Wer sehr enge Margen im Pre-Match sucht, sollte die Quoten prüfen, der Wettbewerb unter den Anbietern ist in den Hauptmärkten eng.
Betway
Betway ist seit 2021 in Deutschland erlaubt, das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte die Erlaubnis am 9. März 2021, was der damalige Geschäftsführer Anthony Werkman am 10. März 2021 öffentlich bestätigte. Die Whitelist führt die Betway Limited mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022 und einer zusätzlichen Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 2. Oktober 2026. Betway ist im deutschen Markt mit einem breiten Sportangebot vertreten, von Fußball über Tennis, Basketball und Eishockey bis zu Nischenmärkten.
Für wen Betway die richtige Wahl ist, hängt von der eigenen Mischung ab. Wer mehrere Sportarten spielt, bekommt ein durchgängiges Angebot, wer auf spezielle Live-Märkte setzt, sollte die Verfügbarkeit prüfen.
LeoVegas
LeoVegas ist vergleichsweise jung in Deutschland, die Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 21. Oktober 2024. Die LVSports Limited steht auf der Whitelist, für virtuelle Automatenspiele gibt es eine Erlaubnis seit dem 27. Februar 2023. LeoVegas ist in Skandinavien stark und bringt eine mobile-first Erfahrung mit, die App ist der Hauptzugang. Das Sportwetten-Angebot ist solide, im Schwerpunkt Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey.
Wer eine durchdachte mobile Erfahrung sucht und ein breites, aber nicht überladenes Sportangebot erwartet, ist hier richtig. Wer auf exotische Märkte oder sehr tiefe Live-Programme setzt, wird die Auswahl prüfen.
Merkur Bets
Merkur Bets gehört zur Merkur Bets Malta Limited, die in der GGL-Whitelist auch für merkur-sports.de und xtip.de eingetragen ist, jeweils mit Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020. Die Domain MERKUR BETS selbst hat die Ersterlaubnis vom 6. November 2023. Die Marke steht für die Verbindung mit der stationären Merkur-Welt und bringt die Erfahrung aus Spielhallen in den Online-Markt. Das Sportwetten-Angebot ist auf Mainstream-Märkte fokussiert, mit stabiler App und stationärem Vertrieb.
Wer die Marke Merkur aus Spielhallen kennt und einen Anbieter mit stationärem Hintergrund sucht, findet hier einen passenden Rahmen. Das Angebot ist solide und auf den Mainstream ausgerichtet, weniger auf Nischen.
NEO.bet
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, die Ersterlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 22. Dezember 2022. Die Marke positioniert sich als technisch orientierter Anbieter mit Fokus auf Wettfunktionen und Community, das Programm deckt die üblichen Sportarten ab, mit Schwerpunkt Fußball. NEO.bet tritt weniger durch Sponsoring im Profi-Sport auf, sondern durch eigene Wett-Tools.
Wer einen Anbieter mit klarer App und Fokus auf Wettfunktionen sucht, ist hier richtig. Wer auf sehr breite Märkte angewiesen ist, sollte prüfen, ob die Tiefe im Einzelfall reicht.
Tipico
Tipico gehört zu den bekanntesten Marken in Deutschland, gegründet 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik, Mladen Pavlovic und Wolfgang Kuentzle, mit Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan, Malta. Die Whitelist führt die Tipico Co. Limited mit Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Die Marke ist über den stationären Vertrieb tief in Deutschland verankert, mit Wettshops in vielen Städten, und betreibt eine umfangreiche Werbung im Fußball. Im laufenden Verfahren vor dem BGH und dem EuGH geht es um die Frage, ob Tipico Einsätze aus den Jahren vor der deutschen Erlaubnis zurückzahlen muss, was die offene Rechtslage zu Lizenzfragen zeigt.
Wer einen Mainstream-Anbieter mit hoher Bekanntheit, stationärem Vertrieb und breitem Sportangebot sucht, landet hier. Wer auf enge Margen im Pre-Match setzt, wird im Einzelfall vergleichen; ansonsten ist Tipico eine feste Größe im deutschen Markt.
Tipwin
Tipwin ist ein Familienunternehmen, Geschäftsführer ist Dr. Damir Böhm. Die Whitelist führt die Tipwin Limited mit Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnissen vom 27. Dezember 2022 und 9. Januar 2024. Tipwin ist seit Jahren als Partner des Deutschen Basketball-Bunds aktiv und im deutschen Markt etabliert, mit Schwerpunkt auf Pre-Match-Wetten und einem schmalen, aber stabilen Live-Programm. Die App ist funktional, das Marketing eher zurückhaltend.
Wer einen bodenständigen Anbieter mit Schwerpunkt auf Fußball und Basketball sucht und auf ein schmales, klares Programm Wert legt, ist hier richtig. Wer exotische Live-Märkte oder sehr breite Tennis-Programme sucht, wird vergleichen.
VBet
VBet gehört zur SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion in Portomaso, St. Julian’s, Malta, die Whitelist führt die Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. Die SCGO Limited ist auch für Maxi333 eingetragen, allerdings für virtuelle Automatenspiele, nicht für Sportwetten. VBet bringt Erfahrung aus Osteuropa mit, das Sportangebot ist breit, Fußball und Tennis dominieren, dazu kommen Eishockey, Basketball und Nischenmärkte.
Wer ein breites Programm mit osteuropäischem Einschlag sucht, ist hier richtig. Die Auswahl bei VBet ist groß, wer hier wettet, bekommt ein umfangreiches Sportangebot.
Winamax
Winamax kommt aus Frankreich und ist über die WINAMAX SA organisiert, die Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt am 29. Juni 2021 erteilt und am 8. Dezember 2022 verlängert. Die Aufsicht führt die GGL. Winamax positioniert sich im deutschen Markt mit einem starken Poker-Hintergrund und einem wachsenden Sportwetten-Angebot, der Schwerpunkt liegt auf Fußball und Tennis, das Live-Programm ist solide.
Wer einen Anbieter mit Poker-Wurzeln und wachsendem Sportwetten-Angebot sucht, ist hier richtig. Wer auf sehr breite Nischenmärkte angewiesen ist, sollte die Tiefe prüfen.
Häufige Fragen
Was ist ein Buchmacher, und wie unterscheidet sich ein lizenzierter Anbieter von einem ohne deutsche Erlaubnis?
Ein Buchmacher nimmt Wetten zu festen Quoten an und zahlt Gewinne nach dem offiziellen Ende des Ereignisses aus. In Deutschland braucht er dafür eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) nach § 9a GlüStV. Erlaubte Anbieter stehen auf der GGL-Whitelist, sie sind an OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat gebunden. Anbieter ohne diese Erlaubnis bieten in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel an, dort greifen weder Sperrdatei noch Limit, und ein deutsches Gericht ist nicht zuständig.
Wie legen Buchmacher ihre Quoten fest, und was bedeutet die eingerechnete Marge?
Die Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeitsschätzung des Anbieters, korrigiert um seine Marge. Bei einer Zweiweg-Wette mit Quote 1,90 auf beiden Seiten ergibt sich eine Auszahlungsquote von 95,0 %, der Anbieter behält 5,0 % Marge. Bei einer Dreiweg-Wette im Fußball mit 2,10, 3,40 und 3,60 liegt die Auszahlungsquote bei 95,4 %, die Marge bei 4,6 %. Wer die Quoten verschiedener Anbieter vergleicht, vergleicht im Kern die Margen, niedrigere Margen bedeuten bessere Preise für die Spielenden.
Woran ist anhand der GGL-Whitelist zu erkennen, welche Anbieter in Deutschland erlaubt sind?
Die Whitelist der GGL ist die einzige verlässliche Quelle. Sie führt für jede .de-Domain den verantwortlichen Inhaber mit Sitz, das Datum der Ersterlaubnis und jeder Folgeerlaubnis. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Casino oder Poker bedeutet nicht automatisch, dass der Anbieter auch Sportwetten anbieten darf. Wer einen Anbieter prüft, sucht ihn auf der Whitelist und achtet darauf, dass die Domain und der Inhaber übereinstimmen, ein Stand vom 2. Oktober 2026.
Was bedeuten OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat?
OASIS ist die bundesweite Spielersperrdatei, in die eine Selbstsperre oder eine Fremdsperre eingetragen wird. LUGAS ist die Limit- und Aktivitätsdatei, die das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € pro Spielerin oder Spieler technisch durchsetzt und das parallele Spielen bei mehreren Anbietern verhindert. Beide Systeme laufen im Hintergrund, eine Einzahlung über 1.000 € ist im Monat technisch nicht möglich, eine parallele Anmeldung wird blockiert, eine Selbstsperre gilt für alle Whitelist-Anbieter.
Wer trägt die Wettsteuer von 5,3 %, und wie wirkt sie sich aus?
Die Wettsteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spielenden, geregelt in §§ 16-25 RennwLottG. Die Bemessungsgrundlage ist der Einsatz minus die Steuer selbst, das sind effektiv 5,03 % des eingezahlten Betrags. Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung, manche ziehen sie vom Einsatz ab, manche übernehmen sie. „Ohne Wettsteuer“ bedeutet in der Regel, dass der Anbieter die Steuer trägt, was sich in leicht niedrigeren Quoten widerspiegeln kann.
Welche Rolle spielen Umsatzbedingungen und Mindestquote bei einem Bonus?
Ein Bonus ist in der Regel an eine Umsatzbedingung gebunden: Der Bonusbetrag wird mit einem Faktor multipliziert, das Ergebnis ist der erforderliche Umsatz, der bei einer Mindestquote oder höher zu erbringen ist. Wer 100 € Bonus mit Faktor 5 und Mindestquote 1,80 bekommt, muss 500 € Einsatz bei Quote 1,80 oder höher durchbringen, bevor der Bonus auszahlbar wird. Die Frist liegt oft bei 30 Tagen, einzelne Anbieter geben mehr oder weniger Zeit.
Vergleich – wettanbieterneu
Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterneu»
