Online auf Tischtennis wetten 2026: Anbieter, Quoten, was es kostet

Updated Oktober 2026
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Wer in Deutschland Tischtennis online wetten will, hat mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 eine eng gezogene Spielwiese: Nur Anbieter mit Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) dürfen hier Sportwetten anbieten, Amateur- und Minderjährigen-Wettbewerbe sind ausgeschlossen, und Live-Wetten sind während eines laufenden Spiels auf das Endergebnis oder wenige Ausnahmen beschränkt. Diese Seite geht den Weg, den ein Leser mit einem Zehn-Euro-Schein geht: Was steht auf dem Wettschein, was kostet die Wettsteuer, wie viel hält der Buchmacher von jeder Wette zurück, und was ändert sich daran, wenn der Satz 10:10 steht.

Eine Tischtennishalle aus erhöhter Perspektive mit mehreren blauen Tischen in Reihen unter gedämpftem Hallenlicht, ohne Personen.
Tischtennis ist seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul olympisch; weitere große Wettbewerbe sind Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, der World Cup und die World Tour Grand Finals.

Datenstand: Oktober 16, 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026).

Rechtslage: Wer in Deutschland Tischtennis-Wetten anbieten darf

Seit dem 1. Juli 2021 regelt der neue Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) bundesweit, wer in Deutschland Sportwetten im Internet veranstalten oder vermitteln darf. Die zentrale Stelle ist die GGL in Halle (Saale); sie erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht den Markt und kann Bußgelder verhängen (§ 28a). Wer eine Erlaubnis hat, steht auf der amtlichen Whitelist nach § 9 Abs. 8 – sie ist der einzige Test, der zählt, und ihr aktueller Stand vom 2. Oktober 2026 listet 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) sowie drei reine Pferdewetten-Veranstalter.

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einer polierten Tischplatte, dahinter eine unscharfe Bücherwand.
Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht.

Die Whitelist führt für jeden Eintrag eine Domain – und ausschließlich diese Domain darf Sportwetten entgegennehmen. Eine .de-Endung allein beweist nichts, eine maltesische oder curaçaoische Lizenz ebenfalls nicht: Sie gilt in Deutschland nicht. Wer ohne deutsche Erlaubnis hier Sportwetten anbietet, macht sich wegen unerlaubten Glücksspiels strafbar (§ 4 Abs. 1 GlüStV), und die GGL hat bereits konkrete Plattformen öffentlich benannt. Am 17. September 2026 warnte die Behörde Verbraucher ausdrücklich vor Angeboten „wie etwa Platincasino“, das in einem Verfahren mit beschlagnahmten Vermögenswerten in Milliardenhöhe in Erscheinung trat. Wer dort spielt, hat weder einen Anspruch auf Auszahlung noch auf den Schutz der deutschen Sperrdatei.

Wettsteuer: 5,3 % – aber nicht vom Einsatz

Die Sportwettensteuer richtet sich nach §§ 16-25 RennwLottG und beträgt 5,3 % einer Bemessungsgrundlage, die bereits um die Steuer selbst bereinigt ist. Praktisch bedeutet das: Wer 100 € einzahlt, trägt rund 5,03 € Steuer (5,3 / 105,3), der Anbieter führt sie ans Finanzamt ab. Schuldner ist nach § 19 der Veranstalter, nicht der Spieler – ob und wie der Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, entscheidet er selbst. Manche Buchmacher ziehen sie vom Einsatz ab, manche schlagen sie auf die Quote drauf, manche übernehmen sie für den Kunden.

Ein weißer Ball liegt in Nahaufnahme auf der Netzkante einer Tischtennisplatte, daneben zwei Holzschläger mit rotem und schwarzem Belag.
Im Tischtennis endet ein Satz, wenn ein Spieler 11 Punkte erreicht und mit mindestens 2 Punkten Vorsprung führt; bei 10:10 wird verlängert, bis ein Spieler 2 Punkte Vorsprung hat.

Eine Sache gerät in der Werbung regelmäßig durcheinander: 5,3 % vom Einsatz ist nicht dasselbe wie 5,3 % der Bemessungsgrundlage. Die Differenz ist klein, aber sie ist da, und sie wird in der Diskussion über „die besten Quoten“ oft übergangen. Die Sportwettensteuer schuldet übrigens auch, wer keine deutsche Erlaubnis hat – dass ein Anbieter Steuern abführt, ist kein Beleg für eine Lizenz.

Schutzregeln: Was jeder lizenzierte Anbieter einhalten muss

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 hat den Spielerschutz in den Mittelpunkt gerückt. Sechs Regeln greifen bei jedem Whitelist-Anbieter identisch, und sie greifen unabhängig davon, ob ein Leser bei Interwetten, Tipico oder LeoVegas spielt.

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, ist an keiner dieser Stellen angebunden: kein OASIS, kein LUGAS, keine Auszahlung über ein insolvenzgeschütztes Treuhandkonto, keine Auszahlung binnen fünf Werktagen nach Kontoschließung (§ 6b Abs. 6-7). Die Werbung dieser Anbieter verspricht höhere Limits und schnellere Auszahlung – sie verschweigt, dass der Rechtsschutz fehlt. Zahlungen müssen zudem von einem Konto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut kommen, anonyme Mittel und Kryptowährungen sind tabu (§ 6b Abs. 4).

Prognose und Strategie: Was eine Tischtennis-Vorhersage leisten kann und was nicht

Tischtennis ist eine der wenigen Sportarten, in denen sich binnen Stunden Dutzende Spiele entscheiden. Die Welttour, Challenger-Serien, nationale Ligen und Qualifikationsturniere füllen den Spielplan das ganze Jahr über. Eine Prognose baut im Kern auf vier Bausteinen: aktuelle Form, direkte Duelle, Tagesform und der Verlauf der bisherigen Sätze im aktuellen Match.

Formkurven sind im Tischtennis kürzer als im Fußball. Ein Spieler kann innerhalb einer Woche deutlich auf oder ab steigen, ohne dass es in der Weltrangliste sofort sichtbar wird. Direkte Duelle haben mehr Aussagekraft als in vielen anderen Sportarten, weil das Spiel stark von Spielstil, Aufschlag- und Return-Mustern abhängt – ein Spieler, der einen anderen „lesen“ kann, hat auch beim dritten Aufeinandertreffen noch einen strukturellen Vorteil. Die Tagesform entscheidet häufig über den ersten Satz, und der erste Satz entscheidet häufig über den Rest: Wer ihn verliert, gewinnt das Match im Best-of-five nur in etwa 30 % der Fälle.

Daraus ergibt sich, was eine Value-Wette von einem Bauchgefühl unterscheidet. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die vom Buchmacher angebotene Quote höher ist als die faire Quote, die sich aus der eigenen Wahrscheinlichkeitseinschätzung ergibt. Beispiel: Wer einem Spieler 60 % Siegchance gibt, müsste bei fairer Bewertung eine Quote von 1,67 oder höher sehen, damit die Wette langfristig einen positiven Erwartungswert hat. Liegt die tatsächliche Quote bei 1,90, ist das ein Value. Liegt sie bei 1,40, ist es trotz der subjektiv hohen Siegchance kein Value – die Marge des Buchmachers frisst den Vorteil auf.

Was eine Prognose nicht leisten kann: Sie kann das Ergebnis nicht vorhersagen. Wer eine Tippseite nutzt, um „sichere Wetten“ zu kaufen, kauft eine Meinung – mehr nicht. Die Anbieter auf der Whitelist veröffentlichen keine Tipps, und kein noch so plausibler Hinweis auf Form, Belag oder Tabellenstand macht aus einer 60 %-Chance eine 100 %-Chance. Wer auf Tischtennis wettet, wettet gegen eine Marge, die der Buchmacher in jede Quote eingepreist hat, und gegen die Möglichkeit, dass ein Spieler an einem schlechten Tag verliert.

Sport und Wettmärkte: Welche Spiele überhaupt auf dem Wettschein stehen

Tischtennis ist seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul olympisch, der Weltverband ITTF wurde 1926 in Berlin gegründet, und der Spielplan des Profi-Tischtennis füllt das Jahr: Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, World Cup, World Tour Grand Finals, die WTT-Serien und Challenger-Turniere, nationale Ligen und Pokalwettbewerbe.

Der Wettschein eines lizenzierten deutschen Anbieters enthält davon nur einen Ausschnitt. Welche Spiele angeboten werden, hängt davon ab, ob die Veranstalter – also WTT, ITTF, die nationalen Verbände – ihre Rechte an den Daten und Übertragungen freigeben, und ob die GGL den Wetttyp genehmigt. Da Amateurspiele und Wettbewerbe mit überwiegend Minderjährigen ausgeschlossen sind, bleibt das Angebot schmaler als bei einem Buchmacher, der an die deutschen Regeln nicht gebunden ist.

Wie ein Tischtennis-Spiel funktioniert

Wer auf Satzwetten, Handicap oder „Sieg nach Sätzen“ wetten will, braucht die Grundregeln. Ein Satz endet, sobald ein Spieler 11 Punkte erreicht und mit mindestens zwei Punkten Vorsprung führt. Steht es 10:10, wird weitergespielt, bis einer zwei Punkte vorne liegt – ein Satz kann theoretisch beliebig lang werden, in der Praxis entscheidet er sich meist bei 12:10, 13:11 oder 14:12. Aufschlagwechsel erfolgen nach jeweils zwei Punkten, ab 10:10 nach jedem Punkt; im letzten Satz wird die Seite gewechselt, sobald ein Spieler 5 Punkte hat.

Ein Punktspiel wird im Modus Best of five ausgetragen, also über drei Gewinnsätze; bei großen Turnieren wie Weltmeisterschaften und Olympia wird Best of seven gespielt. Bis 2001 wurde bis 21 Punkte gespielt, der Plastikball ersetzte den Zelluloidball ab 2014, und seit dem 1. Januar 2018 werden nur noch Kunststoffbälle produziert. Die Platte ist 2,74 m lang und 1,525 m breit, das Netz 15,25 cm hoch, der Ball 40 mm im Durchmesser und 2,7 g schwer. Wer das im Kopf hat, liest Satzwetten und Handicaps schneller.

Welche Wettmärkte typischerweise angeboten werden

Die Standardmärkte sind bei den meisten Anbietern ähnlich aufgebaut: Sieger des Matches, Satzwetten, Handicaps, Gesamtzahl der Sätze (Over/Under), gelegentlich Punktwetten innerhalb eines Satzes. Was davon auf dem Schein steht, hängt vom Anbieter und vom jeweiligen Spiel ab. In der Tiefe unterscheiden sich die Bücher: Manche listen Welttour-Matches schon Tage im Voraus, andere konzentrieren sich auf das, was an einem Tag live geht. Wer ein bestimmtes Match sucht, prüft das Wettprogramm des Anbieters, nicht eine allgemeine Liste.

Was die Quote über den Buchmacher verrät

Die Quote, die der Anbieter anzeigt, ist das, was die Wette wirklich kostet. Sie enthält zwei Komponenten: die faire Bewertung des Spiels und die Marge, die der Buchmacher einbehält. Die Marge berechnet sich aus der Auszahlungsquote (Quotenschlüssel) – dem Anteil aller Einsätze, der im Mittel wieder ausgeschüttet wird. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1,90 ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 / (1/1,90 + 1/1,90) = 1 / (2 × 0,5263) = 1 / 1,0526 = 0,95, also 95 %. Die Marge beträgt damit 100 % − 95 % = 5 %.

Auf fünf Prozent Marge kommt man bei ausgeglichenen Zwei-Wege-Märkten mit 1,90/1,90. Bei 1,85/1,85 liegt die Marge bei rund 8,1 %, bei 1,80/1,80 sind es rund 11,1 %. Je höher die Quoten, desto niedriger die Marge – und desto mehr bleibt langfristig vom Einsatz. Das gilt für jedes Marktformat: Bei Drei-Wege-Märkten (1/X/2) ist die Marge systematisch höher, weil der Buchmacher einen weiteren Ausgang mit einpreist. Die Marge eines Marktes ist nicht die Marge eines anderen: Wer auf 1X2 vergleicht, vergleicht nicht den Buchmacher, der die niedrigere Marge auf Handicaps hat.

Was die Quote nicht verrät: das individuelle Risiko. Eine 5 %-Marge auf einem ausgeglichenen Markt ist nicht dasselbe wie eine 5 %-Marge auf einem Markt, in dem ein Spieler klar favorisiert ist. Im zweiten Fall enthält die Quote eine größere Sicherheitsmarge des Buchmachers gegenüber dem favorisierten Spieler, weil der Buchmacher sich gegen einseitige Wetten auf den Außenseiter schützt. Wer Quoten vergleicht, vergleicht sie am besten für genau den Markt, auf dem er wetten will – und mit dem Wissen, dass eine niedrige Marge eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für eine gute Wette ist.

Zehn Anbieter im Vergleich: Was sie haben und was sie kosten

Die folgenden zehn Anbieter halten nach der Whitelist der GGL (Stand 2. Oktober 2026) eine Sportwetten-Erlaubnis für ihre jeweilige Domain und sind deshalb in Deutschland legal. Die Tabelle zeigt, wer hinter der Domain steht, wann die Erlaubnis erstmalig erteilt wurde und welche Folgeerlaubnisse ergänzt wurden. Die Reihenfolge ist nicht die eines Rankings; die Bewertung der einzelnen Profile steht jeweils darunter.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Inhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Interwetten Whitelist-Eintrag für Interwetten.de; Inhaber Interwetten Gaming Limited 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)
VBet Whitelist-Eintrag für Vbet.de; Inhaber SCGO Limited 05.12.2023
bet365 Whitelist-Eintrag für Bet365.de; Inhaber Hillside (Europe) ENC 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)
Tipwin Whitelist-Eintrag für Tipwin.de; Inhaber Tipwin Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnisse 27.12.2022 und 09.01.2024)
Betway Whitelist-Eintrag für Betway.de; Inhaber Betway Limited 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
MERKUR BETS Whitelist-Eintrag für MERKUR BETS; Inhaber Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Tipico Whitelist-Eintrag für Tipico.de; Inhaber Tipico Co. Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022)
AdmiralBet Whitelist-Eintrag für Admiralbet.de; Inhaber Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024)
NEO.bet Whitelist-Eintrag für NEO.bet; Inhaber Greenvest Betting Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
LeoVegas Whitelist-Eintrag für Leovegas.de; Inhaber LVSports Limited 21.10.2024

Interwetten – breites Wettprogramm, überschaubares Risiko

Interwetten zählt zu den ältesten Namen der Branche und ist seit dem 2. November 2020 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist. Der österreichische Anbieter steht für ein breit aufgestelltes Wettprogramm mit Schwerpunkt auf europäischen Sportarten, und wer Tischtennis sucht, findet hier in der Regel die WTT- und Challenger-Spiele der laufenden Woche.

Was Interwetten von vielen Mitbewerbern unterscheidet, ist die Beständigkeit des Angebots: Die Plattform ist nicht auf eine Nische zugeschnitten, sondern versucht, viele Sportarten parallel abzudecken. Für Leser, die nicht nur Tischtennis, sondern auch Fußball, Tennis und Eishockey spielen, ist das ein praktischer Vorteil, weil das eine Konto für mehrere Märkte reicht. Der Nachteil: Wer ein Spezialbuchmacher für Tischtennis sucht, wird hier nicht unbedingt fündig – das Programm ist breit, aber nicht in die Tiefe gebaut.

VBet – die osteuropäische Nische mit deutscher Lizenz

VBet ist seit dem 5. Dezember 2023 auf der Whitelist und wird in Deutschland über die SCGO Limited betrieben. Der Anbieter kommt aus dem osteuropäischen Raum und hat sich über die Jahre einen Namen in Sportarten gemacht, die im westeuropäischen Mainstream weniger im Rampenlicht stehen – Tischtennis gehört dazu.

Für Tischtennis-Fans ist VBet einer der Anbieter, bei denen die Quoten und das Wettprogramm in diesem Segment am breitesten aufgestellt sind. Wer regelmäßig auf WTT-Turniere, Challenger und nationale Ligen wetten will, hat hier tendenziell mehr Auswahl als bei einem Mainstream-Buchmacher. Wer hingegen ein deutsches Interface mit maximaler Lokalisierung sucht, ist bei Anbietern mit längerer deutscher Historie möglicherweise besser aufgehoben.

bet365 – das größte Wettprogramm, mit Eigenheiten

bet365 ist seit Oktober 2020 als Anbieter auf der Whitelist geführt und wird von der Hillside (Europe) ENC betrieben. Weltweit einer der umsatzstärksten Anbieter, in Deutschland mit einem vollständig regulierten Sportwetten-Angebot.

Der Vorteil von bet365 liegt in der schieren Breite des Wettprogramms: Was Rang und Namen hat, steht hier in der Regel auf dem Wettschein. Die App gehört zu den ausgereiftesten am Markt, und wer Cash Out sucht, findet ihn hier. Was die Marge angeht, liegt bet365 im Mittelfeld – nicht regelmäßig die höchsten Quoten, aber auch nicht die niedrigsten. Für Leser, die ein Konto für alles haben wollen und nicht zwischen Spezialanbietern wechseln möchten, ist bet365 eine praktische Wahl.

Tipwin – Partner des deutschen Basketballs, überschaubarer Auftritt

Tipwin ist seit Oktober 2020 auf der Whitelist und hat seine Sportwetten-Erlaubnis im Januar 2024 zuletzt erneuert bekommen. Der Anbieter ist hierzulande vor allem durch seine Partnerschaft mit dem Deutschen Basketball Bund (DBB) bekannt, die bis Ende 2026 verlängert wurde.

Für Tischtennis-Fans ist Tipwin kein Spezialist, aber ein solider Mainstream-Anbieter. Die Plattform ist schmaler aufgestellt als bet365 oder Interwetten, dafür übersichtlicher. Wer mit wenigen Klicks eine Wette platzieren will, ohne sich durch hunderte Märkte zu klicken, ist hier richtig. Wer die breiteste Auswahl an Tischtennis-Spielen sucht, wird anderswo fündig.

Betway – Konfigurator und Cash Out als Verkaufsargument

Betway ist seit dem 9. März 2021 auf der Whitelist, betrieben von der Betway Limited. Die Plattform bewirbt vor allem zwei Funktionen: den Konfigurator+, mit dem sich Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Wette kombinieren lassen, und den Cash Out, bei dem die laufende Wette vorzeitig ausgewertet werden kann.

Für Tischtennis ist Betway weniger stark aufgestellt als für Fußball oder Tennis, aber die Hauptmärkte sind abgedeckt. Wer auf Kombiwetten aus verschiedenen Partien setzt, findet im Konfigurator+ ein nützliches Werkzeug. Wer hingegen nur einzelne Spiele tippt, braucht es nicht. Der Cash Out ist ein echtes Feature, kein Bonusversprechen – er wird im Wettschein mit einem grünen Symbol angezeigt, sobald der Anbieter einen vorzeitigen Ausstieg anbietet.

MERKUR BETS – deutsche Marke, maltesischer Anbieter

MERKUR BETS ist die Sportwetten-Marke der Gauselmann-Gruppe, in Deutschland betrieben von der Merkur Bets Malta Limited. Auf der Whitelist steht die Domain MERKUR BETS seit dem 6. November 2023.

Die Marke ist im deutschen Offline-Glücksspiel durch die Merkur-Spielhallen fest verankert, was dem Online-Auftritt eine gewisse Vertrautheit gibt. Für Tischtennis-Fans ist MERKUR BETS ein Mainstream-Anbieter ohne besondere Spezialisierung. Wer auf deutsche Bedienoberfläche und einen in Deutschland verwurzelten Markennamen Wert legt, ist hier richtig; wer das breiteste Programm oder die höchsten Quoten sucht, sollte vergleichen.

Tipico – das bekannteste Gesicht, mit Fußball-Schwerpunkt

Tipico ist seit Oktober 2020 auf der Whitelist und ist hierzulande wohl der bekannteste Sportwetten-Anbieter. Die App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten und wirbt mit „Tipico Cashout“ und Live-Wetten auch während des Spiels.

Für Tischtennis ist Tipico kein Spezialist, aber ein zuverlässiger Mainstream-Anbieter mit vollständig deutsch reguliertem Angebot. Das Wettprogramm konzentriert sich auf die WTT-Turniere und die größeren Challenger-Events, weniger auf nationale Ligen. Wer ein Konto für mehrere Sportarten sucht und auf Markenwert setzt, ist hier gut aufgehoben. Aktuell ist Tipico überdies Gegenstand eines Verfahrens vor dem Europäischen Gerichtshof: Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht, und Generalanwalt Nicholas Emiliou hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen. Das Urteil steht noch aus; betroffen ist ein Spieler, der von Tipico mehr als 3.700 € aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurückfordert – ein Verfahren, das in seiner Tragweite weit über Tipico hinausweist, weil es die Frage beantwortet, inwieweit die deutsche Rechtsordnung gegen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis vorgehen kann.

AdmiralBet – österreichische Wurzeln, deutsche Lizenz

AdmiralBet ist seit Oktober 2020 auf der Whitelist, betrieben von der Greentube Betting Malta Limited. Die Marke kommt aus Österreich, wo Admiral schon seit Jahrzehnten im Sportwetten-Geschäft ist.

Für Tischtennis ist AdmiralBet ein Mainstream-Anbieter mit dem üblichen Programm. Wer die österreichische Markenführung gewohnt ist, findet hier eine deutsche Adaption; wer ein anderes Wettprogramm sucht, muss es nicht hier suchen. Wie bei allen Mainstream-Anbietern gilt: Das Programm ist breit, die Spezialisierungstiefe ist begrenzt.

NEO.bet – der Newcomer mit deutschen Wurzeln

NEO.bet ist seit Oktober 2020 auf der Whitelist, betrieben von der Greenvest Betting Limited. Der Anbieter gehört zu den jüngeren Marken am deutschen Markt, mit einem Fokus auf Quotenhöhe und übersichtlicher Bedienung.

Für Tischtennis gilt auch hier: Mainstream-Programm, solide Bedienung, keine Spezialisierung. Wer auf der Suche nach einem unaufgeregten Konto ist, mit dem sich die wichtigsten Märkte abdecken lassen, ist hier richtig. Wer ein Spezialprogramm erwartet, ist falsch.

LeoVegas – der jüngste Neuzugang auf der Whitelist

LeoVegas ist seit dem 21. Oktober 2024 auf der Whitelist, betrieben von der LVSports Limited. Die Marke ist ursprünglich im Casino-Bereich groß geworden und hat in den letzten Jahren den Sportwetten-Bereich aufgebaut.

Für Tischtennis ist LeoVegas ein Anbieter, der das Programm aufbaut, ohne bereits zu den etablierten Namen zu gehören. Das Sportwetten-Angebot tritt hinter das Casino-Angebot zurück, was sich in der Regel in einer schmaleren Auswahl bei Spezialmärkten niederschlägt. Wer ein Konto für viele Sportarten sucht, sollte die Auswahl prüfen, bevor er sich festlegt; wer ohnehin hauptsächlich Casino spielt und Tischtennis als Beimarkt nutzt, hat hier alles aus einer Hand.

Überblick: Was ein Leser vom deutschen Tischtennis-Wettmarkt mitnehmen sollte

Der deutsche Markt für Online-Sportwetten ist 2026 der am stärksten regulierte in Europa. Wer hier spielt, bekommt ein vollständig verifiziertes Konto, ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 €, eine bundesweite Sperrdatei und einen Anbieter, dessen Lizenz er jederzeit auf der Whitelist nachschlagen kann. Was er dafür nicht bekommt, ist ein grenzenloses Wettprogramm: Amateur- und Minderjährigen-Sportarten sind ausgeschlossen, Live-Wetten sind auf das Endergebnis und wenige Ausnahmen beschränkt, und ein großer Teil der internationalen Tischtennis-Landschaft taucht auf dem Wettschein gar nicht auf.

Die entscheidende Frage ist nicht „Wer hat die höchste Quote?“, sondern „Was kostet mich die Wette über das Jahr?“ Eine Marge von 5 % auf einem ausgeglichenen Markt bedeutet, dass von 100 gesetzten Euro im Mittel 5 Euro im Buchmacher-Portfolio bleiben – egal, wer gewinnt. Bei 8 % sind es 8 Euro, bei 11 % sind es 11 Euro. Wer regelmäßig wettet, gibt mit der Marge den größten Posten aus, den er selbst steuern kann. Die Auswahl der Märkte und der Anbieter gehört deshalb zum Spiel, nicht erst die Wette selbst.

Drei Hinweise zum Schluss, weil sie an Stellen wiederkehren, an denen sie leicht übersehen werden: Erstens ist die Whitelist der einzige Test, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat – keine andere Lizenz, keine Selbstdarstellung auf der Anbieter-Seite, keine Anzeige in der Suchmaschine. Zweitens schuldet die Sportwettensteuer der Anbieter, nicht der Spieler; ob sie vom Einsatz abgezogen, auf die Quote geschlagen oder vom Anbieter übernommen wird, entscheidet der Anbieter. Drittens bedeutet eine Value-Wette nicht, dass die Wette gewinnt – sie bedeutet, dass die Quote über dem liegt, was die eigene Einschätzung hergibt. Das ist ein statistischer Vorteil, keine Gewissheit.

Häufige Fragen zum Online-Wetten auf Tischtennis

Welche Anbieter haben in Deutschland eine Erlaubnis für Tischtennis-Wetten?

Auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026) sind 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis geführt – darunter die in dieser Übersicht genannten zehn Domains. Ob ein Anbieter eine Erlaubnis hat, prüft man ausschließlich über die Whitelist; eine andere Lizenz, etwa aus Malta oder Curaçao, gilt in Deutschland nicht. Die Whitelist führt für jeden Eintrag die Domain, den Inhaber und das Datum der Erteilung.

Welche Tischtennis-Spiele sind in Deutschland vom Wettmarkt ausgeschlossen?

Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Amateure oder Minderjährige teilnehmen, sind nach § 21 Abs. 1a GlüStV ausgeschlossen. Die GGL legt das in der Praxis so aus, dass im Fußball bereits die 3. Liga als Amateurniveau gilt – im Tischtennis sind die nationalen Ligen und Pokalwettbewerbe typischerweise Amateurveranstaltungen. Verfügbar sind vor allem die Turniere der Welttour (WTT), Welt- und Europameisterschaften, World Cup und World Tour Grand Finals.

Wie viele Sätze braucht ein Spieler, und warum ist das bei Handicap-Wetten wichtig?

Ein Satz endet, sobald ein Spieler 11 Punkte mit mindestens zwei Punkten Vorsprung erreicht; bei 10:10 wird verlängert. Im Punktspielbetrieb wird Best of five gespielt, also drei Gewinnsätze; bei Weltmeisterschaften und Olympia Best of seven. Für Satzwetten und Handicaps heißt das: Wer auf „Sieg nach Sätzen“ wettet, muss das Format kennen, und ein 3:0 in einem Best-of-five ist nicht gleichwertig mit einem 4:0 in einem Best-of-seven.

Welche Live-Wetten sind während eines Tischtennisspiels erlaubt?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Spiels nur Wetten auf das Endergebnis und auf wenige Ausnahmen wie den nächsten Satz zulässig. Der nächste Punkt oder der Punktestand innerhalb eines Satzes ist nicht erlaubt. Das gilt für jedes Spiel, das ein lizenzierter deutscher Anbieter anbietet.

Wie berechnet sich die Auszahlung, und was ändert die Wettsteuer?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote: Wer 10 € auf eine Quote von 1,90 setzt, erhält bei einem Sieg 19 € zurück, der Nettogewinn beträgt 9 €. Die Sportwettensteuer von 5,3 % schuldet der Anbieter, nicht der Spieler; ob und wie sie weitergegeben wird, hängt vom Anbieter ab. Wer wissen will, wie viel bei ihm ankommt, schaut in die AGB des Anbieters oder in die Wettschein-Anzeige vor Abgabe der Wette.

Wie entsteht eine Prognose, und wann ist eine Wette eine Value-Wette?

Eine Prognose kombiniert Form, direkte Duelle, Tagesform und den Verlauf der bisherigen Sätze. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die angebotene Quote über der fairen Quote liegt, die sich aus der eigenen Wahrscheinlichkeitseinschätzung ergibt. Beispiel: Wer einem Spieler 60 % Siegchance gibt, sieht Value ab einer Quote von 1,67. Das ist ein statistischer Vorteil, keine Garantie – die Wette kann trotzdem verlieren, und die Marge des Buchmachers bleibt auf jedem Markt in der Quote enthalten.

Was darf überhaupt gewettet werden?

§ 21 Abs. 1 GlüStV erlaubt festquotierte Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses, auf einen Abschnitt davon oder auf Vorfälle darin – als Einzel- oder Kombiwette. Welche Wetttypen ein Anbieter konkret anbieten darf, legt die GGL im sogenannten Sportwettprogramm fest (§ 21 Abs. 5). Ausdrücklich verboten sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen. Die GGL legt das in der Praxis so aus, dass im Fußball bereits die 3. Liga und alles darunter als Amateurniveau gilt – was im Tischtennis Folgen hat, denn ein Großteil der nationalen Ligen und Pokalwettbewerbe ist genau dort angesiedelt.

Ebenfalls ausgeschlossen sind manipulationsanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße und deren Sanktionierung sowie Wetten auf soziale oder politische Ereignisse. Bei den Live-Wetten schreibt § 21 Abs. 4 GlüStV eine enge Grenze vor: Während eines laufenden Spiels darf nur auf das Endergebnis gewettet werden, ergänzt um wenige Ausnahmen für Sportereignisse, in denen bestimmte Komponenten selten sind – das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis. Der nächste Punkt im Tennis, der nächste Korb im Basketball: nicht erlaubt. Für Tischtennis heißt das: Live-Wetten auf den Gesamtsieger sind zulässig, alles, was tiefer ins einzelne Spiel geht, ist es in der Regel nicht.

Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterneu»