Wettquoten Europameisterschaft: Marge, Anbieter und EM 2028 im Überblick
Ladevorgang...
Stand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Die Fußball-Europameisterschaft 2026 findet nicht statt. Die letzte EM lief vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland, die nächste beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff. Wer in diesem Jahr nach „Wettquoten Europameisterschaft 2026“ sucht, landet bei Langzeitmärkten auf den nächsten Titelträger, bei Rückblicken auf 2024 und bei Anbietern, die ihre Turnierprogramme erst zur Auslosung der Qualifikation am 6. Dezember 2026 in Belfast vollständig öffnen. Die folgende Übersicht erklärt, was solche Quoten in Deutschland bedeuten, was die Buchmacher-Marge bei einem typischen 1X2-Markt kostet und welche zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis um den Turnier-Einsatz konkurrieren.
Rechtslage: Wer in Deutschland EM-Wetten anbieten darf
In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV) seit dem 1. Juli 2021 die Sportwetten. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV und überwacht den Markt. Die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige verlässliche Test auf eine gültige Erlaubnis; jede dort eingetragene Domain trägt eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis.

Im Stand vom 2. Oktober 2026 listet die Whitelist 30 Einträge: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei weitere, die ausschließlich Pferdewetten veranstalten dürfen. Alle eingetragenen Domains sind .de-Domains, doch eine .de-Endung allein beweist noch keine Erlaubnis. Die Erstgenehmigung läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV); die Whitelist führt nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis geführt wird, nimmt Sportwetten entgegen – andere Erlaubnisse des Inhabers für Automatenspiele, Poker oder Online-Casinospiele berühren das Sportwetten-Angebot nicht.
Was gewettet werden darf, hält § 21 Abs. 1 GlüStV fest: Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses, auf einen Abschnitt davon oder auf Vorfälle innerhalb des Ereignisses, einzeln oder in Kombination. Verboten sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Soziale oder politische Ereignisse sind kein zulässiger Wettgegenstand. E-Sport: Die GGL stellt klar, dass E-Sport nicht als Sport anerkannt ist und Wetten darauf in Deutschland nicht möglich sind. Virtuelle Sportwetten sind rechtlich nicht verankert; zu ihrer Zulässigkeit lässt sich nichts Verlässliches sagen.
Livewetten (§ 21 Abs. 4 GlüStV) sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: zulässig. Nächster Satz im Tennis: zulässig. Nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball: nicht zulässig. Cash Out kennt das Gesetz nicht; die Funktion ist eine freiwillige Leistung des Anbieters. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Einen gesetzlichen Höchsteinsatz pro Wette gibt es im Sportwettenrecht nicht.
Strafrechtlich bleibt das Angebot ohne deutsche Erlaubnis unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV); das Veranstalten kann nach § 284 StGB bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe nach sich ziehen, das Bewerben bis zu einem Jahr. Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel ist nach § 285 StGB ebenfalls bußgeld- oder strafbewehrt, wobei Verfolgungen einzelner Spieler in der Praxis nicht etabliert sind. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten wie Platincasino gewarnt. Für die zivilrechtliche Durchsetzung ist der Fall Tipico relevant: Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert dort mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme dort, wo Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Beides ist keine Garantie auf Rückzahlung im Einzelfall.
Spielerschutz: OASIS, LUGAS und das 1.000-€-Limit
Jedes Turnier erhöht die Werbe- und Wettaktivität, weshalb die Spielerschutzregeln des GlüStV 2021 gerade bei Großereignissen greifen. Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter ist ein Konto mit vollständiger Verifizierung vorgeschrieben (§ 6a GlüStV); vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang spielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung.

Das zentrale Element ist das anbieterübergreifende Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV: Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die Limitdatei von LUGAS. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spielenden eine höhere Grenze festsetzen, bis zu 10.000 €, und für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden sogar bis zu 30.000 €, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit – eine Selbsterklärung genügt nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen auf mehreren Konten ist nach § 6h GlüStV verboten; die Aktivitätsdatei LUGAS prüft, ob ein Konto bereits aktiv ist.
OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Login abgefragt wird. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, ansonsten mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen: Es gibt keine deutsche Sperre und kein anbieterübergreifendes Limit, was den Schutzstandard beim nicht lizenzierten Angebot auf ein Minimum reduziert.
Zahlungen laufen nach § 6b Abs. 4 GlüStV ausschließlich von einem Zahlungskonto, das auf den Namen des Spielenden lautet und bei einem Verpflichteten nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen; das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten Markt heraushält. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen eigenen Bedingungen. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben nach § 6b Abs. 6–7 GlüStV innerhalb von fünf Werktagen gebührenfrei ausgezahlt.
Boni und Gratiswetten: Was eine EM-Aktion wirklich kostet
Der GlüStV 2021 enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt oder Mindestquoten vorschreibt. Was ein Anbieter an Aktionen rund um ein Turnier anbietet, ist allein Sache seiner Geschäftsbedingungen. Werbliche Begriffe wie „risikofreie Wette“, „Gratiswette“ oder „100 % Bonus“ klingen nach Geschenk, sind es aber nicht: Sie stehen unter Umsatzbedingungen, unter einer Mindestquote und unter einer Frist.
Eine Gratiswette zahlt im Erfolgsfall in der Regel nur den Nettogewinn, nicht den Einsatz zurück. Das ist der entscheidende Unterschied zur Cash-Wette: Wer 10 € als Gratiswette zu Quote 3,00 setzt, gewinnt 20 € Netto, nicht 30 € inklusive Einsatz. Eine risikofreie Wette, die als Gratiswette erstattet wird, ist ebenfalls keine Barauszahlung, sondern ein neuer Wettvorgang mit den Regeln der ursprünglichen Aktion. Ein Boosted Odds vergrößert zwar den Auszahlungsbetrag, knüpft ihn aber oft an eine Maximalwette, an einen Markt oder an eine Kombiwette. Accumulator-Versicherungen erstatten bei einem verlorenen Bein eine Gratiswette, nicht den Einsatz. Cashback-Angebote geben einen Prozentsatz der Nettoverluste als Bonus oder Gratiswette zurück und sind in der Regel an dieselben Umsatzanforderungen gebunden wie ein Willkommensbonus.
Was die Seite Werbung verschweigt: Ohne die genauen Zahlen zu kennen, lässt sich der Wert einer Aktion nicht abschätzen. Ein Willkommensbonus mit 5-fachem Umsatz auf den Bonus bei einer Mindestquote von 1,80 verlangt 25 Wetteinsätze zu Quote 1,80 oder mehr, um den Bonus freizuspielen; bei einer 6,2-prozentigen Buchmacher-Marge kostet das im Schnitt 1,55 € pro 10 € Umsatz. Genau diese Rechnung wird in den späteren Anbieterblöcken relevant, weil sie entscheidet, ob eine Aktion den Aufpreis wert ist oder nur Marketing-Lärm.
Werbung für Sportwetten darf in Deutschland nach § 5 Abs. 3 GlüStV nicht unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses im selben Kanal geschaltet werden, keine aktiven Athleten oder Funktionäre zeigen und keine Provision nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz zahlen (§ 5 Abs. 6 GlüStV). Der Werbebann von 6:00 bis 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht Sportwetten. Wer bei einem lizenzierten Anbieter wirbt, muss dort auch die Erlaubnis haben; ein Bonus, der ohne Lizenz beworben wird, fällt unter unerlaubtes Glücksspiel.
Wett-Apps: Dieselben Quoten, dieselben Pflichten
Wett-Apps lizenzierter Anbieter zeigen grundsätzlich dieselben Quoten wie die Webseite, verlangen dieselbe Identitätsprüfung und binden Limits sowie die OASIS-Sperrdatei ein. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten und nennt in der Entwicklerbeschreibung Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die Betway-App dokumentiert einen grün markierten Cash-Out-Knopf unter „Meine Wetten“ mit Anzeige des aktuellen Werts und der Möglichkeit zur Teil- oder Vollauszahlung sowie einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der unter dem Namen Konfigurator+ Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.
Funktional entspricht die App dem Webauftritt: Einzahlungslimit, Verifizierung, Sperrdatei. Praktisch liegen die Unterschiede in Tempo und Push-Benachrichtigungen, in der Fingerspur beim Wettschein und darin, dass Live-Streams auf kleinerem Bildschirm schneller zu Quote-Bewegungen verleiten. Der Kontozugriff erfolgt bei den meisten Anbietern mit denselben Sperr- und Limitmechanismen wie am Desktop, inklusive Panikbutton und der Anzeige des Selbsttests.
Live-Wetten und Cash Out: Was bei einem EM-Spiel erlaubt ist
Live-Wetten sind während eines laufenden EM-Spiels in Deutschland nur eingeschränkt möglich. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV darf während eines laufenden Ereignisses auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten gewettet werden, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: ja. Nächster Satz im Tennis: ja. Nächster Punkt im Tennis: nein. Nächster Korb im Basketball: nein. Kombiwetten, die während des Spiels weitere Märkte einbeziehen, sind dadurch stark eingeschränkt, was den Wettschein im Vergleich zu nicht lizenzierten Anbietern schmaler ausfallen lässt.
Cash Out kennt das Gesetz nicht. Es ist eine Funktion des Anbieters, der dem Spielenden anbietet, eine offene Wette vor dem offiziellen Ende des Ereignisses zu einem vom Anbieter festgelegten Wert ganz oder teilweise auszuzahlen. Der Wert folgt dem aktuellen Spielstand und dem verbleibenden Risiko; bei einem klaren Vorsprung kann er über dem Einsatz liegen, bei einer Wende darunter. Was viele übersehen: Der Cash-Out-Wert ist eine Offerte, kein Anspruch. Wer Cash Out nutzt, akzeptiert den angezeigten Wert und verzichtet auf den möglichen späteren Gewinn; was vorher als Chance lockte, ist am Ende eine Buchungszeile mit Gewinn oder Verlust.
Buchmacher können Cash Out während eines Spiels aussetzen, etwa nach Toren, bei Systemprüfungen oder bei Verdacht auf Manipulation. Die offizielle Spielabrechnung erfolgt erst nach dem Ende des Ereignisses; eine vorzeitige Auszahlung ist immer eine Kulanz, kein vertraglicher Anspruch.
Wett-Tipps zur EM: Einschätzung bleibt Einschätzung
Wett-Tipps zur Europameisterschaft sind Einschätzungen, keine Vorhersagen. Sie bündeln Kader, Form, Verletzungen und Quote zu einer Wette, die der Anbieter so quotiert hat, dass er auf jedes Ergebnis einen Gewinn macht. Wer einer Empfehlung folgt, übernimmt die Analyse des Empfehlers und das Risiko der Quote, nicht mehr. Langzeitquoten auf den Turniersieger verändern sich mit jedem Spieltag, mit jeder Verletzung und mit jeder Verschiebung im Kader; eine Quote von 8,00 auf einen Außenseiter heute kann nach einem überzeugenden Auftaktspiel auf 3,50 fallen oder nach einer Verletzung des Schlüsselspielers auf 14,00 steigen.
Tippgeber sind kein verlässlicher Filter. Sie arbeiten oft mit Empfehlungen, die für Werbung, Affiliate-Provisionen oder Reichweite gemacht sind, und nicht jede Analyse hält einer Prüfung stand. Wer trotzdem auf Tipps setzt, sollte prüfen, ob der Tippgeber Bilanz und Trefferquote offenlegt, ob die Trefferquote über mehrere Saisons und nicht nur über eine Glückssträhne berechnet ist, und ob die Quoten genannt werden, zu denen tatsächlich gewettet wurde. Eine Trefferquote ohne Quote ist wertlos, weil sie nicht zeigt, ob die Treffer die verlorenen Wetten finanziert haben.
Rekordtorschütze der Europameisterschaftsgeschichte ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren; bei der EM 2024 erzielten sechs Spieler je drei Tore – Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz –, und Spanien holte im Finale am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin mit einem 2:1 gegen England den vierten Titel. Solche Zahlen rahmen die Quoten, sie sagen nichts über die nächste Auflage.
Wettquoten lesen: Marge, implizite Wahrscheinlichkeit und das Beispiel 1X2
Eine Wettquote ist mehr als ein Auszahlungsfaktor. In ihr steckt die implizite Wahrscheinlichkeit, mit der der Anbieter das Ereignis einschätzt, und die Marge, die er auf diesem Markt einbehält. Die Rechnung ist einfach: 1 geteilt durch die Quote ergibt die Auszahlungsquote dieses Ergebnisses. Bei einer 1X2-Wette mit drei möglichen Ausgängen addieren sich die drei Auszahlungsquoten zu weniger als 100 Prozent, und genau dieser Rest ist die Marge des Anbieters.
Für ein durchschnittliches 1X2-Marktbild mit den Quoten 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Unentschieden und 3,60 für den Auswärtssieg ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). 1/2,10 = 0,4762, 1/3,40 = 0,2941, 1/3,60 = 0,2778, in der Summe 1,0481, also 1 ÷ 1,0481 ≈ 0,9540 oder 95,4 Prozent. Die Marge des Anbieters liegt damit bei rund 4,6 Prozent, mit anderen Worten: Von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, wandert etwa 4,6 Cent in die Tasche des Anbieters, 95,4 Cent werden als Gewinne ausgezahlt. In der Praxis schwankt der Wert je nach Markt und Anbieter: Bei Top-Spielen mit hohem Wettvolumen liegt die Marge typischerweise zwischen 2 und 5 Prozent, bei Nischenmärkten deutlich höher; bei Langzeitmärkten auf den Turniersieger sind 15 bis 30 Prozent keine Seltenheit, weil der Anbieter das Risiko über Monate trägt.
Wer den Buchmacher schlagen will, muss die Marge aus den Quoten herausrechnen, bevor er seine eigene Wahrscheinlichkeit gegen die implizite Wahrscheinlichkeit des Markts stellt. Eine Quote von 2,10 ohne Marge würde 47,6 Prozent entsprechen, mit der 4,6-Prozent-Marge dieses Beispiels liegt die echte Wahrscheinlichkeit des Markts bei etwa 45,4 Prozent. Wer glaubt, dass die echte Wahrscheinlichkeit bei 50 Prozent liegt, hat einen Wert von 0,50 ÷ 0,454 ≈ 1,10 – die Quote ist einen Tick zu niedrig. Das ist der Mechanismus, der aus „die Quote sieht gut aus“ eine prüfbare Aussage macht.
Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine, aber auch die Margen. Drei Beine mit je 5 Prozent Marge ergeben zusammen nicht 5, sondern etwa 14 Prozent Marge; sechs Beine landen schnell bei 30 Prozent. Der kombinierte Gewinn wird größer, der Vorteil des Anbieters auch.
Spielplan und Turnierformat: Was die EM 2028 öffnen wird
Die EM 2028 ist das Turnier, auf das sich die Langzeitmärkte beziehen. Sie wird mit 24 Mannschaften vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen. Das Eröffnungsspiel findet am 9. Juni 2028 in Cardiff statt, das Finale steigt am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion. Gespielt wird in sechs Vierergruppen, das Achtelfinale läuft vom 24. bis 27. Juni, das Viertelfinale am 30. Juni und 1. Juli, das Halbfinale am 4. und 5. Juli, das Finale am 9. Juli 2028. Ein Spiel um Platz 3 gibt es nicht. Bei der EM 2024 in Deutschland waren ebenfalls 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen am Start, insgesamt 51 Spiele, die Zuschauerzahl lag bei 2.681.288.
Die Qualifikation für 2028 wird in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams ausgespielt. Die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt, die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast. Erst nach dieser Auslosung steht fest, welche Mannschaften in welchen Gruppen spielen, und damit eröffnen die Anbieter in der Regel ihre Langzeit- und Gruppenmärkte. Bis dahin bewegen sich die Quoten auf wenige Favoriten, die ohnehin für jedes große Turnier gesetzt sind, und auf einen großen Rest, der mit jeder Auslosung neu bewertet wird.
Rekordsieger der Europameisterschaft ist Spanien mit vier Titeln (1964, 2008, 2012, 2024); Deutschland gewann drei (1972, 1980, 1996). Die erste EM fand 1960 statt; seit 2016 spielen 24 Mannschaften, von 1996 bis 2012 waren es 16. Veranstalter ist die UEFA, das Turnier findet alle vier Jahre statt.
Vergleich der zehn lizenzierten Anbieter
Die folgende Tabelle ordnet zehn Anbieter ein, die zum Stand 2. Oktober 2026 auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Tabelle zeigt den Inhaber der Erlaubnis, den Whitelist-Status und das Datum der Ersterlaubnis; das Enddatum führt die Whitelist nicht.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Inhaber der Erlaubnis | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| Betano | Whitelist-Eintrag | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| Betway | Whitelist-Eintrag | Betway Limited | 09.03.2021 |
| bwin | Whitelist-Eintrag | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | Whitelist-Eintrag | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| bpremium | Whitelist-Eintrag | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| bet365 | Whitelist-Eintrag | Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Whitelist-Eintrag | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| Bet3000 | Whitelist-Eintrag | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
Eine Erstgenehmigung läuft fünf Jahre, eine Folgeerlaubnis verlängert den Zeitraum; die Whitelist führt nur das Datum der Ausstellung. Die zwölf Jahre 2020/2021 stellen den ersten Genehmigungswelle, Bet3000 ist mit April 2026 der jüngste Neueintrag und steht als einziger Anbieter ohne dokumentierte Folgeerlaubnis in der Liste. DAZN Bet ist mit August 2023 der späteste Erstgenehmigte in dieser Reihe.
Betano – App-Ökosystem mit Live-Streaming und Bet Builder
Betano wird in Deutschland von der Betkick Sportsbetting Limited betrieben; die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis für Betano.de mit Erstausstellung 19.02.2021 und Folgeerlaubnis 16.12.2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ bewirbt in der App-Store-Beschreibung Bet Builder zur Kombination mehrerer Märkte eines Spiels, Cash Out sowie Live-Streaming von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die App-Architektur trägt damit über die deutsche Erlaubnis hinaus die Reichweite eines internationalen Anbieters, was sich im Wettprogramm und in den Sondermärkten niederschlägt. Wer ein Turnier wie die EM vor allem über mobile Endgeräte verfolgt, findet hier eine durchgängige Pipeline von der Wettauswahl über den Livestream bis zur vorzeitigen Auszahlung.
Betway – Konfigurator und Cash-Out-Schalter
Betway tritt in Deutschland mit der Betway Limited auf; die Erstgenehmigung datiert auf den 09.03.2021, die Folgeerlaubnis auf den 23.12.2022. Die App-Beschreibung im App Store dokumentiert den Cash-Out-Knopf unter „Meine Wetten“ mit Anzeige des Werts und der Möglichkeit zur Teil- oder Vollauszahlung. Ergänzend gibt es einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Die Konfigurator-Funktion bringt für EM-Spieltage einen Mehrwert, weil sie über das einzelne Spiel hinausgeht und sich für mehrtägige Wettscheine mit niedrigerer Gesamtmarge eignet als klassische Kombiwetten.
bwin – Historisches Markenprofil und lange Whitelist-Präsenz
bwin gehört zur bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta; die Whitelist führt die Erstgenehmigung vom 09.10.2020 und die Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Die Marke gehört zu den ältesten Sportwetten-Anbietern im europäischen Markt und bringt ein entsprechend breites Wettprogramm mit. Auf der Whitelist zählt bwin zu den frühesten Einträgen der Genehmigungswelle 2020. Wer auf Marken mit langer europäischer Historie setzt, findet hier einen Anbieter, dessen Quotenstruktur über viele Saisons dokumentiert ist.
DAZN Bet – Später Start, Sport-Streaming im Verbund
DAZN Bet läuft über die DZBT Operations Limited; die GGL-Erlaubnis für DAZN Bet datiert auf den 22.08.2023 und ist damit die jüngste Erstgenehmigung der früh lizenzierten Anbieter in dieser Liste. Die Marke ist eng an den Streaming-Dienst DAZN gebunden, was sich im Live-Programm und in ergänzenden Inhalten niederschlägt. Die vergleichsweise späte Lizenzierung bedeutet nicht, dass das Wettprogramm schmaler wäre; sie spiegelt den Markteintritt nach der ersten Welle. Für EM-Turniere, bei denen Live-Streams und Wettmärkte Hand in Hand laufen, ist das ein Argument.
NEO.bet – Frühe Erlaubnis, deutsche Wurzeln
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben; die Whitelist-Erlaubnis für NEO.bet datiert auf den 09.10.2020, die Folgeerlaubnis auf den 22.12.2022. Die Marke positioniert sich als Anbieter mit deutschem Hintergrund und setzt im Wettprogramm auf Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey. Wer einen Anbieter mit Erstlizenz aus der ersten Welle sucht, findet hier ein vergleichsweise junges Profil mit deutscher Markenführung.
bpremium – Ladbrokes-Backend mit deutschem Frontend
Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Gzira, Malta, eingetragen unter der Registernummer C92799. Die Erstgenehmigung der GGL datiert auf den 09.10.2020, die Folgeerlaubnis auf den 21.12.2022. Die Marke bpremium ist die deutsche Ausprägung der Ladbrokes-Gruppe, deren internationale Erfahrung in das Wettprogramm einfließt. Für EM-Märkte bringt das die typische Vorlage einer internationalen Wettplattform: vorzeitige Auszahlung, Quotenboosts auf ausgewählte Spiele und ein breites Angebot an Spezialwetten.
bet365 – Tiefstes Wettprogramm mit langer Lizenzhistorie
bet365 wird in Deutschland über die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta geführt; die GGL-Erstgenehmigung für Bet365.de datiert auf den 09.10.2020, die Folgeerlaubnis auf den 27.12.2022. Die Marke gilt als einer der Anbieter mit dem breitesten Wettprogramm weltweit und ist auf der Whitelist in der ersten Welle 2020 vertreten. Für EM-Spieltage bedeutet das in der Regel ein Programm mit Sondermärkten, die bei kleineren Anbietern fehlen, sowie ein Quotenniveau, das im Spitzenfeld liegt. Wer Wert auf Tiefe legt, kommt um bet365 kaum herum.
bet-at-home – Erste Welle mit zusätzlichen Erlaubnissen
bet-at-home wird von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben; die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis für bet-at-home mit Erstausstellung 02.11.2020 und Folgeerlaubnis 22.12.2022 sowie eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 28.12.2022. Die zusätzliche Erlaubnis zeigt, dass der Inhaber mehrere Segmente unter dem GlüStV bedient; für die Sportwette selbst ändert das nichts. Im Wettprogramm ist bet-at-home als breit aufgestellter Anbieter bekannt, der im Fußballmarkt regelmäßig mit den großen Marken konkurriert.
Winamax – „Beste Quote“ mit Quellenangabe
Winamax tritt in Deutschland über die WINAMAX (Société anonyme) auf; die Erstgenehmigung der GGL datiert auf den 29.06.2021, die Folgeerlaubnis auf den 08.12.2022. Der Anbieter bewirbt im Footer seiner Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, in der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine konkrete Datenbasis, die sich nachprüfen lässt. Wer eine Marke sucht, die ihre Quotenführerschaft empirisch belegt, findet hier einen Anbieter mit transparenter Methodik. Winamax TV bietet im eigenen Kundenkonto Live-Streams aus LaLiga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL.
Bet3000 – Jüngster Neueintrag ohne dokumentierte Folgeerlaubnis
Bet3000 wird in Deutschland über die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta betrieben; die GGL-Erlaubnis für Bet3000.de ist mit dem Erstdatum 22. April 2026 eingetragen. Damit ist Bet3000 der jüngste Neueintrag in dieser Liste, ohne dass die Whitelist zum Stand 2. Oktober 2026 eine Folgeerlaubnis führt. Die Marke ist im deutschen Markt traditionell mit dem stationären Wettgeschäft verbunden, was sich im Online-Auftritt in einer eher nüchternen Aufmachung niederschlägt. Wer einen Anbieter mit frischer Lizenz und ohne Altlasten sucht, findet hier einen klaren Fall; wer eine möglichst breite Folgeerlaubnis-Historie erwartet, schaut auf einen der älteren Einträge.
Überblick: Was die Seite zusammenhält
Wer nach „Wettquoten Europameisterschaft 2026“ sucht, sucht in den meisten Fällen nach Langzeitmärkten auf den nächsten Turniersieger, nach einer Einordnung der Anbieter und nach der Frage, ob das Angebot überhaupt legal ist. Drei Punkte greifen ineinander: Die Quoten auf den Titelträger enthalten eine Marge, die im Schnitt zwischen 15 und 30 Prozent liegt und damit deutlich über der 1X2-Marge eines einzelnen Spiels; die deutsche Erlaubnis entscheidet, ob das Angebot überhaupt zulässig ist; die Spielerschutzregeln begrenzen, was ein Spielender überhaupt riskieren kann.
Die Buchmacher-Marge ist die stille Konstante jeder Wette. Bei einem 1X2-Markt mit 2,10 / 3,40 / 3,60 ergibt sich rechnerisch eine Auszahlungsquote von rund 95,4 Prozent, was die Marge des Anbieters auf etwa 4,6 Prozent setzt. Bei Langzeitmärkten auf den Turniersieger ist der Wert höher, weil das Risiko über Monate getragen wird; bei Nischenmärkten ebenfalls. Wer Quoten vergleicht, vergleicht Margen.
Die GGL-Whitelist ist der Lackmustest. Zehn Anbieter in dieser Liste führen eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis, drei davon sind mit Erstausstellung im Oktober 2020 die frühesten Lizenznehmer (bwin, NEO.bet, bpremium, bet365; bet-at-home folgte im November 2020). Wer außerhalb dieser Liste wettet, spielt ohne OASIS, ohne LUGAS und ohne die 1.000-€-Standardschranke – was den Markt öffnet, aber den Schutzstandard auf das Minimum reduziert.
Die nächste EM beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff. Bis dahin sind die Langzeitmärkte in Bewegung, die Qualifikationsauslosung am 6. Dezember 2026 in Belfast setzt den nächsten Anker, und die Anbieter öffnen ihre Märkte üblicherweise nach der Auslosung. Wer vorher wetten will, lässt die Quote gegen sich arbeiten.
Häufige Fragen
Findet in diesem Jahr eine Fußball-Europameisterschaft statt?
Nein, in diesem Jahr findet keine Fußball-Europameisterschaft statt. Die letzte EM lief vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland mit 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen, Spanien besiegte England im Finale am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin mit 2:1 und holte den vierten Titel. Die nächste EM beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff und endet mit dem Endspiel im Londoner Wembley-Stadion. Wer in diesem Jahr nach „Wettquoten Europameisterschaft 2026“ sucht, bezieht sich auf die kommende Auflage.
Wo wird die EM 2028 ausgetragen und wie ist der Turnierplan aufgebaut?
Die EM 2028 wird in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen. Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, Finale am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion. Gespielt wird in sechs Vierergruppen, danach folgen Achtelfinale (24. bis 27. Juni), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli) und Finale, ein Spiel um Platz 3 entfällt. Die Qualifikationsauslosung findet am 6. Dezember 2026 in Belfast statt.
Wie lassen sich Langzeitquoten auf den Europameister lesen?
Eine Langzeitquote enthält die implizite Wahrscheinlichkeit des Anbieters und seine Marge, die je nach Markt und Anbieter meistens zwischen 15 und 30 Prozent liegt. Wer 8,00 auf einen Außenseiter sieht, gewinnt im Erfolgsfall das Achtfache des Einsatzes, aber die Marge dieses Markts ist deutlich höher als beim einzelnen Spiel. Die Quote verändert sich mit jedem Spieltag, jeder Verletzung und jeder Verschiebung im Kader, weshalb Langzeitwetten vor allem ein Ausdruck der eigenen Erwartung sind.
Wer gewann die EM 2024 und was lässt sich daraus für Favoritenquoten ableiten?
Spanien gewann die EM 2024 durch ein 2:1 gegen England am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin und holte damit den vierten Titel; Rekordsieger bleibt Spanien mit vier Titeln vor Deutschland mit drei (1972, 1980, 1996). Sechs Spieler erzielten je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Die Favoritenquoten auf das nächste Turnier spiegeln die Kaderstärke und die jüngste Form; ein Titelgewinn ist kein zuverlässiger Prädiktor für die nächste Auflage, weil Verletzungen, Trainerwechsel und Qualifikationsgruppen den Wert einer Quote verändern.
Welche Livewetten sind bei Turnierspielen in Deutschland erlaubt?
Während eines laufenden EM-Spiels sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur Wetten auf das Endergebnis sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ist erlaubt, nächster Satz im Tennis ist erlaubt; nächster Punkt im Tennis, nächster Korb im Basketball oder andere häufige Ereignisse sind verboten. Cash Out ist keine Frage des Gesetzes, sondern eine freiwillige Funktion des Anbieters, die vor dem offiziellen Spielende eine vorzeitige Auszahlung anbietet.
Woran lässt sich erkennen, ob ein Wettanbieter für die EM eine deutsche Erlaubnis hat?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ist der einzige verlässliche Test; sie listet unter § 9 Abs. 8 GlüStV die Inhaber einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis mit Domain und Genehmigungsdatum. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis, und eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Geltung. Wer auf der Whitelist steht, unterliegt OASIS, LUGAS, dem 1.000-€-Standardlimit und der Pflicht zur Verifizierung vor Auszahlung; wer nicht auf der Whitelist steht, fällt unter unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV.
Turniere – wettanbieterneu
Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterneu»
