DFB-Pokal Wetten 2026 – der vollständige Leitfaden
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Der DFB-Pokal folgt eigenen Gesetzen. 64 Mannschaften treten im K.-o.-System an, eine einzige Niederlage beendet den Lauf, und am Ende steht ein Finale im Berliner Olympiastadion. Wer auf dieses Turnier wetten will, bewegt sich in einem rechtlich klar abgesteckten Rahmen: Nur Anbieter mit einer Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) dürfen in Deutschland Sportwetten anbieten, und genau diese Anbieter stehen auf der Whitelist.

Aktualisiert am Oktober 16, 2026 und abgeglichen mit der GGL-Whitelist (Stand 2. Oktober 2026).
Rechtslage: Wer in Deutschland DFB-Pokal-Wetten anbieten darf
Pokalwetten sind in Deutschland nur bei Anbietern erlaubt, die eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL besitzen und deren Domain auf der Whitelist geführt wird. Die GGL ist die zentrale Aufsichtsbehörde für Glücksspiel in Deutschland und hat ihren Sitz in Halle (Saale). Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) bildet die Grundlage: Seit dem 1. Juli 2021 regelt er die Erlaubnis für Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV), die Aufsicht und die Bußgelder (§ 28a).

Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige Test für eine gültige Erlaubnis. Sie lag zum 2. Oktober 2026 mit 30 Einträgen vor: 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei reine Pferdewetten-Anbieter. Jede gelistete Domain trägt die Endung .de, doch eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis.
Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV), die Whitelist zeigt aber nur das Datum der Erteilung, nie ein Enddatum. Wichtig: Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, darf Sportwetten annehmen. Hat ein Veranstalter weitere Erlaubnisse für Spielautomaten, Poker oder Casino, gehören diese zu anderen Lizenzen mit eigenen Regeln. Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag wettet, nimmt an unerlaubtem Glücksspiel teil.
Was darf gewettet werden? Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1), und nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm freigegeben hat (§ 21 Abs. 5). Livewetten sind während eines laufenden Spiels auf das Endergebnis beschränkt oder auf seltene Ereignisse wie das nächste Tor, den nächsten Satz oder Ähnliches, in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten vorkommen (§ 21 Abs. 4). Beim Fußball geht das „nächste Tor“, beim Tennis der „nächste Satz“, nicht aber der „nächste Ball“ oder im Basketball der „nächste Korb“. Verboten sind Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (die GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich), auf manipulationsanfällige Ereignisse sowie auf Regelverstöße und deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Auch Esports-Wetten sind nach GGL-Aussage in Deutschland nicht erlaubt, da Esports nicht als Sport anerkannt wird.
Die Wettsteuer (Sportwettensteuer, §§ 16–25 RennwLottG) beträgt 5,3 Prozent auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18), was rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags entspricht. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie sie an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter selbst. Steuer entrichtet zu haben, beweist keine Lizenz: Die Pflicht gilt auch für Anbieter ohne deutsche Erlaubnis.
Strafrechtlich kann das Veranstalten unerlaubter Wetten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden, Werbung dafür nach § 284 StGB mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme an unerlaubten Wetten ist nach § 285 StGB eine Ordnungswidrigkeit mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe, doch wird in der Praxis kaum gegen einzelne Spieler vorgegangen. Die GGL hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt und Erfolge bei der Bekämpfung solcher Plattformen gemeldet.
Für Spieler, die bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wetten, hat sich die zivilrechtliche Lage verändert: Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die EU-Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger verlangt von Tipico die Rückzahlung von mehr als 3.700 Euro Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen, sofern die Behörden nicht zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Eine Garantie auf Rückzahlung ist das nicht, doch es zeigt, dass die zivilrechtliche Diskussion in Bewegung ist.
Spielerschutz: OASIS, Einzahlungslimit und Verifizierung
Spielerschutz im DFB-Pokal funktioniert nicht anders als bei anderen Sportwetten: Die Regeln greifen unabhängig vom Wettbewerb. Die zentralen Mechanismen sind Altersgrenze, Identitätsprüfung, das übergreifende Einzahlungslimit und die Sperrdatei OASIS.

Teilnehmen darf, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Jeder Anbieter vergibt nur ein Konto pro Person mit vollständiger Verifizierung (§ 6a GlüStV). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter das Spiel für höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 Euro erlauben, Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich.
Das Einzahlungslimit beträgt nach § 6c Abs. 1 GlüStV standardmäßig 1.000 Euro pro Kalendermonat, und zwar übergreifend über alle Anbieter hinweg. Die technische Durchsetzung läuft über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für einzelne Spieler ein höheres Limit festsetzen, bis zu 10.000 Euro, für besonders nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sogar bis 30.000 Euro, allerdings nur für maximal ein Prozent seiner aktiven Spieler. Eine Selbstauskunft reicht dafür nicht, der Anbieter braucht verifizierbare Nachweise. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.
Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist nach § 6h GlüStV verboten. Die LUGAS-Aktivitätsdatei erkennt, ob ein Spieler bereits bei einem anderen Anbieter aktiv ist, und sperrt parallelen Zugriff. OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login abgefragt wird. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist setzt, ansonsten mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3 GlüStV) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.
Zahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers zulässig, geführt bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen, das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus den lizenzierten Angeboten heraushält. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen eigenen AGB.
Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7 GlüStV).
Für Spieler auf Offshore-Plattformen greift kein OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rechtsschutz. Wer dort spielt, hat keine einklagbaren Ansprüche im deutschen Rechtssystem und keine Möglichkeit, sich über die hiesigen Schutzmechanismen zu sperren. Die Wahl der Plattform hat damit unmittelbare Folgen für den Schutz, den ein Spieler im Krisenfall hat.
Hilfe bei problematischem Spielverhalten bieten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und spezialisierte Beratungsstellen. Die GGL verweist auf ihrer Website auf entsprechende Anlaufstellen.
Livewetten und Cash Out: Was beim Pokalspiel erlaubt ist
Livewetten auf den DFB-Pokal sind möglich, aber enger begrenzt, als es die Werbung mancher Anbieter suggeriert. Die GGL erlaubt Wetten während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf seltene Ereignisse wie das nächste Tor, den nächsten Satz oder Vergleichbares, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten auftreten (§ 21 Abs. 4 GlüStV). Beim Fußball ist die „nächstes Tor“-Wette zulässig, beim Tennis der „nächste Satz“, nicht aber der „nächste Punkt“ oder im Basketball der „nächste Korb“. Wetten auf Eckbälle, Karten, Halbzeitstände oder jede Spielminute, wie sie manche internationale Anbieter anbieten, sind in Deutschland im Live-Markt nicht erlaubt.
Was das praktisch heißt: Während eines DFB-Pokalspiels schließen GGL-lizenzierte Anbieter Livewetten auf das nächste Tor, den Ausgang nach 90 Minuten oder das Weiterkommen inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen. Andere Mikromärkte, die auf internationalen Plattformen üblich sind, bleiben außen vor. Der Spielverlauf bestimmt, welche Angebote offen bleiben; bei einer 3:0-Führung in der zweiten Halbzeit schließen viele Anbieter das „nächste Tor“ auf den führenden Verein oder reduzieren die Quote drastisch.
Cash Out ist eine Funktion, bei der der Anbieter dem Spieler anbietet, den Wettschein vor dem eigentlichen Abrechnungszeitpunkt zu einem Betrag zurückzukaufen, oft niedriger als der potenzielle Gewinn, aber höher als der Einsatz bei einer verlorenen Wette. Im GlüStV findet sich keine ausdrückliche Regelung zu Cash Out, weder erlaubend noch verbietend. Es ist eine Funktion, die jeder Anbieter in seinen AGB regelt, manche bieten sie nur auf ausgewählten Märkten, andere gar nicht. Verfügbarkeit und Konditionen schwanken also von Anbieter zu Anbieter.
Im Finale 2026, das der FC Bayern München mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart gewann, standen Livewetten auf den Endstand und das nächste Tor zur Verfügung. Nach dem 1:0 schlossen die meisten Anbieter die Wette auf das nächste Tor durch Bayern, bis das Tor fiel, dann öffnete der Markt wieder. Solche Dynamiken sind typisch für Live-Angebote: Das Angebot folgt dem Spiel, nicht der Werbung.
Wettmärkte und Wettquoten: Von der Einzelwette bis zum Pokalsieger
Die Wettmärkte für den DFB-Pokal reichen vom Spielausgang über das Weiterkommen einer Mannschaft bis zur Langzeitwette auf den Pokalsieger. Jede Quote enthält die Marge des Anbieters, also den Anteil, den der Buchmacher vom Umsatz einbehält.
Die wichtigsten Märkte im Überblick: Die Einzelwette auf das Spiel (1X2: Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) ist der Standardmarkt. Beim Pokalwettbewerb kommt erschwerend hinzu, dass die klassische Drei-Wege-Wette nur 90 Minuten plus Nachspielzeit abbildet; für Wetten auf das Weiterkommen zählt auch Verlängerung und Elfmeterschießen. Wer auf Bayern München gegen einen Drittligisten tippt, wettet in der Regel auf das Weiterkommen des Favoriten, nicht auf einen konkreten Endstand. Die Quote für Weiterkommen ist niedriger als für einen Heimsieg nach 90 Minuten, weil das Weiterkommen auch bei einem Unentschieden nach regulärer Spielzeit eintritt, wenn der Favorit das Elfmeterschießen gewinnt.
Torwetten (Über/Unter) und Handicaps sind auf den DFB-Pokal verfügbar, aber nicht jeder Anbieter bietet sie für jede Runde an. In den frühen Runden, in denen unterklassige Mannschaften auf Bundesligisten treffen, schrumpfen die angebotenen Märkte oft auf den Spielausgang und das Weiterkommen. Erst ab dem Achtelfinale ist das Marktangebot breiter.
Die Langzeitwette auf den Pokalsieger ist saisonal verfügbar. Der FC Bayern München ist mit 21 Titeln Rekordsieger; das Finale 2025 gewann der VfB Stuttgart mit 4:2 gegen Arminia Bielefeld, das Finale 2026 entschied der FC Bayern München mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart für sich. Solche Ergebnisse beeinflussen die Quoten der Folgesaison: Wer nach einem Stuttgarter Titel auf deren erneuten Triumph wettet, bekommt eine niedrigere Quote als nach einer titellosen Saison. Der Pokalsieger qualifiziert sich seit der Saison 1998/99 grundsätzlich für die UEFA Europa League.
Die Marge des Buchmachers: Jede Wettquote enthält einen Aufschlag, der die Differenz zwischen fairem Auszahlungsschlüssel und tatsächlicher Auszahlung darstellt. Berechnungsformel: Auszahlungsschlüssel = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quote_n) für alle Ausgänge eines Marktes, Marge = 100 Prozent minus Auszahlungsschlüssel. Ein Beispiel: Bei Quoten von 2,10 / 3,40 / 3,60 für Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg ergibt sich ein Auszahlungsschlüssel von rund 93 bis 94 Prozent und eine Marge von etwa 6 bis 7 Prozent. Bei DFB-Pokalspielen gegen unterklassige Gegner, etwa in der ersten Runde, wenn ein Bundesligist auf einen Viertligisten trifft, liegen die Quoten für den klaren Favoritensieg oft bei 1,10 bis 1,20, während die Außenseiterquoten extrem hoch ausfallen. Die Margen solcher Märkte sind im Schnitt höher, weil das Wettvolumen auf den klaren Ausgang konzentriert ist und der Anbieter auf der Außenseiterseite weniger absichern muss. Bei ausgeglichenen Begegnungen, etwa im Halbfinale, liegen die Margen typischerweise zwischen 4 und 7 Prozent, abhängig vom Anbieter.
Für die Bewertung eines Anbieters ist die Marge das eine, die Stabilität über mehrere Spiele das andere. Ein Buchmacher, der auf einem Spiel eine niedrige Marge bietet, aber auf dem nächsten deutlich höhere, gleicht seine Vorteile aus. Wer die Marge vergleicht, sollte über mehrere Spiele mitteln.
Vorhersagen und Taktik: Warum es im Pokal keine sicheren Tipps gibt
Prognosen für den DFB-Pokal stützen sich auf Statistik, Formkurven, Kaderqualität und die Auslosung. Trotzdem bleibt jede Vorhersage eine Einschätzung, kein gesichertes Ergebnis. Das K.-o.-System macht den Wettbewerb unberechenbar: Eine einzige Niederlage beendet den Lauf, und Mannschaften aus unteren Ligen schlagen regelmäßig höhere Klassen aus. Arminia Bielefeld stand 2025 im Finale, obwohl Bielefeld in der 3. Liga spielte. Solche Überraschungen sind im Pokal keine Ausnahme, sondern Teil seiner Struktur.
Statistische Grundlagen: Heimvorteil, Tordifferenz der letzten Spiele, Verletzungssituation und Head-to-Head-Daten sind die üblichen Variablen. Pokal-Statistiken zeigen, dass Heimsiege in der ersten Runde leicht überwiegen, dass Unentschieden seltener sind als in Ligaspielen (da im K.-o.-System beide Mannschaften auf Sieg spielen) und dass Außenseitersiege überproportional häufig in Pokalspielen vorkommen, verglichen mit dem Ligaalltag.
Formkurven sind im Pokal kurzfristig weniger verlässlich als in der Liga, weil die Spiele seltener stattfinden und eine einzige gute oder schlechte Halbserie das Bild verzerrt. Die Auslosung spielt eine große Rolle: Ein Bundesligist, der in der ersten Runde ein Auswärtsspiel bei einem anderen Bundesligisten zugelost bekommt, hat eine schwierigere Aufgabe als ein Klub, der zu Hause gegen einen Regionalligisten antritt. Wer vor der Saison tippt, muss die Auslosung der ersten Runde abwarten, wer live wettet, sieht den Kader und die Tagesform.
Ein „sicherer Tipp“ existiert im K.-o.-System nicht. Wer das Gegenteil behauptet, verkauft entweder Wissen, das niemand haben kann, oder verwechselt Wahrscheinlichkeit mit Sicherheit. Die Quote eines Favoriten spiegelt die Wahrscheinlichkeit wider, die der Markt sieht, sie garantiert keinen Sieg. Wer auf eine 1,10-Quote setzt, gewinnt in 90 von 100 Fällen, verliert aber in 10 Fällen, und die Einsätze summieren sich über die Zeit. Die Kombiwette erhöht den möglichen Gewinn, aber auch das Risiko: Schon ein falsches Spiel, und der gesamte Schein verliert.
Taktische Hinweise für Pokal-Wetten: Die erste Runde eignet sich für Wetten auf klare Außenseitersiege oder hohe Außenseiterquoten, wenn der Favorit Auswärts antritt. Ab dem Achtelfinale werden die Spiele ausgeglichener, die Quoten enger, und die Analyse von Form und Verletzungen gewinnt an Bedeutung. Halbfinale und Finale sind stark von Tagesform und taktischer Ausrichtung geprägt, da beide Mannschaften wissen, dass es um alles geht. Livewetten bieten hier die Möglichkeit, auf Spielverläufe zu reagieren, etwa wenn ein Außenseiter früh in Führung geht und der Favorit gezwungen ist, offensiver zu spielen.
Wer regelmäßig auf den DFB-Pokal wettet, sollte Aufzeichnungen führen: Welche Quoten wurden gespielt, auf welchen Markt, bei welchem Anbieter, mit welchem Ergebnis. Solche Daten helfen, das eigene Verhalten zu reflektieren, und zeigen, ob die Strategie aufgeht oder ob die Buchmacher langfristig gewinnen.
Wettarten im Überblick: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Die grundlegenden Wettarten im DFB-Pokal sind die Einzelwette, die Kombiwette und die Systemwette. Sie unterscheiden sich in Risiko, Komplexität und Quotenmultiplikation.
Einzelwette: Der Spieler setzt auf ein einzelnes Ereignis. Die Quote gilt direkt, der Gewinn berechnet sich als Einsatz × Quote. Beispiel: Einsatz 10 Euro auf Heimsieg Bayern München zu Quote 1,80 ergibt einen möglichen Gewinn von 18 Euro, den Einsatz zurückgerechnet sind es 28 Euro. Die Einzelwette ist die einfachste Form, das Risiko ist klar begrenzt, der Gewinn überschaubar.
Kombiwette (Kombinationswette): Der Spieler kombiniert mehrere Einzelwetten auf einem Wettschein. Die Quoten werden multipliziert, der Gewinn steigt entsprechend. Beispiel: Drei Spiele zu Quoten 1,80, 2,20 und 1,50 ergeben eine Gesamtquote von 5,94. Ein Einsatz von 10 Euro bringt im Erfolgsfall 59,40 Euro. Das Risiko: Schon ein falsches Spiel lässt den gesamten Schein verlieren. Die GGL erlaubt Kombiwetten innerhalb des freigegebenen Sportwettprogramms, doch Anbieter begrenzen oft die maximale Anzahl der Spiele pro Schein und setzen Mindestquoten pro Auswahl.
Systemwette: Eine Zwischenform. Der Spieler wählt mehrere Spiele aus und definiert ein System, das auch dann einen Gewinn auszahlt, wenn nicht alle Tipps stimmen. Beim 3 aus 4 werden verschiedene Kombinationen gespielt, der Spieler gewinnt, wenn mindestens drei von vier Tipps richtig sind. Der Einsatz vervielfacht sich entsprechend der Anzahl der Kombinationen. Systemwetten sind komplexer und lohnen sich vor allem, wenn man mehrere Spiele analysiert hat und sich bei einigen unsicher ist.
Wettsteuer: Die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst wird vom Veranstalter gezahlt, kann aber an den Kunden weitergegeben werden. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab, andere vom Gewinn, einige wenige werben damit, die Steuer nicht an den Kunden weiterzugeben. Ob ein Anbieter die Steuer trägt oder weiterreicht, hat unmittelbare Auswirkungen auf den Nettogewinn.
Der DFB-Pokal als Wettbewerb: Aufbau, Termine und Besonderheiten
Der DFB-Pokal wird seit 1935 ausgetragen, zunächst unter dem Namen Tschammerpokal. 64 Mannschaften nehmen teil: 18 Bundesligisten und 18 Zweitligisten, die ersten vier der 3. Liga sowie 24 Vertreter aus den unteren Ligen, in der Regel Verbandspokalsieger. Die Auslosung erfolgt vor jeder Runde, Heimrecht hat grundsätzlich der unterklassige Verein, ab dem Achtelfinale wird ohne diese Beschränkung gelost.
Die erste Runde findet üblicherweise im August statt, die zweite Runde im Oktober, das Achtelfinale im Februar, das Viertelfinale im April, das Halbfinale Anfang Mai. Das Finale steigt traditionell am Himmelfahrtswochenende im Berliner Olympiastadion, das seit 1985 als Austragungsort dient. Pokalsieger ist, wer das Finale gewinnt, unabhängig von Ligazugehörigkeit oder Tabellenplatz. Der Sieger qualifiziert sich für die UEFA Europa League, seit der Saison 1998/99 ist das die Regel.
Für Wettende bedeutet der Wettbewerbsaufbau, dass sich Quoten und Marktangebot im Verlauf der Saison verändern. In der ersten Runde sind die Quoten oft extrem, da Duelle zwischen Bundesliga und Regionalliga naturgemäß einseitig sind. Je weiter der Wettbewerb fortschreitet, desto ausgeglichener werden die Paarungen, desto enger die Quoten, desto vielfältiger die angebotenen Märkte. Wer früh in der Saison auf den Pokalsieger tippt, hat die höchsten Quoten, aber auch die größte Unsicherheit, da sechs Runden zu spielen sind und Verletzungen, Sperren und Formschwankungen einkalkuliert werden müssen.
Rekordsieger ist der FC Bayern München mit 21 Titeln. Das Finale 2025 gewann der VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld, das Finale 2026 der FC Bayern München gegen den VfB Stuttgart. Die Dominanz weniger Vereine bedeutet, dass die Quote auf Bayern München als Pokalsieger in der Regel am niedrigsten ist, auf Außenseiter entsprechend hoch.
Top-10-Anbieter im Vergleich: Lizenz, Erlaubnis und Profil
Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter, die zum Stand 2. Oktober 2026 auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Wertung. Die Tabelle zeigt, wer hinter welcher Domain steht und seit wann die Erlaubnis besteht.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Inhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| bpremium | Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Ta’Xbiex, Malta | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited, Zebbug, Malta | 22.08.2023 |
| Tipico | Tipico Co. Limited, Malta | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022) |
| MERKUR BETS | Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s, Malta | 06.11.2023 |
| Sportwetten.de | NetX Betting Limited, Birkirkara, Malta | 19.11.2020 (Folgeerlaubnis 16.12.2022) |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta | 22.04.2026 |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited, Malta | 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited, Gzira, Malta | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| 888sport | 888 Germany Limited, Gibraltar (888 Holdings PLC) | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| Tiptorro | Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
Alle genannten Anbieter sind auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt, die für die jeweilige Domain gilt. Die Erlaubnis ist befristet auf fünf Jahre ab Erteilung, die Whitelist zeigt aber nur das Datum der Erteilung, nicht das Ablaufdatum. Wer einen Anbieter nutzt, prüft am besten vor der ersten Wette den aktuellen Whitelist-Stand.
bpremium
bpremium wird von der Ladbrokes (Deutschland) Ltd betrieben, mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 21. Dezember 2022 erteilt. Die Marke gehört zur Entain-Gruppe, einem der größten Glücksspielkonzerne Europas, der auch in Deutschland über verschiedene Marken aktiv ist. bpremium positioniert sich als Wettanbieter mit Fokus auf den deutschen Markt, das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball und weitere Sportarten. Für DFB-Pokal-Spiele ist ein Standardangebot zu erwarten, also 1X2, Über/Unter und Sieger-Langzeitwetten, abhängig von der Runde.
Für wen lohnt sich bpremium? Wer einen Anbieter mit lizenziertem Hintergrund und überschaubarem Wettangebot sucht, der die deutschen Regulierungsstandards erfüllt, ist hier richtig. Wer ein besonders breites Livewetten-Angebot oder exotische Spezialmärkte sucht, sollte andere Anbieter prüfen.
DAZN Bet
DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited betrieben, mit Sitz in Zebbug, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 22. August 2023, die Marke gehört zum Sportstreaming-Anbieter DAZN und verknüpft das Wettangebot mit dem Livestream-Produkt. Das Wettprogramm umfasst Fußball als Kernsport, dazu Tennis, Basketball und US-Sport. Für DFB-Pokal-Spiele ist das Angebot regulär abgedeckt, 1X2, Über/Unter und Pokalsieger-Wetten, ergänzt um Livewetten auf das nächste Tor und den Ausgang nach 90 Minuten.
Für wen lohnt sich DAZN Bet? Wer ohnehin DAZN-Kunde ist und Wetten mit Livestreams verknüpfen möchte, findet hier eine integrierte Lösung. Die Verzahnung von Übertragung und Wette ist das Alleinstellungsmerkmal, nicht die Quoten oder das Marktangebot, die sich am Branchendurchschnitt orientieren.
Tipico
Tipico wird von der Tipico Co. Limited betrieben, mit Sitz in Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 9. Dezember 2022 erteilt. Tipico ist einer der bekanntesten Wettanbieter Deutschlands, mit starkem Marktauftritt durch Sponsoring im Sport und ein dichtes Filialnetz. Das Wettprogramm ist breit, von Fußball über Tennis bis Eishockey und Handball, und die Tipico-App bietet Livewetten, Cashout und einen Wettschein-Konfigurator. Für DFB-Pokal-Spiele ist das Angebot umfassend, 1X2, Über/Unter, Handicaps, Weiterkommen und Pokalsieger-Wetten, dazu Livewetten auf das nächste Tor.
Für wen lohnt sich Tipico? Wer einen etablierten Anbieter mit breitem Wettprogramm, App und Filialpräsenz sucht, ist hier richtig. Die zivilrechtliche Auseinandersetzung um die Rückzahlung von Sportwettenverlusten, die derzeit beim EuGH liegt, betrifft die Grundsatzfrage der Lizenzpflicht, nicht die aktuelle Geschäftstätigkeit des Unternehmens.
MERKUR BETS
MERKUR BETS wird von der Merkur Bets Malta Limited betrieben, mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 6. November 2023. Die Marke gehört zur Gauselmann-Gruppe, einem traditionsreichen deutschen Familienunternehmen aus der Spielautomaten-Branche, das mit MERKUR BETS den Einstieg in den Online-Sportwetten-Markt gewagt hat. Das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey, mit Fokus auf den deutschen Markt.
Für wen lohnt sich MERKUR BETS? Wer einen Anbieter mit deutschem Mutterkonzern sucht, der die hiesigen Regulierungsstandards von Anfang an verinnerlicht hat, ist hier richtig. Das Wettangebot ist schmaler als bei den großen Vollsortimentern, aber solide.
Sportwetten.de
Sportwetten.de wird von der NetX Betting Limited betrieben, mit Sitz in Birkirkara, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 19. November 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 16. Dezember 2022 erteilt. Die Domain gehört zur NetX Betting-Gruppe, die mehrere deutsche Wettmarken betreibt. Das Wettprogramm ist auf den deutschen Markt zugeschnitten, Fußball dominiert, dazu Tennis, Eishockey und US-Sport. Für DFB-Pokal-Spiele ist das Angebot regulär.
Für wen lohnt sich Sportwetten.de? Wer einen deutschsprachigen Anbieter mit Fokus auf Fußball sucht und keine Exotenmärkte benötigt, ist hier richtig. Der Name ist Programm, die Ausstattung solide.
Bet3000
Bet3000 wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited betrieben, mit Sitz in Sliema, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 22. April 2026, die Marke ist vergleichsweise neu auf dem deutschen Whitelist-Markt, aber als Wettanbieter im deutschen Sportwetten-Geschäft seit langem bekannt. Das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey, mit Schwerpunkt auf den europäischen Top-Ligen und Turnieren.
Für wen lohnt sich Bet3000? Wer einen Anbieter mit klassischem Wettprogramm und deutscher Marktpräsenz sucht, ist hier richtig. Die Erlaubnis ist erst seit April 2026 dokumentiert, was Bet3000 zu einem der jüngsten Einträge auf der aktuellen Whitelist macht.
bet-at-home
bet-at-home wird von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben, mit Sitz in Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt, eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Die Marke gehört zur bet-at-home-Gruppe mit österreichisch-maltesischer Struktur, seit Jahren auf dem europäischen Markt aktiv. Das Wettprogramm ist breit, Fußball, Tennis, Eishockey, US-Sport und mehr.
Für wen lohnt sich bet-at-home? Wer einen international aufgestellten Anbieter mit breitem Wettprogramm sucht, ist hier richtig. Die zusätzliche Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele zeigt, dass bet-at-home auch im Casino-Bereich aktiv ist, was für reine Sportwetter irrelevant ist.
bwin
bwin wird von der bwin (Deutschland) Limited betrieben, mit Sitz in Gzira, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. bwin ist eine der ältesten und bekanntesten Online-Wettmarken, Teil der Entain-Gruppe, und in Deutschland sowohl online als auch durch Sponsoring im Fußball präsent. Das Wettprogramm ist umfangreich, Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und viele weitere Sportarten, mit umfassendem Livewetten-Angebot.
Für wen lohnt sich bwin? Wer einen etablierten Vollsortimenter mit breitem Wettprogramm und großer Marke sucht, ist hier richtig. Die Kombination aus Fußball-Sponsoring, App-Funktionen und Marktbreite macht bwin zu einer Standardadresse für Sportwetter.
888sport
888sport wird von der 888 Germany Limited betrieben, die zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar gehört. Die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 15. Dezember 2022 erteilt. Die 888-Gruppe ist international aufgestellt, mit Marken in Casino, Poker und Sportwetten. Das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball und weitere Sportarten.
Für wen lohnt sich 888sport? Wer einen internationalen Anbieter mit Konzernstruktur sucht, ist hier richtig. Die Marke ist weniger stark auf dem deutschen Markt positioniert als Tipico oder bwin, aber das Wettprogramm ist solide.
Tiptorro
Tiptorro wird von der Torro Tec Limited betrieben, mit Sitz in Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 27. Dezember 2022 erteilt. Tiptorro gehört zur Tipico-Gruppe und richtet sich an den deutschen Markt. Das Wettprogramm umfasst Fußball als Kernsport, dazu Tennis, Eishockey und Basketball.
Für wen lohnt sich Tiptorro? Wer einen Anbieter aus der Tipico-Familie sucht, aber eine alternative Marke zur Hauptmarke bevorzugt, ist hier richtig. Die App beschreibt sich selbst als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“.
Überblick: DFB-Pokal-Wetten als Wettgegenstand
DFB-Pokal-Wetten sind ein eigenständiges Feld innerhalb der Sportwetten, geprägt durch die K.-o.-Struktur des Wettbewerbs, die Mischung aus Profi- und Amateuerteams und die mediale Aufmerksamkeit für das Berliner Finale. Wer auf den DFB-Pokal wettet, sollte den Wettbewerb kennen: Die Auslosung jeder Runde, die Heimrecht-Regel, die typischen Überraschungen in der ersten Runde und die zunehmende Ausgeglichenheit ab dem Achtelfinale.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind klar: Nur Anbieter auf der GGL-Whitelist dürfen in Deutschland Sportwetten anbieten, nur dort greift der Spielerschutz mit OASIS, LUGAS, dem 1.000-Euro-Einzahlungslimit und der vollständigen Verifizierung. Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist wettet, hat keinen deutschen Rechtsschutz und keinen Zugriff auf die Schutzmechanismen.
Wetttechnisch bietet der DFB-Pokal mehrere Ansätze: Einzelwetten auf Spiele, Kombiwetten über mehrere Partien, Langzeitwetten auf den Pokalsieger und Livewetten auf das nächste Tor oder den Endstand. Die Margen schwanken je nach Markt und Anbieter, bei klaren Außenseiterspielen in der ersten Runde sind sie tendenziell höher, bei ausgeglichenen Halbfinalspielen niedriger.
Die Quoten enthalten immer die Marge des Anbieters. Wer Anbieter vergleicht, sollte über mehrere Spiele mitteln und auf die Stabilität der Quoten achten. Die niedrigste Einzelquote bedeutet nicht den besten Anbieter, wenn die anderen Spiele höhere Margen aufweisen.
Ein sicherer Tipp existiert nicht. Der DFB-Pokal lebt von Überraschungen, das Finale 2025 mit Arminia Bielefeld aus der 3. Liga ist ein Beispiel. Wer die Quoten versteht, die Wahrscheinlichkeiten einschätzt und seine Einsätze diszipliniert verwaltet, hat die Grundlage für langfristiges Wetten. Wer auf ein einzelnes „sicheres“ Spiel setzt, spielt gegen die Mathematik.
Häufige Fragen zu DFB-Pokal-Wetten
Wo kann auf das DFB-Pokalfinale live gewettet werden, und was ist bei Livewetten erlaubt?
Livewetten auf das DFB-Pokalfinale sind bei allen Anbietern möglich, die auf der GGL-Whitelist geführt werden. Erlaubt sind während des laufenden Spiels nur Wetten auf das Endergebnis und auf seltene Ereignisse wie das nächste Tor, nicht aber auf Eckbälle, Karten oder minutengenaue Spielereignisse. Die GGL schränkt das Liveangebot nach § 21 Abs. 4 GlüStV bewusst ein, um manipulationsanfällige Mikromärkte zu verhindern.
Wo lässt sich legal auf den DFB-Pokalsieger wetten, und woran ist ein erlaubter Anbieter zu erkennen?
Legal auf den DFB-Pokalsieger wetten geht nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Die Whitelist wird auf der Website der GGL veröffentlicht und ist die einzige verlässliche Prüfung. Eine .de-Domain allein reicht nicht, entscheidend ist der Eintrag mit Sportwetten-Erlaubnis.
Wie berechnet sich die Auszahlung bei einer Pokalwette aus Einsatz und Quote, und was ändert die Sportwettensteuer?
Die Auszahlung berechnet sich als Einsatz × Quote. Bei einem Einsatz von 10 Euro und einer Quote von 2,50 ergibt sich eine Auszahlung von 25 Euro, der Reingewinn beträgt 15 Euro. Die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst zahlt der Veranstalter, doch viele Anbieter geben sie an den Kunden weiter, entweder vom Einsatz oder vom Gewinn abgezogen.
Wie werden Wetten gewertet, wenn ein Pokalspiel in die Verlängerung oder ins Elfmeterschießen geht?
Das hängt vom Markt ab. Die 1X2-Wette auf den Spielausgang gilt nur für die reguläre Spielzeit von 90 Minuten plus Nachspielzeit; bei Unentschieden nach 90 Minuten ist die Wette verloren, wenn man auf Heimsieg oder Auswärtssieg getippt hat. Die Wette auf das Weiterkommen zählt das Spielergebnis nach Verlängerung und Elfmeterschießen, hier gewinnt, wer am Ende weiterkommt. Die Wettregeln jedes Anbieters legen fest, welcher Markt welche Spiellänge abdeckt.
Weshalb sind Quoten bei Pokalspielen gegen unterklassige Mannschaften oft niedrig, und was sagt die Marge darüber aus?
Die Quote für den klaren Favoriten ist niedrig, weil die Wahrscheinlichkeit eines Sieges hoch ist. Bei Quoten von 1,10 auf einen Bundesligisten gegen einen Regionalligisten liegt die implizierte Siegwahrscheinlichkeit bei rund 90 Prozent. Die Marge des Anbieters steckt in der Differenz zwischen fairem Auszahlungsschlüssel und tatsächlicher Auszahlung, bei DFB-Pokalspielen mit großem Klassenunterschied ist sie oft höher als bei ausgeglichenen Begegnungen, weil das Wettvolumen auf den klaren Ausgang konzentriert ist.
Was bewirken OASIS und das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat für Wetten auf Pokalspiele?
OASIS ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login abgefragt wird. Wer dort gesperrt ist, kann sich nicht anmelden. Das Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Kalendermonat gilt übergreifend über alle lizenzierten Anbieter und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Wer das Limit erreicht hat, kann im Rest des Monats keine weiteren Einzahlungen vornehmen, bis der nächste Monat beginnt.
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