Roland Garros Wetten 2026: Wer in Deutschland legal auf das Sandplatzturnier setzt

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Wer in Deutschland auf die French Open wetten will, bewegt sich auf einem klar geregelten Markt: Nur wer auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht, darf hierzulande Sportwetten veranstalten. Gleichzeitig ist die Ausgabe 2026 bereits Geschichte – Alexander Zverev gewann das Herreneinzel im Finale gegen Flavio Cobolli, Mirra Andrejewa setzte sich im Dameneinzel durch. Wer sich jetzt orientiert, plant für die nächste Ausgabe oder sortiert sein Tennis-Wettverständnis insgesamt. Dieser Überblick zeigt, welche zehn Anbieter auf der Whitelist stehen, was sie an Tennis-Quoten bieten und was ein Schein auf Sandplatz-Tennis wirklich kostet – vom Einzahlungslimit über die Wettsteuer bis zur Mindestquote.

Ein Sandplatz mit rötlichem Belag und gezogenen weißen Linien, ein einzelner Tennisball liegt neben der Linie, im Hintergrund eine leere Tribüne.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Stand: Oktober 16, 2026 | Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Rechtslage: Wer hier überhaupt wetten darf

Die Rechtslage für Sportwetten in Deutschland folgt seit dem 1. Juli 2021 dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021). Die zentrale Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV), überwacht die Anbieter und verhängt Bußgelder (§ 28a). Die Sportwettensteuer selbst ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Eine Messingwaage steht auf einer polierten Tischplatte vor einem Fenster, durch das gedämpftes Licht fällt.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Whitelist als einziger Lackmustest

Ob ein Anbieter legal Sportwetten in Deutschland anbietet, lässt sich ausschließlich an der Whitelist ablesen, die die GGL nach § 9 Abs. 8 GlüStV führt. Die Liste vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist noch gar nichts. Erst wer auf der Liste steht, verfügt über eine gültige Erlaubnis.

Die erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1). Die Whitelist zeigt ausschließlich Ausstellungsdaten, kein Enddatum. Wer auf der Liste steht, ist erlaubt – wer fehlt, ist unerlaubt. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker oder Online-Casino sagt nichts über das Sportwetten-Angebot aus; nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, darf Sportwetten entgegennehmen.

Ein Tennisschläger lehnt an einer dunkelgrünen Bande ohne Aufschrift auf einem Sandplatz, daneben liegt ein Handtuch.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Was das praktisch heißt: Wer bei einem Anbieter wettet, der nicht auf der Whitelist steht, nimmt an unerlaubtem Glücksspiel teil (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Relevanz. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt. Strafrechtlich steht auf das Veranstalten bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldbuße (§ 284 StGB), auf das Bewerben bis zu ein Jahr; die Teilnahme kann bis zu sechs Monate oder eine Geldbuße nach sich ziehen (§ 285 StGB). Strafverfahren gegen einzelne Spieler sind bislang nicht bekannt – weder eine Entwarnung noch eine Dramatisierung.

Zivilrechtlich zeigt die Entwicklung eine klare Richtung: Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verlust aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – es sei denn, Behörden haben zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Eine Garantie für Erstattungen ist das nicht.

Was gewettet werden darf und was nicht

Der GlüStV 2021 erlaubt feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse innerhalb des Ereignisses, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1). Erlaubt ist nur, was im Sportwettprogramm der GGL steht (§ 21 Abs. 5).

Live-Wetten (§ 21 Abs. 4) sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt – und zwar in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ beim Fußball geht, „nächster Satz“ beim Tennis geht. „Nächster Punkt“ beim Tennis, „nächster Korb“ beim Basketball: nicht erlaubt. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als amateurhaft), auf manipulationsanfällige Konstellationen und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Auf E-Sports kann in Deutschland nicht gewettet werden – die GGL erkennt E-Sports nicht als Sport an. Zu virtuellen Sportwetten ist die Rechtslage nicht abschließend geklärt.

Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein gesetzliches Höchsteinsatz pro Wette existiert für Sportwetten nicht.

Werbung und Bonusbedingungen

Werbung für Glücksspiel ist ausschließlich den Erlaubnisinhabern gestattet (§ 5 Abs. 7). Das Werbeverbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino – ausdrücklich nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung unmittelbar vor oder während einer Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).

Der GlüStV enthält keine Vorschrift, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt oder einen Umsatzfaktor vorschreibt. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stehen ausschließlich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. Promo-Codes werden auf dieser Seite grundsätzlich nicht abgedruckt – sie gehören in die Bonusbedingungen des Anbieters, nicht in einen Vergleich.

Spielerschutz: Was die Regeln den Einsatz kosten

Der Spielerschutz im GlüStV 2021 ist umfassend und konkret. Wer Sportwetten abschließt, muss volljährig sein (§ 4 Abs. 3). Jede Person darf nur ein Konto pro Anbieter führen, mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter das Spiel für höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen ermöglichen – ein Zeitfenster, in dem die Gewinne festgehalten werden.

Einzahlungslimit, OASIS und Parallelspielverbot

Das Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1) beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die zentrale Limitdatei LUGAS. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler eine höhere Grenze festlegen (bis zu 10.000 €, und für 10.000 € bis 30.000 € bei höchstens einem Prozent seiner aktiven Spieler) – aber nur gegen einen verifizierbaren Einkommens- oder Vermögensnachweis. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Parallelspiel ist verboten (§ 6h): Die Aktivitätsdatei LUGAS registriert aktive Konten, ein zweites Konto bei einem anderen Anbieter führt zur Sperre. OASIS (§§ 8, 8a) ist das bundesweite Spielersperrsystem; es wird bei Registrierung und Login geprüft. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler einen Zeitraum benennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.

Was das für Wettende rund um ein Grand-Slam-Turnier bedeutet: Zwei Wochen Turnier verleiten zu vielen Einzelwetten. Wer im 1.000-€-Standardlimit bleibt, hat einen klaren Rahmen. Wer ein höheres Limit beantragt, muss den Nachweis führen – und wartet sieben Tage auf die Erhöhung. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen; sie bieten höhere Limits, aber keinen deutschen Schutz.

Zahlungen und Auszahlungen

Zahlungen (§ 6b Abs. 4) sind nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem Institut mit Pflichten nach dem Geldwäschegesetz zulässig. Anonyme Zahlungsmittel sind verboten – das ist der Mechanismus, der Krypto-Zahlungen und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wettmarkt heraushält. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen.

Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7).

Wettmärkte und Quoten: Was Tennis-Quoten wirklich sagen

Die French Open bieten mehrere Wettmärkte, die in jeder Phase des Turniers verfügbar sind – von der ersten Runde bis zu den Finals. Wer die Quoten versteht, versteht, was eine Wette tatsächlich kostet.

Wettmärkte im Überblick

Die häufigsten Märkte bei einem Grand-Slam-Turnier:

Was die Quote über die Marge verrät

Eine Quote ist nie der faire Gegenwert einer Gewinnwahrscheinlichkeit – sie enthält immer die Marge des Anbieters. Die Auszahlungsquote (Quotenschlüssel) eines Marktes berechnet sich als 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quote_n) über alle möglichen Ausgänge. Die Marge ist 100 % minus die Auszahlungsquote.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Eine fiktive Zwei-Wege-Wette zu Quoten 1,90 / 1,90 liefert eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ 1,0526 = 95,00 %. Die Marge beträgt 5,00 %. Von jedem eingesetzten Euro auf diesem Markt bleiben dem Anbieter im Schnitt fünf Cent. Bei einem Turniersieger-Markt mit zwanzig realistischen Kandidaten liegt die Marge meist höher, oft zwischen 8 % und 12 %, weil viele Ausgänge die Formel stärker belasten. Wer Quoten vergleicht, vergleicht letztlich Margen.

Wettquoten für die French Open bewegen sich während eines Turniers stark: Vor der Auslosung sind die Quoten auf die Top-Favoriten oft knapp, danach entstehen mit den Viertel- und Halbfinal-Spielpaarungen asymmetrische Märkte. Wer früh wettet, sichert sich unter Umständen eine höhere Quote auf einen Außenseiter, der weiterkommt als erwartet – aber auch das Risiko eines frühen Ausscheidens.

Berechnung einer Turniersieger-Wette

Die Auszahlung einer Wette ist einfach: Einsatz × Quote ergibt den Brutto-Rücklauf bei einem Sieg. Der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1).

Ein Beispiel: Wer 50 € auf einen Spieler zur Quote 8,00 setzt, erhält bei einem Titel 50 € × 8,00 = 400 € zurück. Davon sind 50 € Einsatz, der Nettogewinn beträgt 350 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine zu einer Gesamtquote.

Wichtig für die Praxis: Die Quote, die der Anbieter zum Zeitpunkt der Wettabgabe anzeigt, ist die Quote, die ausgezahlt wird – keine spätere Korrektur nach oben oder unten. Wer sein Wettverhalten danach ausrichtet, schaut auf den Moment der Wettabgabe, nicht auf das Ergebnis.

Das Turnier: French Open auf Sand

Die French Open sind neben Wimbledon, den US Open und den Australian Open eines der vier Grand-Slam-Turniere im Profitennis. Sie werden seit 1891 ausgetragen, damals als „Championnat de France international de Tennis“. Veranstalter ist der Weltverband ITF; Austragungsort ist das Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris.

Der Belag und seine taktischen Folgen

Die French Open werden auf Sand (Terre battue) gespielt – und genau dieser Belag macht die Wettmärkte besonders. Sand verlangsamt den Ball, erhöht den Slice-Effekt und verlängert die Ballwechsel. Spielerinnen und Spieler mit starkem Aufschlag haben hier einen geringeren Vorteil als auf Rasen; Spielerinnen und Spieler mit starker Beinarbeit, defensiver Stabilität und Topspin-Basiwshots passen besser zum Belag. Rafael Nadal hat mit 14 Titeln im Herreneinzel den Rekord gehalten – eine Sandplatz-Dominanz, die in keinem anderen Turnier ihresgleichen findet. Chris Evert hält den Rekord im Dameneinzel mit 7 Titeln.

Herren spielen auf drei Gewinnsätze, Damen auf zwei Gewinnsätze. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7; im Entscheidungssatz wird seit März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung gespielt – eine Regelung, auf die sich alle vier Grand-Slam-Turniere geeinigt haben.

Was das für Prognosen bedeutet

Wer auf Sandplatz-Tennis wettet, sollte den Belag in die Bewertung einbeziehen. Ein Spieler, der auf Hartplatz überzeugt, ist auf Sand nicht automatisch ein Favorit – die Formkurve der letzten zwölf Monate ist auf Sandplatz-Statistiken oft aussagekräftiger als das allgemeine Ranking. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Einschätzung der Gewinnwahrscheinlichkeit höher ist als das, was die implizierte Wahrscheinlichkeit der Quote hergibt. Beispiel: Eine Quote von 4,00 impliziert 25 % Gewinnwahrscheinlichkeit (1/4,00). Wer den Spieler realistisch bei 30 % sieht, hat einen Value – aber nur, wenn diese 30 % auf belastbaren Daten beruhen, nicht auf Bauchgefühl.

Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris statt. Das Gesamtpreisgeld betrug 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €.

Wettanbieter im Vergleich: Wer auf der Whitelist steht

Alle hier aufgeführten Anbieter führen eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV und sind auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026) verzeichnet. Die Tabelle zeigt den Marken-Namen, den Whitelist-Status mit Permit-Inhaber und das Datum der Sportwetten-Erlaubnis.

Anbieter Whitelist-Status und Permit-Inhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
VBet SCGO Limited, St. Julian’s, Malta 05.12.2023
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tipico Tipico Co. Limited 09.10.2020
Tiptorro Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021
LeoVegas LVSports Limited 21.10.2024
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
bpremium Ladbrokes (Deutschland) Limited, Gzira, Malta 09.10.2020
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
bwin bwin (Deutschland) Limited, Gzira, Malta 09.10.2020

Die genannten Permit-Inhaber haben ihren Sitz in Malta oder sind nach dortigem Recht eingetragen. Das ist üblich für Anbieter mit EU-Marktzugang und steht einer deutschen Erlaubnis nicht entgegen – entscheidend ist allein der Eintrag auf der Whitelist. Wer unsicher ist, ob ein Anbieter aktuell erlaubt ist, prüft die Liste direkt auf der Website der Behörde.

Winamax

Winamax ist ein französischer Anbieter, der seit dem 29.06.2021 eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis hält. Im Footer der Website bewirbt das Unternehmen „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wer Tennis-Quoten vergleicht, findet hier oft ein enges Quotenniveau.

Winamax bietet mit Winamax TV Live-Streams unter anderem von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren direkt im Kundenkonto – ein Vorteil für alle, die Spiele verfolgen und live wetten wollen (innerhalb der GGL-Einschränkungen). Die Kombination aus „0 % Wettsteuer“-Versprechen und Live-Streaming der wichtigsten Tennis-Turniere macht Winamax für Sandplatz-Fans interessant. Wer das Versprechen prüft, schaut in die AGB: Die Weitergabe der Wettsteuer an den Kunden ist eine Entscheidung des Anbieters, nicht der Rechtsrahmen.

VBet

VBet wird von der SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s, Malta, veranstaltet. Die GGL-Erlaubnis besteht seit dem 05.12.2023 – VBet gehört damit zu den jüngeren Whitelist-Einträgen. Für Tennis-Wetten auf Sandplatz-Turniere ist VBet eine Option, aber die Marke ist im deutschen Markt weniger etabliert als die Platzhirsche; ein direkter Quotenvergleich vor der Wettabgabe lohnt sich.

Sportingbet

Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben und ist seit dem 09.10.2020 auf der Whitelist. Das Sportwetten-Angebot umfasst einen „Konfigurator+“ (eine Variante des Bet Builders, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen) sowie Live-Wetten. Zu den abgedeckten Sportarten zählen Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker – Tennis ist also vollständig im Programm. Der Konfigurator+ ist für alle interessant, die Märkte kombinieren wollen, statt nur auf Matchsieger zu setzen.

Tipico

Tipico Co. Limited hält die Erlaubnis seit dem 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022). Die Tipico-Sportwetten-App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Spiels. Cash Out ist hier also ein eigens benanntes Feature. Tipico ist im deutschen Markt besonders sichtbar – mit Stadionwerbung, Filialen und einer breiten App-Nutzung. Für Tennis-Wetten auf Grand-Slam-Turniere ist die Marke eine der ersten Anlaufstellen, aber die Wettsteuer wird hier – wie bei den meisten etablierten Anbietern – an die Kunden weitergegeben; die genauen Modalitäten stehen in den AGB.

Tiptorro

Hinter Tiptorro steht die Torro Tec Limited (Malta), die die Erlaubnis seit dem 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) hält. Die App wird im App Store als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Whitelist)“ beschrieben. Tiptorro ist als jüngere Marke positioniert; ein genauer Blick auf die Quoten und die AGB ist ratsam, bevor man hier höhere Beträge setzt.

LeoVegas

LeoVegas wird von der LVSports Limited betrieben, mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 21.10.2024 und einer zusätzlichen Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele sagt nichts über das Sportwetten-Angebot – das steht unter der Sportwetten-Erlaubnis. LeoVegas ist im Casino-Bereich stark, im Sportwetten-Bereich noch im Aufbau. Wer eine etablierte Sportwetten-Marke sucht, findet bei den Platzhirschen mehr Tennis-Tiefe.

NEO.bet

Die Greenvest Betting Limited ist Betreiberin von NEO.bet, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022). NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit Fokus auf Quoten und Wettvielfalt; ein Quotenvergleich vor der Wettabgabe empfiehlt sich.

bpremium

Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, ist Betreiberin von bpremium (Handelsregister Malta C92799). Die deutsche Erlaubnis besteht seit dem 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022). bpremium ist eine Variante der Ladbrokes-Marke für den deutschen Markt. Die Nutzungsbedingungen liegen in deutscher Sprache vor; ein Blick auf die AGB-Version vor Registrierung ist empfehlenswert.

Betano

Betano wird von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben, Erlaubnis seit dem 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022). Die App „Betano Sportwetten und Slots“ im Apple App Store wird von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Für Tennis-Grand-Slams ist der Live-Streaming-Hinweis interessant – er bedeutet, dass das Match im Kundenkonto verfolgbar ist, was bei Live-Wetten innerhalb der GGL-Grenzen den Kontext verbessert.

bwin

Die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, ist Betreiberin von bwin, Erlaubnis seit dem 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 23.12.2022). bwin ist eine der etabliertesten Marken im europäischen Sportwetten-Markt. Die Whitelist bestätigt den aktuellen Status; die konkreten Tennis-Märkte und Quoten müssen vor einer Wette im Wettprogramm geprüft werden.

Wettsteuer: Was 5,3 % wirklich bedeuten

Die Sportwettensteuer ist in den §§ 16–25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer selbst“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags (5,3 geteilt durch 105,3). Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Spieler (§ 19).

Was das praktisch heißt: Ob und wie die Steuer an die Kunden weitergegeben wird, ist Entscheidung des Anbieters. Einige Anbieter werben mit „0 % Wettsteuer“ und tragen die Steuer selbst; andere ziehen sie direkt vom Einsatz ab oder verrechnen sie mit dem Gewinn. Die Formulierung „5,3 % vom Einsatz“ wäre ungenau – die korrekte Größenordnung liegt bei rund 5,03 % des eingesetzten Betrags, weil die Steuer auf den Netto-Einsatz erhoben wird. Wer die Belastung für sich berechnen will, rechnet mit 5,03 % des Brutto-Einsatzes. Die genauen Modalitäten stehen in den AGB des jeweiligen Anbieters.

Wichtig: Die Entrichtung der Wettsteuer durch einen Anbieter beweist keine Lizenz. Auch unerlaubte Anbieter können Steuern zahlen. Die Lizenz steht ausschließlich auf der Whitelist.

Steuerliche Behandlung von Gewinnen

Die Frage, ob Wettgewinne von Privatpersonen zu versteuern sind, ist auf primärer Ebene nicht abschließend geregelt. Die allgemeine Auskunft lautet: „Steuerberater fragen“. Wer größere Beträge bewegt, sollte sich professionell beraten lassen, statt sich an pauschalen Aussagen im Internet zu orientieren.

Was Wettende rund um die French Open beachten sollten

Wer auf ein Grand-Slam-Turnier wettet, sieht sich einigen Besonderheiten gegenüber, die nicht für jede Sportart gelten.

Verfügbare Märkte und Timing

Die Märkte erscheinen mit dem Spielplan. Sobald die erste Runde ausgelost ist, gibt es Matchsieger-Quoten; mit dem Turnierfortschritt kommen Handicap- und Satz-Märkte hinzu. Die Gesamtsieger-Wette (Outright) ist oft schon Wochen vor Turnierbeginn verfügbar, mit höheren Quoten auf Außenseiter, die vor dem Turnier noch keine konkrete Rolle spielen.

Der Nachteil: Vor der Auslosung weiß niemand, ob ein Favorit in der ersten Runde auf einen gefährlichen Sandplatz-Spezialisten trifft. Wer nach der Auslosung wettet, hat mehr Information – aber möglicherweise eine engere Quote.

Live-Wetten: Nur Satz, nicht Punkt

Die GGL-Regel für Live-Wetten bedeutet: Während eines laufenden Matches sind nur Wetten auf das Endergebnis oder den nächsten Satz erlaubt. Der nächste Punkt – beim Tennis ohnehin ein sehr kurzes Ereignis – fällt heraus. Wer in der Vergangenheit auf Echtzeit-Ereignisse gewettet hat, muss sich umstellen: Die Granularität ist gröber, die Spannung aber bleibt.

Sandplatz-Spezifika

Auf Sand verändern sich Formkurven und Statistiken. Die WTA- und ATP-Sandplatz-Statistiken der letzten zwölf Monate sind oft aussagekräftiger als das allgemeine Ranking. Spielerinnen und Spieler mit starker Defense und Ausdauer sind auf diesem Belag im Vorteil; Spielerinnen und Spieler mit reinem Aufschlag-Spiel haben es schwerer. Wer das in seiner Bewertung berücksichtigt, wettet nicht gegen den Belag.

Verantwortungsvolles Wetten

Zwei Wochen Grand-Slam verleiten zu vielen Einzelwetten – gerade weil Matches früh beginnen und spät enden, oft parallel laufen. Das 1.000-€-Standardlimit pro Monat ist hier ein Rahmen, der hilft: Wer ihn bewusst setzt und nicht überschreitet, behält die Kontrolle. Wer eine Erhöhung beantragt, muss den Nachweis führen – und sich sieben Tage gedulden, was die Spontaneität bremst.

Hilfe bei problematischem Spielverhalten bieten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und die Suchtberatungsstellen vor Ort. OASIS-Sperren können online beantragt werden und gelten lizenzübergreifend.

Häufige Fragen zu Wetten auf die French Open

Legal wetten auf die French Open geht in Deutschland nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Die Whitelist ist auf der Website der GGL öffentlich einsehbar und wird regelmäßig aktualisiert; eine .de-Domain allein reicht nicht, entscheidend ist allein der Whitelist-Eintrag nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Wer unsicher ist, prüft vor der Registrierung den Eintrag.

Welche Wettmärkte gibt es für das Turnier?

Die wichtigsten Märkte sind Gesamtsieger (Outright), Matchsieger, Satz-Wetten und Handicap-Wetten. Mit dem Turnierverlauf kommen weitere Märkte hinzu, etwa Over/Under auf die Anzahl der Sätze oder Games. Live-Wetten sind nur auf das Endergebnis oder den nächsten Satz erlaubt – auf den nächsten Punkt nicht.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turniersieger-Wette?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote. Bei einem Einsatz von 50 € und einer Quote von 8,00 erhält der Spieler bei einem Titel 400 € zurück, wovon 50 € Einsatz sind. Der Nettogewinn beträgt 350 €. Die Quote enthält die Marge des Anbieters und ist zum Zeitpunkt der Wettabgabe fix.

Welche Live-Wetten sind während eines Matches erlaubt?

Live-Wetten sind während eines laufenden Matches nur auf das Endergebnis oder den nächsten Satz erlaubt. Der nächste Punkt ist als Wette nicht zulässig – das gilt auch für andere Granularitäten unterhalb des Satzes. Die Regelung betrifft alle lizenzierten Anbieter gleichermaßen.

Wie wirkt sich der Sandplatz auf Prognosen aus?

Sand verlangsamt den Ball und verlängert die Ballwechsel. Spielerinnen und Spieler mit starker Defense, Ausdauer und Topspin sind im Vorteil; reine Aufschlag-Spielerinnen und -Spieler haben es schwerer. Sandplatz-Statistiken der letzten zwölf Monate sind oft aussagekräftiger als das allgemeine Ranking. Rafael Nadals 14 Titel illustrieren, wie dominant eine Sandplatz-Spezialisierung sein kann.

Wie wirken die Sportwettensteuer und das Einzahlungslimit auf Wetten?

Die Sportwettensteuer von rund 5,03 % des Brutto-Einsatzes wird vom Veranstalter geschuldet; ob und wie der Anbieter sie weitergibt, steht in seinen AGB. Das Einzahlungslimit liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Monat über alle Anbieter, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Eine Erhöhung erfordert einen Einkommens- oder Vermögensnachweis und gilt frühestens nach sieben Tagen.

Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterneu»