Tour de France Wetten 2026 in Deutschland

Updated Oktober 2026
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Stand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026

Eine Landstraße schlängelt sich durch Hügel im Morgennebel, am Straßenrand liegen Heuballen auf einem abgemähten Feld.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Die 2026er-Austragung der Frankreich-Rundfahrt ist abgehakt: Vom 4. bis 26. Juli 2026 radelten 18 UCI-WorldTeams mit je acht Fahrern vom Grand Départ in Barcelona bis zu den Champs-Élysées, 21 Etappen, 3.245 km, Gesamtsieger Tadej Pogačar vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro, das grüne Trikot an Mads Pedersen, das gepunktete an Richard Carapaz. Wer aus Deutschland auf die nächste Auflage blickt, findet ein Regelwerk, das die meisten anderen Sportarten links liegen lassen: nur Anbieter mit GGL-Erlaubnis dürfen Radsportwetten überhaupt annehmen, Livewetten sind auf das nächste Teilereignis beschränkt, und die Wettsteuer von nominal 5,3 % wird je nach Anbieter durchgereicht oder geschluckt. Was davon auf dem Wettschein landet, ist die Frage, die dieser Überblick für zehn deutsche Anbieter beantwortet – mit den konkreten Bedingungen, unter denen eine Quote wirklich das zahlt, was sie verspricht.

Rechtslage in Deutschland: Nur die Whitelist zählt

Wer in Deutschland Sportwetten anbietet, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Behörde mit Sitz in Halle (Saale) führt die bundesweite Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV; ohne Listung ist das Angebot unerlaubtes Glücksspiel im Sinne von § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine maltesische, curaçaoische oder Anjouan-Lizenz hat im deutschen Markt keine Wirkung – die GGL hat im September 2026 noch einmal ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt.

Ein Smartphone liegt auf einem Tisch neben einem Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und einer Tasse Kaffee.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die Whitelist ist die einzige verlässliche Quelle, weil sie als PDF und online gepflegt wird. Der Stand 02.10.2026 listet 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Endung allein beweist gar nichts, weil die Erlaubnis an die Domain gebunden ist, nicht an die Endung. Eine Erstgenehmigung läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; auf der Whitelist steht nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum. Wer eine GGL-Erlaubnis prüfen will, schaut direkt in die Whitelist und nicht in die AGB des Anbieters.

Die Erlaubnis trägt der Inhaber, nicht zwingend die Marke. Auf der Liste erscheinen juristische Personen, die hinter mehreren Marken stehen können – die I.B.C. Sportsbetting Limited etwa betreibt sowohl Bet3000 als auch Wettarena, und wer die Marke kennt, kennt noch lange nicht den Erlaubnisinhaber. Slots-, Poker- und Casino-Erlaubnisse derselben Gesellschaft sagen nichts über deren Sportwettprogramm aus; das sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln. Wer auf der Whitelist steht, darf auf der gelisteten Domain Sportwetten annehmen – und nur auf dieser.

Was die Erlaubnis konkret erlaubt

Der GlüStV 2021 und das Sportwettprogramm der GGL nach § 21 Abs. 5 begrenzen nicht nur, wer anbieten darf, sondern auch was angeboten werden darf. Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon, einzeln oder in Kombination, sowie auf Vorkommnisse im Ereignis selbst. Verboten sind Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren – die GGL-Praxis stuft Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich ein, weshalb dort keine GGL-lizenzierten Wetten stattfinden. Verboten sind außerdem manipulationsanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sowie Wetten auf soziale oder politische Ereignisse. E-Sports ist nach GGL-Aussage nicht als Sport anerkannt, lizenzierte E-Sports-Wetten gibt es in Deutschland nicht; zu virtuellen Sportwetten schweigt die Behörde, hier ist die Lage ungeklärt.

Ein Rennrad lehnt an einer Steinmauer in einer Bergkurve, im Hintergrund eine weite Hügellandschaft im Gegenlicht.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Teilereignis während eines laufenden Wettkampfs zulässig – und auch das nur in Sportarten, in denen solche Teilereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ im Fußball geht, „nächster Satz“ im Tennis geht, „nächster Punkt“ im Tennis oder „nächster Korb“ im Basketball gehen nicht. Diese Einschränkung wiegt beim Radsport weniger schwer als beim Fußball, weil Etappenwetten ohnehin etappenweise ausgewertet werden; wer auf die laufende Etappe live wettet, bekommt entsprechend wenige Mikromärkte angeboten. Gewinne werden grundsätzlich erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt.

Was die Wettsteuer anrichtet

Die Sportwettensteuer nach §§ 16–25 RennwLottG beträgt nominal 5,3 %, berechnet auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – in Prozenten des gezahlten Einsatzes sind das rund 5,03 %. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler; ob und wie der Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, entscheidet jeder Veranstalter selbst. Auf der Seite der Quote schlägt das voll durch: Bei einer Bruttoquote von 2,10 und einem Anbieter, der die Steuer vom Einsatz abzieht, bleiben 94,97 % des Einsatzes als Wettgrundlage, und der Nettogewinn fällt entsprechend kleiner aus. Wer die Steuer schluckt, schenkt dem Kunden den Unterschied – und wirbt gern damit, wenn auch die Quotenlage den Vergleich hergibt. Die Wettsteuer wird übrigens auch bei nicht erlaubten Anbietern fällig; eine gezahlte Steuer ist kein Lizenznachweis.

Was die Spielregeln dem Spieler zumuten

Der GlüStV zieht die Schutzschrauben an, die in anderen europäischen Märkten fehlen. Volljährigkeit nach § 4 Abs. 3 ist Pflicht, eine Konto-Verifizierung vor der ersten Auszahlung ebenfalls, und ohne Verifizierung gilt eine 72-Stunden-Frist mit einem 100-€-Einsatzlimit und ohne Auszahlung. Pro Anbieter ist genau ein Konto erlaubt – Parallelkonten sind tabu, und die Aktivitätsdatei im LUGAS-System erkennt, wenn dasselbe Konto bei mehreren Anbietern parallel läuft. Das monatliche Einzahlungslimit liegt nach § 6c Abs. 1 GlüStV bei 1.000 €, additiv über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Wer mehr wagen will, muss gegenüber dem Anbieter seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, eine Selbsterklärung genügt nicht; die Schwelle für eine Erhöhung liegt bei 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 € für maximal ein Prozent der aktiven Kundschaft. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.

Parallel zum LUGAS läuft OASIS, die Spielersperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV. Sie wird bei Registrierung und Login abgefragt, und eine Sperre, die der Spieler selbst auslöst, läuft mindestens drei Monate, ansonsten mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 setzt für 24 Stunden einen Sofort-Lock auf das Konto. Anbieter ohne GGL-Erlaubnis sind an keines dieser Systeme angeschlossen – wer dort spielt, hat weder LUGAS-Limit noch OASIS-Sperre noch die deutsche Rechtsdurchsetzung hinter sich. Wer dort verliert, kann vor deutschen Gerichten auf Rückzahlung klagen, und genau das tut derzeit die Instanz-Rechtsprechung: Der BGH hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Rückzahlungspflicht entgegensteht; der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (C-530/24, Tipico) eine Rückzahlung grundsätzlich für möglich gehalten. Das ist keine Garantie, aber ein Signal, dass die Klage vor deutschen Zivilgerichten ernst genommen wird.

Verantwortung beim Wetten: Was drei Wochen Rundfahrt mit dem Budget machen

Die Tour de France ist kein Samstagabend-Spiel. Drei Wochen am Stück, jeden Tag ein neues Rennen, dazu die Erholungsetappen, in denen Ausreißer um den Etappensieg fahren, und die Bergetappen, in denen sich die Gesamtwertung entscheidet – das ist eine Belastung, die kein anderer Sportkalender in dieser Dichte liefert. Drei Wochen sind lang genug, dass sich Gewinn- und Verlustkurven verkleben, und kurz genug, dass keine wirkliche Erholung zwischen den Etappen liegt. Wer auf den Gesamtsieger setzt, hat bis zur letzten Bergetappe ein offenes Exposure, wer auf Etappensieger setzt, in der Regel drei Wochen lang jeden Tag eine neue Entscheidung.

Die Schutzmechanik des GlüStV hilft an genau dieser Stelle. Das 1.000-€-Monatslimit verteilt sich auf 21 Etappen; nimmt man die Julimonate mit Annahme einer Hauptsaison, dann liegen 2.000 € über dem Zeitraum, also knapp 100 € pro Etappe, wenn man das Limit voll ausschöpft – und das ist die Größenordnung, in der ein Tagesbudget für Etappensiegerwetten realistisch ist. Wer darüber liegt, muss gegenüber dem Anbieter seine Bonität belegen, sonst ist die Wand erreicht. Wer auf einer Seite spielt, die nicht an LUGAS angeschlossen ist, hat diese Wand nicht – und keinen Anlass, sie sich selbst zu setzen.

OASIS-Sperre und Panikbutton sind die Notbremsen. Die Selbstaussperrung läuft mindestens drei Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist nennt, ansonsten ein Jahr – bei drei Wochen Tour sollte man sich fragen, ob man das wirklich will, bevor man anfängt. Der Panikbutton hilft bei akutem Kontrollverlust, nicht bei geplanten Verlusten. Was das Wettprogramm anbelangt, lohnt sich der Blick auf den Etappenplan: Zeitfahren, Bergetappen und Flachetappen haben völlig verschiedene Ausgangsverteilungen; wer das nicht trennt, wettet auf den Durchschnitt und bezahlt dafür die Marge.

Wettarten, Quoten und der Preis der Marge

Welche Märkte Radsportwetten haben

Radsportwetten auf die Tour folgen dem Etappen- und Wertungsplan, nicht einem klassischen 1X2-Schema. Wer auf die Rundfahrt setzt, bewegt sich zwischen vier großen Märkten. Der Gesamtsiegermarkt läuft auf den Sieger der Schlusswertung – die addierten Zeiten über alle Etappen, das gelbe Trikot in Paris. Der Etappensiegermarkt wird 21-mal ausgewertet, einmal pro Tag, mit eigenen Siegerquoten. Die Punktewertung (grünes Trikot) und die Bergwertung (gepunktetes Trikot) sind eigene Wetten auf die Spezialwertungen; die Nachwuchswertung (weißes Trikot) wird seltener angeboten, ist aber bei den meisten Anbietern im Programm. Dazu kommen Etappen-Head-to-Head-Wetten zwischen zwei Fahrern, virtuell aus den Tageszeiten errechnet, sowie bei einigen Anbietern Teamwertungen und Ausreißerwetten.

Der Gesamtsieger wird vor der Rundfahrt notiert, die Quote reagiert auf Stürze und Form, und nach der ersten Bergetappe ist der Markt in der Regel entschieden. Wer früh einsteigt, bekommt eine hohe Quote auf den Favoriten, aber keine Möglichkeit, den Formtest mitzunehmen. Wer spät einsteigt, bekommt eine kleine Quote auf den, der ohnehin führt, und hat das Risiko des Ausstiegs schon hinter sich. Die Etappensieger-Quoten sind tagesfrisch, am Vorabend notiert, mit Marge und kurzfristiger Anpassung an Wetter, Strecke und Startaufstellung. Wer auf Ausreißer setzt, akzeptiert eine breite Quote; wer auf den Sprint-King setzt, akzeptiert eine enge Quote und bezahlt die Marge auf engem Raum.

Wie Quoten zu lesen sind

Eine Quote von 2,10 sagt: 2,10 € zurück für jeden eingesetzten Euro, wenn die Wette eingeht. Davon ist der Einsatz bereits enthalten, der Reingewinn ist 1,10 € pro Euro Einsatz. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten der Einzelwetten, zieht aber die Marge jedes einzelnen Marktes mit – wer drei Quoten von 2,00, 2,00 und 2,00 kombiniert, hat eine Kombiquote von 8,00, aber die faire Quote wäre nach 95 % Auszahlung jedes Marktes rund 9,12, und der Kunde gibt etwa 12 % der theoretischen Auszahlung an die Marge ab. Bei einer Wettsteuer von 5,03 %, die der Anbieter vom Einsatz abzieht, schmilzt der Nettogewinn weiter: Aus 100 € Einsatz werden 94,97 € Wettgrundlage, der Bruttogewinn sinkt entsprechend, und bei einer 2,10er Quote landet statt 110 € nur noch etwa 104,47 € Reingewinn.

Die Marge, auch Quotenschlüssel oder Auszahlungsquote, ist der Anteil, den der Buchmacher pro Markt einbehält. Bei einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1,90 liegt die Auszahlung bei 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,9524, also 95,24 %; der Buchmacher behält rund 4,76 % auf jede Wette. Bei Quoten 1,80 / 2,00 liegt die Auszahlung bei 1 ÷ (1/1,80 + 1/2,00) = 0,9474, der Buchmacher behält 5,26 %. Bei Drei-Wege-Märkten wie dem Etappensiegermarkt mit 4,00 / 6,00 / 20,00 auf drei aussichtsreiche Fahrer liegt die Auszahlung deutlich tiefer; wer die Quote aller plausiblen Sieger addiert und das Inverse bildet, sieht den realen Preis des Marktes. Eine niedrige Marge ist nicht alles, aber sie ist der eine Wert, an dem die Buchmacher konkurrieren, und der einzige, der nicht von Werbeversprechen abhängt.

Was die Marge in einem 1,90/1,90-Markt konkret heißt

Eine beispielhafte Zwei-Wege-Wette zu 1,90 auf beiden Seiten, etwa eine Head-to-Head-Etappenwette, wirft eine Auszahlung von 95,24 % aus. Der Buchmacher behält 4,76 % auf jeden Euro, der in diesem Markt umgesetzt wird. Auf 100 € Einsatz verlieren die Spieler in der Summe also 4,76 € – egal wie das Rennen ausgeht, solange der Markt in dieser Form notiert. Das ist der Preis, den die Quote hat, und kein Anbieter arbeitet zum Selbstkostenpreis. Wer mehrere Märkte kombiniert, trägt jede Marge einzeln in die Kombiquote, und die kombinierte Marge steigt mit der Zahl der Beine. Bei vier Beinen zu je 1,90 läge die faire Kombiquote bei rund 1,90⁴ = 13,0321, die tatsächliche Kombiquote bei 4 × 1,90 = 7,60; die Differenz ist der Preis der Kombiwette. Eine Wettsteuer von 5,03 % auf den Einsatz kommt obendrauf, sofern der Anbieter sie nicht schluckt. Wer den Preis der Wette verstehen will, rechnet ihn aus, bevor er den Schein abschickt.

Wie die Wettsteuer auf das Ergebnis durchschlägt

Bei einer Quote von 2,10 und 100 € Einsatz ohne Wettsteuer wäre der Bruttogewinn 110 €, der Reingewinn 110 € abzüglich 100 € Einsatz = 110 € Auszahlung, also 10 € Reingewinn. Zieht der Anbieter die Steuer vom Einsatz ab, landen nur 94,97 € als Wettgrundlage auf dem Wettschein, und die Auszahlung sinkt auf 94,97 € × 2,10 = 199,44 € abzüglich Einsatz, also rund 99,44 € Reingewinn – ein Verlust von 10,56 € im Vergleich zur steuerfreien Wette. Bei kleinen Einsätzen fällt das nicht ins Gewicht, bei großen Einsätzen schon. Anbieter, die die Steuer nicht durchreichen, schenken diesen Unterschied – und können sich das nur leisten, wenn ihre Quoten im Marktvergleich mithalten. Wer beide Seiten vergleicht, vergleicht Bruttoquote minus Steuer gegen Bruttoquote, nicht Bruttoquote gegen Bruttoquote.

Die Tour de France als Wettrahmen: Strecke, Wertungen, Mannschaften

Wie das Rennen funktioniert

Die Tour de France wurde 1903 von der Sportzeitung L’Auto gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO). Eine moderne Tour besteht meist aus etwa 20 Etappen, seit dem Dopingskandal von 1998 mit einer Streckenlänge um 3.500 km – die kürzeste Tour 1903 war 2.428 km, die längste 1926 mit 5.745 km. Die Teams bestehen seit 2018 aus acht Fahrern, davor aus neun; die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet und dürfen kein Startgeld verlangen, weshalb die Teilnahme faktisch verpflichtend ist.

Die Wertungen sind das, was am Ende über die Trikots entscheidet. Das gelbe Trikot trägt der Führende der Gesamtwertung, berechnet nach addierten Zeiten über alle Etappen; das grüne Trikot der Führende der Punktewertung, das gepunktete der Führende der Bergwertung und das weiße der Führende der Nachwuchswertung. Die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag, und der Sieger der Gesamtwertung steht erst am Nachmittag in Paris fest. Wer auf den Gesamtsieger wettet, wettet auf eine Entscheidung, die im Hochgebirge fällt und nicht auf den Champs-Élysées.

Wer in der Geschichte gewonnen hat

Rekordsieger mit je fünf Gesamtsiegen sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar, dessen Siege 2020, 2021, 2024, 2025 und 2026 die jüngste der fünf Karrieren auf den Spitzenplatz bringen. Bei der 2026er-Austragung holte Pogačar den fünften Titel vor Remco Evenepoel und Isaac del Toro, beide auf Podiumsplätzen für UAE Team Emirates-XRG und Red Bull-Bora-hansgrohe. Mads Pedersen (Lidl-Trek) gewann das grüne Trikot, Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) das gepunktete. Wer auf die nächste Tour blickt, hat damit eine Vorlage: fünf Titel für den einen, und einen Fahrer, der das Kunststück wiederholen könnte.

Wie der Etappenplan die Wetten strukturiert

Flachetappen enden meist im Massensprint, die Quoten auf den Etappensieger listen eine Handvoll Sprinter mit Quoten um 4,00 bis 6,00 und das Feld dahinter mit Quoten jenseits der 20,00. Die Marge ist entsprechend hoch. Bergetappen kippen die Gesamtwertung und liefern die Head-to-Head-Quoten, die Wettende tatsächlich analysieren können: zwei Kletterer, bekannte Form, klare Strecke, Quote auf beiden Seiten um die 2,00. Zeitfahren sind Quotenräume für Spezialisten, in denen Außenseiterquoten seltener vorkommen, weil die Formkurve aus den Trainingsdaten ableitbar ist. Erholungsetappen und Übergangsetappen sind Ausreißerwetten, und die Marge ist hier am breitesten, weil die Modellierung des Ausreißer-Siegs am schwierigsten ist. Wer auf Etappensieger setzt, sollte die Streckenart kennen, bevor er die Quote liest.

Anbieter für Tour-de-France-Wetten in Deutschland: zehn im Vergleich

Die folgende Auswahl listet zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis nach dem Stand der GGL-Whitelist vom 02.10.2026. Die Tabelle zeigt Marke, Whitelist-Status mit Erlaubnisinhaber und das Datum der Sportwetten-Erlaubnis; das ist der einzige verlässliche Test, ob ein Anbieter in Deutschland legal Sportwetten annehmen darf. Die anschließenden Absätze tragen nach, was die Tabelle nicht zeigen kann: das Programm, die Quotenpolitik, die Bedingungen, unter denen das Angebot tatsächlich hält, was die Quote verspricht.

Marke Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Betway GGL-Whitelist – Betway Limited 09.03.2021
bwin GGL-Whitelist – bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betano GGL-Whitelist – Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
bet365 GGL-Whitelist – Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
DAZN Bet GGL-Whitelist – DZBT Operations Limited 22.08.2023
Winamax GGL-Whitelist – WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
Tiptorro GGL-Whitelist – Torro Tec Limited 30.06.2021
Bet3000 GGL-Whitelist – I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
Wettarena GGL-Whitelist – I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020
Interwetten GGL-Whitelist – Interwetten Gaming Limited 02.11.2020

Betway: solide Breite, mit Eigenheiten beim Cash Out

Betway ist auf der GGL-Whitelist seit März 2021, dahinter steht die Betway Limited. Die App führt einen klassischen Wettkonfigurator für Fußballspiele, dazu einen „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer kombinierten Wette bündelt. Beim Cash Out erscheint unter „Meine Wetten“ ein grünes Symbol; der Wert der offenen Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Das ist ein ausgereiftes Cash-Out-Modell, das vor allem bei Livewetten einen Ausstieg ermöglicht, wenn sich das Rennen anders entwickelt als erwartet. Wer auf Etappensieger live setzt und nach einer Rennhälfte sieht, dass sein Fahrer abgehängt ist, bekommt hier eine zweite Chance – allerdings zu dem Preis, den der Buchmacher in diesem Moment anbietet, nicht zu dem, den die Quote bei Wettabgabe versprochen hat. Für Radsportwetten ist das Programm breit, mit Gesamtsieger, Etappensieger und Spezialwertungen im Standardrepertoire. Wer Betway nutzt, sollte die Bedingungen des Cash Out prüfen, bevor er auf eine Livewette geht, und sich klarmachen, dass der angezeigte Wert eine Momentaufnahme ist.

bwin: etablierter Name, vollständiges Programm

bwin ist auf der GGL-Whitelist seit Oktober 2020, Erlaubnisinhaber ist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. bwin gehört zu den etablierten Marken im deutschen Markt und führt ein vollständiges Radsportprogramm über Gesamtsieger, Etappensieger und Wertungen, dazu Head-to-Head-Wetten auf Etappen. Die App ist ausgereift, der Wettschein übersichtlich, die Livewetten-Mechanik unauffällig. bwin ist die Wahl für Wettende, die ein stabiles Programm suchen, ohne dass der Anbieter mit Sondermärkten wirbt, die am Ende hinter dem Standard zurückbleiben. Die Quoten liegen im marktüblichen Rahmen, die Wettsteuer wird durchgereicht. Wer einen klassischen Anbieter ohne Überraschungen sucht, ist hier richtig.

Betano: jung im Markt, mit breitem Feature-Set

Betano ist seit Februar 2021 auf der GGL-Whitelist, Erlaubnisinhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited. Die App wird im Apple App Store von der Kaizen Gaming International Limited angeboten, die in der Entwicklerbeschreibung Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL nennt. Für Radsport gilt: Live-Streaming ist nicht Bestandteil des Angebots, aber das Wettprogramm ist breit, der Bet Builder erlaubt die Kombination mehrerer Märkte eines Rennens, der Cash Out funktioniert wie bei den etablierten Anbietern. Betano ist die Wahl für Wettende, die einen modernen Anbieter mit App-Schwerpunkt suchen, und die bereit sind, auf das eine oder andere klassische Feature zu verzichten. Die Quoten liegen im oberen Mittelfeld, die Wettsteuer wird durchgereicht.

bet365: das Schwergewicht unter den Quoten

bet365 ist auf der GGL-Whitelist seit Oktober 2020, Erlaubnisinhaber ist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. bet365 gehört zu den Anbietern, die in der Breite das größte Radsportprogramm im deutschen Markt haben, mit Gesamtsieger, Etappensieger, Wertungen, Head-to-Head und einer Vielzahl an Spezialwetten, die bei anderen Anbietern nicht im Programm stehen. Die Quoten sind im Marktvergleich regelmäßig oben, die App ist funktional, der Cash Out gehört zum Standardrepertoire. Wer auf Radsport wettet und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, landet oft bei bet365 – nicht weil der Anbieter wirbt, sondern weil die Quote mithält. Die Wettsteuer wird durchgereicht, das Standardverfahren der meisten Anbieter. Für Wettende mit höheren Einsätzen ist bet365 wegen der breiten Marktpalette und der konkurrenzfähigen Quoten die erste Adresse.

DAZN Bet: Sportwettplattform mit Sportstreaming-Hintergrund

DAZN Bet ist seit August 2023 auf der GGL-Whitelist, Erlaubnisinhaber ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. Der Anbieter ist aus der Partnerschaft zwischen DAZN und einem Sportwettenveranstalter hervorgegangen und profitiert von der Markenbekanntheit im Sportstreaming. Das Wettprogramm ist solide, mit Gesamtsieger, Etappensieger und Wertungen, dazu Livewetten auf die laufende Etappe. Der Vorteil liegt in der Verzahnung mit dem DAZN-Streamingangebot, das die Tour de France in voller Länge überträgt; wer beides nutzt, hat Wette und Rennen auf demselben Bildschirm. Die Quoten liegen im Mittelfeld, die Wettsteuer wird durchgereicht. Für DAZN-Kunden, die ohnehin ein Abo haben, ist DAZN Bet die naheliegende Wahl; für Wettende ohne DAZN-Abo ist der Mehrwert gegenüber anderen Anbietern kleiner.

Winamax: der Herausforderer mit der Quotenstudie

Winamax ist seit Juni 2021 auf der GGL-Whitelist, Erlaubnisinhaber ist die WINAMAX (Société anonyme). Der Anbieter bewirbt sich im Footer mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Für Radsport gilt: Das Wettprogramm ist breit, die Quoten liegen nach eigener Messung über dem Marktdurchschnitt, und die Wettsteuer schluckt der Anbieter. Wer die Wettsteuer nicht selbst tragen will, bekommt hier einen konkreten Vorteil, der sich auf den Gewinn auswirkt. Der Haken: Die Odoxa-Studie misst Fußball, Tennis und Handball, nicht Radsport; die Übertragbarkeit ist plausibel, aber nicht garantiert. Für preisbewusste Wettende ist Winamax die erste Adresse, gerade bei kleinen Einsätzen, wo die Wettsteuer prozentual stärker zuschlägt.

Tiptorro: deutscher Anbieter mit deutscher App

Tiptorro ist seit Juni 2021 auf der GGL-Whitelist, Erlaubnisinhaber ist die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die App wird im Apple App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich in der Beschreibung als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL bezeichnet. Das ist die Besonderheit: Tiptorro gehört zu den Anbietern, die ihre GGL-Position offensiv kommunizieren, und das ist ein Vertrauenssignal in einem Markt, in dem die Whitelist nicht jeder Spieler kennt. Das Wettprogramm ist solide, die Quoten liegen im Mittelfeld, die Wettsteuer wird durchgereicht. Für Wettende, die Wert auf einen Anbieter mit transparenter Lizenzkommunikation legen, ist Tiptorro die Wahl.

Bet3000: frische Erlaubnis, klassisches Programm

Bet3000 ist seit April 2026 auf der GGL-Whitelist, Erlaubnisinhaber ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta – die Erstgenehmigung ist also frisch und läuft fünf Jahre. Das Wettprogramm folgt dem klassischen Aufbau mit Gesamtsieger, Etappensieger, Wertungen und Head-to-Head, die App ist funktional, die Quoten liegen im marktüblichen Rahmen. Bet3000 ist die Wahl für Wettende, die einen klassischen Wettanbieter suchen, ohne dass ein bestimmtes Feature den Ausschlag gibt. Der Haken: Eine Erstgenehmigung trägt das gesamte Gewicht der Whitelist-Pflichten, und die ersten Monate unter GGL-Aufsicht sind die Phase, in der die Schutzmechanik scharfgestellt wird. Wer hier spielt, sollte die Bedingungen lesen, gerade zu Einzahlungslimit und Auszahlungsdauer.

Wettarena: Schwester von Bet3000, andere Marke

Wettarena ist seit Oktober 2020 auf der GGL-Whitelist, Erlaubnisinhaber ist ebenfalls die I.B.C. Sportsbetting Limited – dasselbe Unternehmen, das auch hinter Bet3000 steht. Der Unterschied liegt in der Marke und im Auftritt; Wettarena ist die Wahl für Wettende, die das Programmbündel der I.B.C.-Gruppe unter einem anderen Namen nutzen wollen. Die AGB verweisen auf dieselbe Malta-Adresse, die App ist eigenständig, das Wettprogramm ist breit. Wettarena ist eine Alternative für Wettende, die mit der Marke Bet3000 nicht warm werden; technisch sind die Angebote eng verwandt. Für preisbewusste Wettende ist die Frage, ob Wettarena oder Bet3000 die besseren Quoten liefert, nur durch direkten Vergleich am Etappentag zu beantworten.

Interwetten: der österreichische Klassiker im deutschen Markt

Interwetten ist seit November 2020 auf der GGL-Whitelist, Erlaubnisinhaber ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Interwetten gehört zu den älteren Sportwettenmarken im deutschsprachigen Raum und führt ein vollständiges Radsportprogramm mit Gesamtsieger, Etappensieger, Wertungen und Head-to-Head. Die Quoten liegen im Mittelfeld, die App ist funktional, die Wettsteuer wird durchgereicht. Für Wettende, die einen klassischen Anbieter mit langer Marktpräsenz suchen, ist Interwetten die Wahl; der Mehrwert gegenüber jüngeren Anbietern liegt in der Beständigkeit des Programms und in der Breite der angebotenen Märkte, nicht in einem einzelnen Feature.

Wie die zehn Anbieter im Wettbewerb stehen

Die zehn Anbieter verteilen sich nicht gleichmäßig über das, was die Quote hergibt. bet365 und Winamax markieren die obere Kante: bet365 wegen der durchgehend konkurrenzfähigen Quoten und der Programmbreite, Winamax wegen der 0-%-Wettsteuer und der selbsterhobenen Quotenführerschaft. bwin, Interwetten und Betano liegen im stabilen Mittelfeld mit Programmen, die alles Notwendige abdecken, ohne in einem einzelnen Bereich herauszuragen. DAZN Bet, Tiptorro und Betway bringen spezifische Profile mit: DAZN Bet die Verzahnung mit dem Streaming, Tiptorro die transparente Lizenzkommunikation, Betway das ausgereifte Cash-Out-Modell. Bet3000 und Wettarena teilen sich denselben Erlaubnisinhaber und damit dasselbe Rückgrat; sie sind Alternativen innerhalb eines Angebots, nicht zwei voneinander unabhängige Wettbewerber. Wer den günstigsten Preis für eine Quote sucht, vergleicht am Etappentag direkt; wer das vollständigste Programm sucht, landet bei bet365; wer die Wettsteuer nicht tragen will, landet bei Winamax. Die übrigen sind solide, ohne dass ein einzelner Punkt den Ausschlag gibt.

Häufige Fragen zur Tour de France und zu Wetten in Deutschland

Wo kann aus Deutschland auf die Tour de France gewettet werden, und welche Anbieter sind erlaubt?

Erlaubt sind ausschließlich Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain geführt werden. Der Stand 02.10.2026 listet 27 solcher Erlaubnisinhaber; im Überblick oben sind zehn davon aufgeführt, darunter bet365, bwin, Betano, Betway, DAZN Bet, Winamax, Tiptorro, Bet3000, Wettarena und Interwetten. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis, eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan gilt in Deutschland nicht. Wer unsicher ist, schaut direkt in die Whitelist der GGL, die als PDF und online gepflegt wird.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France?

Das Standardprogramm umfasst Gesamtsieger (Gelbes Trikot in Paris), Etappensieger (tagesaktuelle Wette auf den Tagessieger), Punktewertung (Grünes Trikot), Bergwertung (Gepunktetes Trikot) und Head-to-Head-Wetten zwischen zwei Fahrern auf einer Etappe. Spezialmärkte wie Nachwuchswertung, Teamwertung und Ausreißerwetten bieten die meisten Anbieter zusätzlich. Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder das nächste Teilereignis während eines laufenden Rennens erlaubt; Mikromärkte wie „nächster Punkt“ sind im Radsport ohnehin selten relevant, weil Etappen am Stück ausgewertet werden.

Wie wird die Auszahlung aus Einsatz und Quote berechnet?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote; bei 100 € Einsatz und einer Quote von 2,10 sind das 210 € zurück, davon 100 € Einsatz und 110 € Reingewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten; aus drei Quoten von 2,00, 2,00 und 2,00 wird eine Kombiquote von 8,00, aber jede Einzelmarge geht mit in die Kombiquote ein, und die faire Kombiquote läge bei rund 9,12 – der Unterschied ist der Preis der Kombiwette. Zieht der Anbieter die Wettsteuer von 5,03 % vom Einsatz ab, sinkt die Auszahlung entsprechend; Anbieter wie Winamax schlucken die Steuer und schenken den Unterschied.

Was ist bei Livewetten während einer Etappe erlaubt?

Erlaubt sind Wetten auf das Endergebnis der Etappe und auf das nächste Teilereignis während des Rennens, sofern es ein seltenes Teilereignis ist – im Radsport entspricht das in der Regel der Etappenwertung selbst. Mikromärkte auf einzelne Sprints, Bergwertungspunkte oder Ausreißergruppen sind im GGL-Programm nicht zugelassen. Cash Out ist keine GlüStV-Pflicht und keine GGL-Vorgabe, sondern ein Feature, das jeder Anbieter selbst anbietet oder nicht; bet365, bwin, Betano und Betway führen Cash Out im Programm, der angezeigte Wert ist eine Momentaufnahme, nicht die ursprüngliche Quote. Gewinne aus Livewetten werden erst nach dem offiziellen Ende der Etappe ausgezahlt.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer auf Quote und Auszahlung aus?

Die Wettsteuer beträgt nominal 5,3 %, berechnet auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst, also rund 5,03 % des gezahlten Einsatzes. Schuldner ist der Veranstalter; ob er die Steuer an den Kunden weitergibt, entscheidet er selbst. Bei Anbietern, die die Steuer vom Einsatz abziehen, landet auf einem 100-€-Schein nur 94,97 € Wettgrundlage, und der Bruttogewinn fällt entsprechend kleiner aus. Winamax schluckt die Steuer nach eigener Aussage; die übrigen Anbieter im Überblick reichen sie durch. Die Steuer gilt auch für nicht erlaubte Anbieter; eine gezahlte Steuer ist kein Lizenznachweis.

Wie gilt das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Anbieter hinweg?

Das Limit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, additiv über alle GGL-lizenzierten Anbieter, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Wer bei mehreren Anbietern spielt, teilt das Limit unter ihnen auf, nicht on top. Eine Erhöhung ist nur auf Antrag mit Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit möglich, eine Selbsterklärung genügt nicht; die Schwelle liegt bei 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent der aktiven Kundschaft. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen. Anbieter ohne GGL-Erlaubnis sind nicht an LUGAS angeschlossen; das Limit gilt dort nicht, und der Schutzmechanismus greift nicht.

Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterneu»