Serie A Wettanbieter 2026: Wen die GGL-Whitelist für Italien führt
Ladevorgang...
Stand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Italienische Erstligakicker treffen in Deutschland auf eine Mauer aus Paragraphen. Wer auf Juventus, Inter oder den SSC Neapel setzen will, kann das nur bei Anbietern mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis tun. Wer bei einem Buchmacher ohne diese Erlaubnis spielt, setzt ohne OASIS-Sperre, ohne LUGAS-Limit und ohne deutsche Aufsicht. Die folgenden zehn Anbieter auf der Whitelist liefern unterschiedliche Schwerpunkte in Bezug auf Erlaubnisstand, Quoten, Wettprogramm, Kosten durch die Wettsteuer und die Regeln, die jede Wette einschließen. Den Anfang machen die Regeln, weil sie bestimmen, was eine Wette auf die Serie A hierzulande überhaupt ist.
Rechtslage in Deutschland: Warum nur die Whitelist zählt
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) vergibt seit dem 1. Juli 2021 die bundesweite Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV). Wer in Deutschland eine Wette auf die Serie A anbietet, ohne auf der amtlichen Whitelist zu stehen, betreibt unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist ist die einzige belastbare Prüfung, ob ein Anbieter legal ist. Eine .de-Domain, eine maltesische oder eine Lizenz aus Curaçao ersetzt sie nicht. Am 17. September 2026 hat die GGL Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor unerlaubten Angeboten gewarnt und in diesem Zusammenhang explizit den Namen Platincasino genannt. Im selben Zeitraum lief beim Bundesgerichtshof ein Verfahren, in dem ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurückfordert (Az. I ZR 90/23). Der BGH hat die Sache am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt, und der zuständige Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen. Das ist keine Garantie für den Einzelfall, aber ein Hinweis darauf, dass die Gerichte den fehlenden deutschen Pass nicht als Petitesse behandeln.

Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist zeigt ausschließlich das Datum der Erteilung und einer etwaigen Folgeerlaubnis; ein Enddatum ist dort nicht vermerkt. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewettveranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, was umgekehrt nicht bedeutet, dass jede .de-Domain erlaubt wäre. Wichtig für die Spieler: Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Online-Casinospiele oder Poker deckt keine Sportwetten ab. Wetten platzieren darf nur, wer unter der Sportwetten-Erlaubnis aufgeführt ist.
Spielerschutz, der nicht verhandelbar ist
Die deutsche Regulierung knüpft jede Wette an eine ganze Reihe von Pflichten, die nichts mit dem Spiel selbst zu tun haben und doch jede einzelne Wette begleiten. Wer sie ignoriert, erlebt früher oder später eine Sperre, die er nicht selbst aufgehoben hat.

Teilnahme, Konto, Verifizierung
Mitmachen darf nur, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter ist ein einziges Konto zulässig, und die Anbieter müssen volle Verifizierung verlangen (§ 6a GlüStV). Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € zulassen, und Auszahlungen sind in dieser Phase nicht möglich. Wer auf Dauer spielen will, kommt an der Verifizierung nicht vorbei. Konsequenz: Wer in einem anderen Land verifiziert wurde, muss sich in Deutschland neu ausweisen.
Einzahlungslimit und Parallelenspiel
Das gesetzliche Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg (§ 6c Abs. 1 GlüStV). Es wird technisch über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt, einen Verbund, in dem jede Einzahlung bei jedem Anbieter sichtbar wird. Wer in einem Monat sein Limit ausreizt, kann bei keinem anderen Anbieter mehr einzahlen, bis der nächste Monat beginnt. Der Anbieter darf im Einzelfall und gegen nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ein höheres Limit setzen, in der Spitze bis 30.000 €, höchstens aber für ein Prozent seiner aktiven Spielenden. Eine Selbsterklärung reicht dafür nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Das Parallelenspiel, also das gleichzeitige Wetten bei mehreren Anbietern, ist nach § 6h GlüStV verboten und wird über die LUGAS-Aktivitätsdatei überwacht. Wer an einem Sonntagnachmittag in der Hoffnung auf die Quote bei Anbieter A spielt, während das Konto bei Anbieter B noch offen ist, spart sich am Monatsende den Weg in die Schiedsstelle.
Sperrsystem OASIS und Pausenfunktion
Die GGL betreibt mit OASIS ein bundesweites Spielersperrsystem (§§ 8, 8a GlüStV), das bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich selbst sperrt, bleibt mindestens drei Monate gesperrt, wenn er eine Frist benennt, ansonsten mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3 GlüStV) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Beide Werkzeuge greifen nur, solange der Anbieter auf der Whitelist steht. Offshore-Anbieter ohne deutsche Erlaubnis hängen weder an OASIS noch an LUGAS, was die Kontrolle verspricht, die sie nicht halten.
Zahlungen und Auszahlung
Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto zulässig, das auf den Namen des Spielenden lautet und bei einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Anonyme Zahlungsmittel, also Kryptowährungen ebenso wie anonyme Prepaid-Lösungen, sind ausgeschlossen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6, 7). Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen Sache und steht in seinen Bedingungen. Wer auf eine bestimmte Methode setzt, prüft sie vor der Registrierung.
Wettsteuer: 5,3 % auf dem Papier, weniger in der Praxis
Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Das sind rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende (§ 19 RennwLottG), und ob und wie der Anbieter sie an die Kundschaft weitergibt, steht in seinen AGB. Wer eine Wette ohne Wettsteuer bewirbt, trägt sie selbst und bindet sie in den Quoten ein. Wer sie offen ausweist, zieht sie vom Gewinn ab. Beides ist legal, beides ist nicht zu verwechseln, und beides verschiebt die Auszahlung. Wer das nicht im Kopf hat, vergleicht zwei Brutto-Quoten, die netto Verschiedenes bedeuten.
Die Steuer greift auch bei Anbietern ohne deutsche Erlaubnis. Eine gezahlte Wettsteuer ist deshalb kein Beleg für eine Lizenz. Was die Steuer auf den privaten Wettgewinn bedeutet, ist auf Primärebene nicht abschließend geregelt; für eine belastbare Aussage braucht es den Steuerberater. In der Breite zählt der deutsche Fiskus Wettgewinne privater Spielender nicht zur regulären Einkommensteuer, aber Sonderfälle, etwa gewerbliche Tipper, folgen eigenen Regeln.
Wettprogramm: Was auf die Serie A gesetzt werden darf
§ 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt festquotierte Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse darin, einzeln oder in Kombination. Welche Wetttypen im Detail zulässig sind, regelt die GGL im Sportwettprogramm (§ 21 Abs. 5 GlüStV). Verboten sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind (in der GGL-Praxis zählt im Fußball alles unterhalb der 3. Liga als Amateurniveau), manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße und deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind unzulässig. E-Sports ist nach Lesart der GGL kein Sport; lizenzierte E-Sports-Wetten existieren in Deutschland nicht. Zu virtuellen Sportwetten ist die Lage nicht abschließend; seriös beraten lässt sich dazu nicht.
Livewetten: Nur das, was im Spiel noch passieren kann
Livewetten (§ 21 Abs. 4 GlüStV) dürfen während eines laufenden Ereignisses nur auf den Endausgang gesetzt werden sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball geht, nächster Satz im Tennis geht, nächster Punkt im Tennis nicht, nächster Korb im Basketball nicht. Genau diese Engführung prägt das Live-Angebot der lizenzierten Anbieter: Eine breite Auswahl an Mikromärkten pro Angriff, wie sie internationale Bücher zeigen, ist hier nicht erlaubt. Wer auf die nächste Ecke, den nächsten Einwurf oder den nächsten gelben Kartenspieler wetten will, sucht bei den lizenzierten Anbietern vergebens. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt; ein Cash-Out, für den es keine gesetzliche oder GGL-Regel gibt, ist eine Funktion des Anbieters und steht in dessen AGB. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro Wette.
Serie A: Wie die Liga tickt
Wer die Saison versteht, liest die Wettprogramme genauer. Die Serie A wird von der Lega Nazionale Professionisti Serie A, kurz Lega Calcio, einer Untereinheit des italienischen Fußballverbands FIGC, organisiert. Die erste italienische Meisterschaft wurde 1898 ausgetragen, den ersten Titel gewann der CFC Genua. Den Namen Serie A trägt die Liga seit der Reform von 1946, mit der die Lega Calcio entstand.
Seit der Saison 2004/05 spielen 20 Vereine um den Titel (zuvor 18). Jeder Verein bestreitet 38 Spieltage im Hin- und Rückspiel, die Saison läuft von Ende August bis Ende Mai. Aus der Serie A steigen die letzten drei Mannschaften in die Serie B ab; aufsteigen die beiden Besten der Serie B und der Sieger der Play-offs der Plätze 3 bis 6. Bei Punktgleichheit entscheidet der direkte Vergleich; Entscheidungsspiele wurden bis zur Saison 2005/06 ausgetragen. Rekordmeister der Serie A ist Juventus Turin mit 36 Titeln, gefolgt von Inter Mailand mit 21 und dem AC Mailand mit 19 Titeln. Die abgelaufene Saison 2025/26 lief vom 23. August 2025 bis zum 24. Mai 2026; Meister wurde Inter Mailand mit 87 Punkten. Aus der Saison 2025/26 stiegen US Cremonese (34 Punkte), Hellas Verona (21 Punkte) und Pisa SC (18 Punkte) ab; Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez von Inter Mailand mit 17 Toren.
Wettarten und ihre Marge: Was die Quote wirklich kostet
Die Wettquote ist der Preis, den der Anbieter für einen Ausgang zahlt. Was in jedem Preis steckt, ist die Marge, also der Anteil, den der Anbieter vom Umsatz einbehält, bevor er Gewinne auszahlt. Die Auszahlungsquote eines Marktes berechnet sich als 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quote_n) über alle Ausgänge. Die Marge ist 100 % minus diese Auszahlungsquote. Wer Auszahlungsquote und Marge beides kennt, sieht, was vom Einsatz zurückkommt und was im Haus bleibt.
Nehmen wir ein illustratives 1X2-Beispiel mit den Quoten 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Unentschieden und 3,60 für den Auswärtssieg. Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt bei rund 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60), also etwa 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778), und damit ungefähr bei 0,9532. Die Marge liegt dementsprechend bei rund 4,7 %. Das ist ein Beispielwert, keine zitierte Marktquote. In der Praxis schwankt die Marge pro Anbieter, pro Spiel und pro Wetttyp. Märkte wie Torschützen, Eckbälle oder Handicap-Linien tragen typischerweise höhere Margen als der 1X2-Hauptmarkt, und Livewetten liegen in der Regel über den Pre-Match-Quoten, weil die Information schneller fließt und der Anbieter sein Risiko teurer absichert.
Prognosen und Tipps: Warum sie nie ein Versprechen sind
Tipps zur Serie A sind Erklärungen, keine Vorhersagen. Wer ein Spiel liest, sieht die Tabellenform, die Heim- und Auswärtsbilanz, den Kader, die Ausfälle, den Spielrhythmus nach englischen Wochen, das Hinspiel und die Hinrunde. Wer all das ordnet, baut eine Wahrscheinlichkeit, kein Urteil. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Wahrscheinlichkeit für einen Ausgang höher ist als die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote. Bei einer Quote von 2,10 impliziert der Markt eine Eintrittswahrscheinlichkeit von rund 47,6 %; wer das Spiel selbst mit 55 % ansetzt, sieht einen Wert, weil die faire Quote bei 1,82 läge. Das ist Mechanik, keine Magie. Sie hat zwei Grenzen, die nie verschwinden: Die eigene Einschätzung kann falsch sein, und der Ausgang ist im Fußball unberechenbar. Tipps, die das verschweigen, sind Werbung. Tipps, die ihre Bausteine offenlegen, sind Handwerk.
Für die Praxis heißt das: Tipp-Formate, die nur eine Auswahl liefern, ohne die Begründung zu zeigen, sind keinen Einsatz wert. Wer seine eigene Reihe baut, vergleicht die Quoten der Anbieter für denselben Ausgang, achtet auf die Marge des Marktes, berücksichtigt die Wettsteuer und kalkuliert den Einsatz so, dass ein verlorenes Spiel die Gesamtbilanz nicht kippt. Ein saisonbegleitender Ansatz, der auf Langzeitwetten auf den Meister oder die Plätze dahinter setzt, verlangt mehr Geduld als Kombiwetten auf den Spieltag, weil das Saisonende erst im Mai feststeht und die Wette bis dahin nicht ausgewertet wird.
Langzeitwetten: Wie sie abgerechnet werden
Langzeitwetten auf den Meistertitel, die Champions-League-Plätze oder den Torschützenkönig begleiten die Saison, nicht den Spieltag. Sie werden erst ausgewertet, wenn das letzte Spiel der Saison ausgetragen ist, und zwar nach dem offiziellen Ende. Ändert sich der Tabellenstand durch eine spätere Wertung oder einen Urteilsspruch, wird die Wette nach dem offiziellen Ergebnis zum Zeitpunkt der Saisonabschlusswertung abgerechnet, soweit der Anbieter keine andere Regelung in seinen AGB getroffen hat. Kombiniert ein Spielender mehrere Langzeitwetten zu einer Kombiwette, multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine. Eine Wette auf Meister Inter Mailand zur Quote 1,80 und Torschützenkönig Lautaro Martínez zur Quote 4,50 ergibt eine Kombiquote von 8,10. Bei 10 € Einsatz liegt der Bruttoertrag bei 81 €, der Nettogewinn bei 71 €. Was von diesen 71 € übrig bleibt, hängt davon ab, ob der Anbieter die Wettsteuer einbehält oder in die Quote einkalkuliert.
Wichtig für die eigene Rechnung: Eine Langzeitwette ist eine Wette über Monate. Wer sie platziert, akzeptiert, dass das eingesetzte Geld über die Laufzeit gebunden ist, dass Formschwankungen einzelner Spieler irrelevant sind, solange das Endergebnis passt, und dass eine vorzeitige Auswertung, etwa bei einem Trainerwechsel, nicht vorgesehen ist. Cash-Out auf eine offene Langzeitwette ist, soweit der Anbieter ihn anbietet, dessen eigene Funktion; die Bedingungen stehen in den AGB.
Torschützen- und Spielerwetten: Was hinter dem Namen steckt
Wetten auf den Torschützenkönig oder den ersten Torschützen eines Spiels sind Spielermärkte, und sie reagieren empfindlich auf Aufstellungsänderungen, Verletzungen und Sperren. Wer eine Wette auf den ersten Torschützen platziert und der Stürmer fällt kurz vor dem Anpfiff aus, wird in der Regel nicht entschädigt; die Wette gilt als verloren, sofern der Anbieter keine Stornierung vorsieht. Bei Wettmärkten auf den Torschützenkönig zählt, was am Saisonende in der offiziellen Statistik steht, nicht was in der Hinrunde vermutet wurde. Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis dürfen solche Wetten anbieten, müssen sie aber an die Regeln des Sportwettprogramms halten; Spielerwetten, die in den Bereich der manipulationsanfälligen Wetten rutschen, sind tabu.
Quotenbeispiel: Was eine Quote 2,10 tatsächlich zurückzahlt
Eine Wette von 50 € zur Quote 2,10 zahlt im Erfolgsfall 105 € brutto zurück. Der Nettogewinn liegt bei 55 €. Zieht der Anbieter die Wettsteuer vom Bruttoertrag ab, sinkt der ausgezahlte Betrag um 5,3 % des Einsatzes abzüglich der Steuer selbst, also um rund 2,52 €. Der Spielende erhält in diesem Fall rund 102,48 € ausgezahlt, der Nettogewinn sinkt auf rund 52,48 €. Rechnet der Anbieter die Steuer in die Quote ein, liegt die angezeigte Quote nominal bei 2,10, faktisch aber niedriger; im Erfolgsfall zahlt der Anbieter einen Betrag, der die Steuer bereits berücksichtigt, ohne sie gesondert auszuweisen. Beide Wege führen zu einem identischen Nettowert, wenn die Quote sauber kalkuliert ist. Wer den Brutto- und den Netto-Betrag vergleicht, sieht die Spanne.
Werbung und Bonusregeln: Wo die Werbung endet
Werbung für Glücksspiel darf in Deutschland nur von Erlaubnisinhabern gemacht werden (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Ein Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht aber für Sportwetten. Bei Sportwetten gelten eigene Regeln: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen oder Funktionären und keine affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6 GlüStV). Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus betragsmäßig begrenzt oder Umsatzbedingungen vorschreibt. Beträge, Umsatzfaktoren und Mindestquoten stehen allein in den AGB des Anbieters.
Bonusangebote sind Geschäftsbedingungen, keine Geschenke. Eine Gratiswette, deren Einsatz im Erfolgsfall nicht zurückgezahlt wird, ist nicht dasselbe wie ein risikofreier Einsatz; sie ist eine Wette, deren Verlust vorab feststeht. Ein Boost auf eine Quote kann sinnvoll sein, wenn das Spiel die implizite Wahrscheinlichkeit trägt, oder wertlos, wenn nicht. Ein Cashback, der an Umsatzbedingungen gekoppelt ist, kostet den Umsatz, bevor er Geld bringt. Wer einen Bonus annimmt, liest die AGB. Wer sie nicht liest, akzeptiert sie.
Werbung und Werbeversprechen: Wie man Anbieter liest
Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich dafür auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine Aussage über die relative Position, nicht über die Spanne zum Zweitplatzierten. Wer „beste Quote“ hört, fragt zuerst, in welchem Markt, an welchem Tag, mit welchem Buchmacher verglichen wurde. Marketing-Versprechen sind Anlässe, im Wettschein nachzuschauen, nicht Entscheidungen.
Offshore: Was die fehlende Erlaubnis kostet
Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind in Deutschland unerlaubt, gleich ob sie in Malta, Curaçao oder Anjouan lizenziert sind. Eine ausländische Lizenz ersetzt die Whitelist nicht. Die GGL warnt regelmäßig vor solchen Angeboten, und die Strafverfolgung richtet sich nach § 284 StGB (Veranstalten) bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe und § 285 StGB (Teilnahme) bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Strafverfahren gegen einzelne Spielende sind nicht etabliert; das ist weder eine Entwarnung noch eine Drohung, sondern ein Schwebezustand. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet; die Frage ist beim EuGH anhängig. Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, spielt ohne OASIS, ohne LUGAS, ohne die 1.000-€-Grenze, ohne die Verpflichtung, nur eigene Zahlungsmittel zu nutzen, und ohne die deutsche Aufsicht, die im Streitfall vermittelt. Das ist kein Mehr an Freiheit, sondern ein Weniger an Sicherheit.
Werbung mit Sportpartnern: Was Premium-Partnerschaften sagen und was nicht
Tipwin ist Premium-Partner des Deutschen Basketball Bundes (DBB); die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Das ist eine Auskunft über das Marketing des Anbieters, nicht über seine Wettqualität. Partnerschaften mit Verbänden gehören in das Marketingprofil, nicht in die Bewertung der Wettquoten.
Die zehn Anbieter im Vergleich: Whitelist-Status und Erlaubnis
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| bwin | gelistet | bwin (Deutschland) Limited, Gzira (Malta) | 09.10.2020 |
| 888sport | gelistet | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| LeoVegas | gelistet | LVSports Limited | 21.10.2024 |
| bet-at-home | gelistet | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Sportwetten.de | gelistet | NetX Betting Limited, Birkirkara (Malta) | 19.11.2020 |
| Tiptorro | gelistet | Torro Tec Limited (Malta) | 30.06.2021 |
| Betano | gelistet | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| Interwetten | gelistet | Interwetten Gaming Limited, Sliema (Malta) | 02.11.2020 |
| NEO.bet | gelistet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Bet3000 | gelistet | I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) | 22.04.2026 |
Alle zehn Marken führen eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Die Whitelist zeigt Erteilungsdaten und, soweit vorhanden, Folgeerlaubnisse; sie zeigt kein Enddatum. Die Erlaubnisinhaber sitzen ausnahmslos in Malta, was die Konzernstruktur widerspiegelt, nicht die Aufsicht: Aufsichtsbehörde bleibt die GGL in Halle. Die Erlaubnisdaten zeigen, wie lange ein Anbieter bereits unter deutscher Aufsicht steht; die längste ununterbrochene Linie haben die Marken mit Ersterlaubnis aus dem Oktober und November 2020. Bet3000 ist die jüngste Aufnahme in die Whitelist mit Erstdatum 22. April 2026.
bwin: Tiefe im Programm, Last im Steuer-Modell
bwin ist auf der Whitelist mit der bwin (Deutschland) Limited in Gzira geführt, Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022. Das Wettprogramm zur Serie A gehört zu den breitesten im lizenzierten Feld, die Livewetten-Sektion folgt den Regeln des GlüStV, also Endausgang und nächste Tore, und der Anbieter bewirbt das Programm über mehrere Kanäle. Die Wettsteuer wird offen ausgewiesen und vom Bruttoertrag abgezogen; das drückt die Nettorendite gegenüber Anbietern, die die Steuer in die Quote einkalkulieren. Für Wettende, die ihre Nettoposition exakt kennen wollen, ist das die ehrlichere Variante. Das Marketing arbeitet mit großen Namen, was die Markenbekanntheit hochhält und die Erwartung an Quotenboosts mitprägt. Wer die Wettsteuer in den AGB liest und sie in seine Quote-zu-implizite-Wahrscheinlichkeit-Rechnung einbaut, sieht, was übrig bleibt.
888sport: Stille Marke, solide Grundausstattung
888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, notiert an der London Stock Exchange seit September 2005. Die deutsche Erlaubnis liegt bei der 888 Germany Limited, Ersterlaubnis 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022. Das Wettprogramm zur Serie A deckt die Standardmärkte ab, Livewetten folgen dem deutschen Rahmen. Die Marke tritt in Deutschland weniger laut auf als die Spitzengruppe, was sich im Wettangebot niederschlägt, aber nicht in dessen Substanz. Für Wettende, die ein sauberes Quotenniveau ohne aggressives Marketing suchen, ist das eine passende Adresse.
LeoVegas: Junger Pass, schlanker Auftritt
LeoVegas ist mit der LVSports Limited auf der Whitelist, Ersterlaubnis 21.10.2024. Die vergleichsweise junge Erlaubnis bedeutet nicht, dass der Anbieter neu am Markt ist; sie bedeutet, dass die deutsche Konzession neu erteilt wurde. Das Wettprogramm zur Serie A ist vollständig, Livewetten sind auf das beschränkt, was § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt. Die Marke stammt aus dem skandinavischen Mobilbereich, was sich in einer App-üblichen Bedienung niederschlägt. Für Wettende, die mobil tippen, ist das ein Vorteil; wer am Desktop tiefer in Spezialmärkte eintaucht, prüft vor der Anmeldung, ob die Sektion seines Interesses gefüllt ist.
bet-at-home: Österreichische Wurzeln, deutscher Pass
bet-at-home ist mit der Bet-at-home.com Internet Limited auf der Whitelist, Ersterlaubnis 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022, Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 28.12.2022. Die Wurzeln liegen in Österreich, die deutsche Aufsicht gilt. Das Wettprogramm zur Serie A deckt die Standardmärkte ab, inklusive Langzeitwetten auf den Meister, ohne in die Breite der Spitzengruppe vorzustoßen. Für Wettende, die einen geraden Wettschein und ein klares Quotenniveau suchen, ist das eine ruhige Adresse.
Sportwetten.de: Deutscher Name, maltesischer Halter
Sportwetten.de ist mit der NetX Betting Limited in Birkirkara auf der Whitelist, Ersterlaubnis 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022. Der Name klingt nach deutscher Marke, der Halter sitzt in Malta; das ist bei den lizenzierten Anbietern die übliche Konstruktion und hat keinen Einfluss auf die Aufsicht. Das Wettprogramm zur Serie A ist vollständig, die Quoten bewegen sich im Marktumfeld. Für Wettende, die einen schlichten Auftritt ohne Schnörkel suchen, ist das eine passende Adresse.
Tiptorro: Tipico-Konzernmarke mit eigenem Profil
Tiptorro gehört zum Tipico-Konzern und ist mit der Torro Tec Limited auf der Whitelist, Ersterlaubnis 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Die App wird im Apple App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten, die sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. Das Wettprogramm zur Serie A deckt die Standardmärkte ab, der Schwerpunkt liegt auf Pre-Match. Die Konzernverwandtschaft zu Tipico sorgt für eine ähnliche Bedienlogik, ohne dass Tiptorro eine Zweitmarke im klassischen Sinn ist. Für Wettende, die einen sauberen mobilen Workflow suchen, ist das eine passende Adresse.
Betano: Kaizen-Herkunft, breites Programm
Betano gehört zur Kaizen Gaming International Limited. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von dieser Gesellschaft angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die deutsche Erlaubnis liegt bei der Betkick Sportsbetting Limited, Ersterlaubnis 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022. Das Wettprogramm zur Serie A ist breit, der Funktionsumfang überdurchschnittlich. Für Wettende, die auf Kombinationen und Live-Streaming setzen, ist Betano eine passende Adresse; wer das Live-Streaming auf deutsche Rechte beschränkt sehen will, prüft vorab, welche Spiele übertragen werden.
Interwetten: Pionier, der den deutschen Pass früh bekam
Interwetten gehört zu den ältesten europäischen Online-Wettanbietern und ist mit der Interwetten Gaming Limited in Sliema auf der Whitelist, Ersterlaubnis 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Die Marke hat den deutschen Pass früh erhalten und die Auflagen der GGL umgesetzt. Die Auswahl für die Serie A umfasst alle gängigen Märkte inklusive Langzeitwetten. Für Wettende, die einen Anbieter mit langer Historie und deutschem Pass suchen, ist das eine passende Adresse.
NEO.bet: Nischenmarke mit deutscher Linie
NEO.bet ist mit der Greenvest Betting Limited auf der Whitelist, Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022. Die Marke tritt in Deutschland leiser auf als die Spitzengruppe, was sich in einem schmaleren Marketingprofil niederschlägt, nicht aber in einer schwächeren Erlaubnis. Das Angebot für die italienische Liga deckt alle wichtigen Märkte ab. Für Wettende, die einen unaufgeregten Anbieter ohne aggressives Bonusmarketing suchen, ist das eine passende Adresse.
Bet3000: Neueste Erlaubnis, klassisches Profil
Bet3000 ist mit der I.B.C. Sportsbetting Limited in Sliema auf der Whitelist, Erstdatum 22. April 2026. Die deutsche Erlaubnis ist die jüngste im Feld, was die Marke in der Whitelist-Reihenfolge nach hinten rückt, ohne etwas über die Wettqualität auszusagen. Das Programm deckt die wichtigsten Märkte der Serie A ab; der Anbieter ist historisch im deutschen stationären Wettgeschäft verwurzelt. Für Wettende, die einen klassischen Wettanbieter mit stationärem Hintergrund und neuem deutschen Pass suchen, ist das eine passende Adresse.
So liest dieser Text die Tabelle
Die Tabelle zeigt den Stand der Whitelist vom 2. Oktober 2026. Sie sagt, wer eine Erlaubnis hat, wer sie hält und seit wann. Sie sagt nicht, wer die besten Quoten hat, wer das breiteste Wettprogramm zeigt oder wer die höchsten Boni auszahlt. Dafür braucht es den Blick in den Wettschein, den Vergleich zweier Anbieter für dasselbe Spiel und die AGB-Lektüre zur Wettsteuer. Wer eine Marke aus der Tabelle wählt, hat die erste Voraussetzung erfüllt: die Erlaubnis. Alles, was danach zählt, entscheidet der Wettschein.
Welcher Anbieter für wen passt
Wer mobil tippt und einen aufgeräumten Workflow sucht, landet bei Betano oder Tiptorro. Wer das Live-Programm schätzt und Cash-Out als Funktion nutzt, prüft Betano zuerst, weil der Funktionsumfang dokumentiert breit ist. Wer eine lange deutsche Erlaubnislinie bevorzugt, ist bei bwin, bet-at-home, Interwetten oder NEO.bet richtig, alle vier mit Ersterlaubnis aus dem Oktober oder November 2020. Wer eine Marke mit Konzernhintergrund sucht, findet ihn bei 888sport, Tiptorro, Betano und Interwetten. Wer auf den jüngsten Pass setzt, schaut auf Bet3000. Wer auf schlichte Auftritte Wert legt, ist bei Sportwetten.de und NEO.bet gut aufgehoben. Die Quoten entscheiden am Ende, nicht das Profil.
Häufig gestellte Fragen zur Serie A und zu Wettanbietern in Deutschland
Welche Anbieter bieten in Deutschland legal Wetten auf die Serie A an?
Nur Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV, gelistet auf der Whitelist der GGL. Im Snapshot vom 2. Oktober 2026 führen 27 Inhaber eine solche Erlaubnis, darunter bwin, 888sport, LeoVegas, bet-at-home, Sportwetten.de, Tiptorro, Betano, Interwetten, NEO.bet und Bet3000. Eine .de-Domain allein ist kein Beleg; eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan ersetzt die Whitelist nicht.
Was sagt die GGL-Whitelist über einen Wettanbieter aus, und wo ist sie einsehbar?
Die Whitelist führt Inhaber einer Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV mit Domain, Inhaber, Erteilungsdatum und etwaiger Folgeerlaubnis. Sie ist die einzige amtliche Prüfung, ob ein Anbieter legal Sportwetten in Deutschland anbietet, und wird von der GGL in Halle (Saale) veröffentlicht. Sie zeigt Erteilungsdaten, aber kein Enddatum; eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV), eine Folgeerlaubnis verlängert sie.
Wie funktionieren Langzeitwetten auf den Meistertitel, und wann werden sie abgerechnet?
Eine Langzeitwette auf den Meistertitel wird erst nach dem offiziellen Ende der Serie-A-Saison ausgewertet, also nach dem letzten Spieltag. Die Wette steht über Monate und wird in der Mehrzahl der Fälle als Einzelwette abgeschlossen, seltener als Teil einer Kombiwette. Wird sie mit anderen Langzeitwetten kombiniert, multiplizieren sich die Quoten. Änderungen am Tabellenstand nach Saisonende, etwa durch nachträgliche Urteile, werden nach Maßgabe des Anbieters in dessen AGB behandelt.
Wie verändert die Sportwettensteuer von 5,3 % Quoten und Auszahlung bei Serie-A-Wetten?
Die Steuer beträgt 5,3 % auf der Bemessungsgrundlage Einsatz abzüglich der Steuer selbst, also rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Sie schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende. Der Anbieter entscheidet, ob er die Steuer offen vom Bruttoertrag abzieht oder in die Quote einkalkuliert. Beide Wege führen zum selben Nettowert, wenn die Quote sauber kalkuliert ist. Wer die Steuer ignoriert, vergleicht Brutto- gegen Netto-Quoten.
Welche Livewetten erlaubt der Glücksspielvertrag bei einem laufenden Spiel der italienischen Liga?
§ 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt Livewetten auf den Endausgang sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Im Fußball ist die Wette auf das nächste Tor zulässig, im Tennis auf den nächsten Satz. Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis, den nächsten Korb im Basketball oder auf Ecken und Einwürfe sind im lizenzierten Markt nicht erlaubt.
Was ist eine Value-Wette, und warum lässt sich der Ausgang eines Serie-A-Spiels nie sicher vorhersagen?
Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Wahrscheinlichkeit für einen Ausgang höher ist als die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote. Die Marge der Quote schmälert den Wert; ohne sauberen Quotenvergleich und eigene Wahrscheinlichkeitsschätzung lässt sich Value nicht belegen. Der Ausgang eines Fußballspiels bleibt unberechenbar, weil einzelne Aktionen, Schiedsrichterentscheidungen und Verletzungen den Lauf verschieben können. Value ist eine Mechanik, keine Garantie.
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