Mobile Wettanbieter 2026: Welche Apps in Deutschland erlaubt sind und was sie kosten

Updated Oktober 2026
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Stand: Oktober 16, 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Wer in Deutschland mit dem Smartphone wetten will, hat die Wahl zwischen einer offiziell erlaubten App und einer, die das nicht ist. Genau diese Trennung entscheidet, was beim Tippen auf dem Touchscreen überhaupt passiert. Eine in Halle ansässige Behörde, die GGL, führt eine öffentliche Liste, die Whitelist, auf der ausschließlich Anbieter stehen, die Sportwetten im Internet hierzulande veranstalten dürfen. Wer dort nicht auftaucht, ist nach dem Glücksspielstaatsvertrag schlicht unerlaubt. Welche Folgen das hat, was die App darüber hinaus können muss, und was jede Wette am Ende tatsächlich kostet, steht in den folgenden Abschnitten.

Eine Hand hält ein Smartphone mit dunklem Display in einem Zug, am Fenster ziehen verschwommen Felder vorbei.
In der App-Store-Beschreibung von bet365 steht der „Wetten-Konfigurator+“, der die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette kombiniert.

Was in Deutschland als legaler mobiler Wettanbieter gilt

Eine App ist in Deutschland nur dann ein seriöser Wettanbieter, wenn das Unternehmen hinter ihr eine Erlaubnis der GGL besitzt. Die Erlaubnis wird nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags erteilt und ist die Voraussetzung dafür, dass in Deutschland organisierte Sportwetten überhaupt legal angeboten werden dürfen. Ohne diese Erlaubnis ist das Angebot ein Vergehen gegen § 4 Abs. 1 des Staatsvertrags. Die GGL beaufsichtigt die Anbieter, kann Bußgelder verhängen und schreitet über Verbots- und Zahlungsblockaden bis hin zu Netzsperren nach § 9 des Staatsvertrags durch.

Wer unsicher ist, ob eine App zu einem erlaubten Anbieter gehört, sieht auf der Whitelist nach. Sie enthält seit dem Stand vom 2. Oktober 2026 exakt 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei weitere mit ausschließlich Pferdewetten. Jede aufgeführte Domain ist eine .de-Domain, aber die Endung allein beweist noch nichts: Die GGL kontrolliert das Whitelist-Verzeichnis, nicht die Domainvergabe. Maßgeblich ist allein, ob der jeweilige Anbieter mit der Domain in der Whitelist steht. Dort ist auch der Sitz des Erlaubnisinhabers verzeichnet, etwa für Bet365.de die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta.

Ein schmaler Schreibtisch am Fenster mit einem Notizbuch, einer Lupe und einem Bleistift im Morgenlicht.
Die GGL-Whitelist führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1). Die Whitelist zeigt nur das Datum der erstmaligen und der Folge-Erlaubnis, nie ein Enddatum. Wer dort eine bestimmte Domain nicht findet, sollte dort auch nicht wetten. Im September 2026 hat die GGL Verbraucher ausdrücklich vor Angeboten wie Platincasino gewarnt, weil diese ohne deutsche Erlaubnis agieren. Dieselbe Regel gilt für Apps: Eine App, die auf ein solches Angebot verweist, übernimmt dessen rechtliches Risiko mit.

Spielerschutz in der App: dieselben Regeln wie am Rechner

Die App ist ein anderes Gerät, aber nicht ein anderes Recht. Sämtliche Schutzregeln, die am Computer greifen, gelten am Smartphone genauso: Altersprüfung, Identitätsprüfung, Einzahlungslimit, OASIS-Abfrage, Panikbutton, Parallel­spielverbot. Der Wechsel zwischen Endgeräten ändert daran nichts.

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, ist an kein dieser Schutzsysteme angeschlossen. OASIS und LUGAS greifen dort nicht, das monatliche Limit existiert nur auf dem Papier der Werbung. Das ist der Kern des Unterschieds: Wer in der App der Whitelist spielt, bekommt ein abgesichertes Konstrukt; wer in einer anderen App spielt, bekommt deren Hausordnung.

Was die App leisten muss: Bedienung, Wettschein, Ladezeit

Eine GGL-Erlaubnis besagt noch nicht, dass die App auf dem eigenen Telefon auch funktioniert. Was die tägliche Nutzung entscheidet, ist die technische Seite: Ladezeit, Übersicht auf dem Touchscreen, Wettschein, Live-Bereich, Streaming und Stabilität. Die Apps und die mobilen Webseiten unterscheiden sich dabei deutlich, sowohl im Funktionsumfang als auch im Verhalten bei schwankender Verbindung.

Zum Pflichtprogramm einer brauchbaren Wett-App gehören: ein Wettschein, der auch mit kleiner Auflösung lesbar bleibt, eine Suche, die sowohl Mannschaften als auch Ligen findet, eine Live-Ansicht, die ohne Seiten-Neuladen aktualisiert, sowie eine Anmeldung, die biometrisch funktioniert, etwa per Face ID. Die App von Sportwetten.de verknüpft das im Apple App Store etwa mit einer Cash-Out-Liste samt Teil-Cash-Out, einem Live-Match-Tracker, PayPal als Einzahlungsweg und Face ID für die Anmeldung. Das ist nicht selbstverständlich; manche Apps beschränken sich auf das Wesentliche und überlassen Komfortfunktionen dem Browser.

Einen Sonderfall bilden reine Pferderennen-Apps. Die Wettstar-App etwa läuft auf Android und iOS, bringt Rennprogramm, Rennkalender, Favoriten-Funktion und Livestreams auf die Rennbahn und unterwegs. Sie verlangt ein Wettstar-Konto und Volljährigkeit. Wer Galopp- oder Trabrennen tippt, ist hier richtig, wer Fußball sucht, nicht. Mit Blick auf die Spieler-Lizenzierung ist auch das ein GGL-konformes Angebot, nur eben nicht in derselben Liga wie die großen Sportwetten-Apps.

Die Grundlagen: Was Livewetten per App in Deutschland dürfen

Livewetten sind in Apps dasselbe wie am Rechner und unterliegen den Regeln des § 21 Abs. 4 GlüStV. Wetten während eines laufenden Spiels sind nur auf das Endergebnis oder auf ein nächstes Ereignis im Spiel erlaubt, und auch nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten vorkommen. Nächstes Tor im Fußball geht, nächstes Satz im Tennis geht. Nächster Punkt im Tennis, nächster Korb im Basketball sind tabu, weil dort zu viele solcher Ereignisse fallen. Wetten auf Sportereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, sind ausgeschlossen. In der Praxis der GGL gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport und ist damit nicht Teil des erlaubten Livewetten-Programms. E-Sport zählt nach dem Stand der Whitelist-Auslegung nicht als Sportart, auf die gewettet werden darf, und virtuelle Sportarten sind nicht als zulässiges Wettprogramm etabliert.

Ein Fußball liegt auf einem Rasenplatz bei Sonnenaufgang, daneben ein kleiner Stapel Trainingshütchen.
Laut App-Store-Beschreibung überträgt bet365 jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream.

Das schränkt das Livewetten-Angebot in der App spürbar ein. Was in anderen Märkten selbstverständlich ist, etwa der nächste Punkt beim Tennis-Server, fällt hier weg. Was bleibt, ist das Tor, der Satz, das Foul im Halbzeitfenster, der Eckball. Wer eine App danach beurteilt, was sie an Live-Märkten zeigt, muss wissen, dass die App nur das anzeigen darf, was die Erlaubnis überhaupt abdeckt. Wer im Zweifel ist, ob ein Markt im Live-Bereich zulässig ist, geht die Hauptzeit-Märkte des Spiels durch; alles, was im Vorlauf legal war, ist es in der Live-Ansicht in der Regel ebenfalls.

Sportwettensteuer: 5,3 % – aber an welcher Basis?

Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes nominal 5,3 %. Bemessungsgrundlage ist nach §§ 17, 18 allerdings nicht der Einsatz, sondern der Einsatz abzüglich der Steuer selbst. Aus 100 € Einsatz, die der Spieler zahlt, werden ungefähr 5,03 € Steuer. Der Steuersatz von 5,3 % bezieht sich also auf die Bemessungsgrundlage, nicht auf das, was der Spieler tatsächlich aus der Tasche zahlt. Das ist ein Unterschied, der in der Werbung gerne verschwindet.

Geschuldet wird die Steuer vom Veranstalter, also vom Wettanbieter, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie der Anbieter sie an den Spieler weitergibt, ist dessen Entscheidung. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere reduzieren die Quote, andere tragen sie selbst. Es gibt keine einheitliche Linie. Wer wissen will, was bei einem Anbieter passiert, liest in dessen allgemeinen Geschäftsbedingungen oder im Hilfetext zur Abrechnung nach. Die Quoten in der App enthalten den Steueranteil in jedem Fall, egal welcher Mechanismus gewählt wurde; der Brutto-Markt-Margin ist immer derselbe.

Dass die Steuer auch bei unlizenzierten Anbietern fällig wird, ändert nichts an deren Status. Eine gezahlte Steuer ist kein Hinweis auf eine Erlaubnis. Lizenz entscheidet sich an der Whitelist, nicht am Finanzamt.

Reihenfolge der getesteten Anbieter und ihre Einordnung

Die folgende Tabelle ordnet die hier besprochenen Wettanbieter danach ein, ob und seit wann sie in der Whitelist der GGL geführt werden. Die Spalte zur Erlaubnis nennt den Inhaber, wie ihn die Whitelist listet. Die Spalte zur Sportwetten-Erlaubnis nennt das Datum, an dem die Whitelist die jeweilige Erlaubnis ausweist. Beide Angaben stammen vom Stand der Liste vom 2. Oktober 2026. Die Reihenfolge der Anbieter folgt der Tabelle von oben nach unten, das Datum der erstmaligen Erlaubnis gibt den Ausschlag.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
NEO.bet Whitelist, Inhaber Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Betway Whitelist, Inhaber Betway Limited 09.03.2021
Tiptorro Whitelist, Inhaber Torro Tec Limited 30.06.2021
ODDSET Whitelist, Inhaber ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
VBet Whitelist, Inhaber SCGO Limited 05.12.2023
Sportwetten.de Whitelist, Inhaber NetX Betting Limited 19.11.2020
Interwetten Whitelist, Inhaber Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
MERKUR BETS Whitelist, Inhaber Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
888sport Whitelist, Inhaber 888 Germany Limited 30.06.2021
bpremium Whitelist, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020

Die Tabelle zeigt, wer wann die Erlaubnis bekommen hat. Sie ist keine Rangfolge, kein Qualitätsurteil und keine Aussage zur App selbst. Wer hier die längste Whitelist-Historie hat, hat deswegen noch nicht die beste App; wer erst 2023 dazugekommen ist, hat deswegen noch nicht die schlechtere Erlaubnis. Was die Tabelle leistet, ist die Zuordnung von Markenname und Inhaber, weil das, was auf der Whitelist steht, in der Werbung oft hinter Kürzeln und Markennamen verschwindet.

Die Anbieter im Einzelnen

Die folgenden zehn Anbieter sind alle in der GGL-Whitelist geführt. Sie unterscheiden sich im App-Komfort, in der Art des Wettprogramms und in der Auslegung ihrer Bonusregeln, nicht in der grundsätzlichen Erlaubnis.

NEO.bet – kompakte App mit Cash-Out und Teil-Cash-Out

NEO.bet wird in der Whitelist unter dem Inhaber Greenvest Betting Limited geführt, die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020. Die App tritt im App Store unter dem Namen NEO.bet Sports Betting App auf und beschreibt sich selbst als lizenzierten Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz. Sie deckt das Wesentliche ab: Live-Quoten, Live-Wetten, Cashout, Teil-Cashout. Das ist eine schmale, klare Ausstattung, die sich an Spieler richtet, die in der App tippen wollen, ohne durch üppige Zusatzbereiche zu navigieren. Wer eine schlanke Oberfläche sucht und auf Casino oder Slots in derselben App keinen Wert legt, ist hier richtig. Wer ein Live-Streaming-Programm oder einen komplexen Wetten-Konfigurator erwartet, wird bei anderen Anbietern eher fündig.

Betway – Livewetten und Livestreams in der App

Betway ist auf der Whitelist mit der Betway Limited als Inhaber vertreten, die Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 9. März 2021. Die App trägt im App Store den Titel Betway Sports Live Sportwetten und verweist in der Beschreibung auf die Whitelist, auf Livewetten und auf Livestreams. Wer Fußball oder Tennis in der App verfolgt und dabei live tippen will, findet hier das passende Setup. Der Schwerpunkt liegt klar auf dem Live-Bereich; wer überwiegend Vorlauf-Wetten tippt, kommt mit weniger spezialisierten Apps genauso zurecht, bekommt hier aber die Streaming-Komponente oben drauf.

Tiptorro – behördlich zugelassen unter GGL-Aufsicht

Tiptorro wird im Whitelist-Eintrag von der Torro Tec Limited gehalten, die Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021. Die App-Beschreibung im App Store nennt die Whitelist und die Aufsicht der GGL ausdrücklich. Tiptorro richtet sich an Spieler, die eine deutsche Aufsicht ohne Umweg bestätigt sehen wollen. Das App-Angebot ist solide, nicht überladen, und in der Bedienung näher an einem klassischen Sportwetten-Anbieter als an einer Lifestyle-App. Für Spieler, denen Regulierung wichtiger ist als Spieltiefe, ist das die passende Adresse.

ODDSET – die deutsche Traditionsmarke mit eigener App

ODDSET wird in der Whitelist von der ODDSET Sportwetten GmbH gehalten, die Erlaubnis besteht seit dem 18. November 2020. Das Unternehmen führt das Sportwettenangebot der staatlichen Lotteriegesellschaften seit dem 1. Januar 2020 fort; online ist das Angebot über die Domain und die ODDSET-App seit Anfang 2023 erreichbar. Wer den Markennamen aus dem Annahmestellen-Geschäft kennt, findet hier eine direkte Übersetzung ins Digitelle. Die App bedient das klassische Wettprogramm ohne Lifestyle-Zugabe und passt zu Spielern, die einen behutsamen Wechsel vom Annahmestellen-Modell zur App suchen, ohne sich neu orientieren zu müssen.

VBet – maltesische Struktur, deutsche Erlaubnis

VBet erscheint in der Whitelist unter der SCGO Limited, ansässig im Portomaso Business Tower in St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 5. Dezember 2023. VBet ist vergleichsweise jung auf dem deutschen Markt, gehört aber zu den vollständig lizenzierten Anbietern. Für Spieler, denen die Whitelist-Eintragung wichtiger ist als die Zahl der Jahre auf dem deutschen Markt, ist VBet regulär erreichbar. Welche Märkte die App im Detail zeigt, ändert sich sportart-spezifisch und sollte vor einer Wette direkt im Wettprogramm kontrolliert werden.

Sportwetten.de – Cash-Out, Face ID und PayPal

Sportwetten.de wird in der Whitelist von der NetX Betting Limited gehalten, die Erlaubnis besteht seit dem 19. November 2020. Die App trägt im App Store den Namen Sportwetten.de – Sportwetten-App. Sie enthält eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out, einen Live-Match-Tracker, PayPal als Einzahlungsweg und eine Anmeldung per Face ID. Das ist eine Ausstattung, die weit über das Pflichtprogramm hinausgeht. Wer in der App nicht nur Wetten platzieren, sondern auch komfortabel verwalten will, findet hier eines der vollständigsten Angebote im Vergleich.

Interwetten – Cash-Out und Top-Quoten

Interwetten ist in der Whitelist unter der Interwetten Gaming Limited zu finden, die Erlaubnis besteht seit dem 2. November 2020. Die App Interwetten: Sportwetten DE beschreibt im App Store eine Cash-Out-Funktion und wirbt mit Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten. Interwetten gehört zu den älteren Namen im europäischen Sportwetten-Geschäft und bietet eine breite App-Struktur, die auch für Gelegenheitsnutzer einfach bleibt. Wer eine breite Wettauswahl mit stabiler App sucht, ist hier richtig.

MERKUR BETS – über 70 Sportarten in einer Doppelpack-App

MERKUR BETS erscheint in der Whitelist unter der Merkur Bets Malta Limited, die Erlaubnis besteht seit dem 6. November 2023. Die App ist kostenlos für Android und iOS verfügbar und wirbt mit über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmärkten. In derselben App ist auch MERKUR SLOTS untergebracht; wer das trennt, muss bewusst auf den Sportwetten-Bereich umschalten. Cash-Out funktioniert, allerdings mit der Einschränkung, dass der Betrag erst ausgezahlt wird, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Wer auf Teil-Cash-Out mit sofortiger Verfügbarkeit Wert legt, sollte sich diese Mechanik vorher ansehen.

888sport – börsennotierte Marke mit deutscher Erlaubnis

888sport wird in der Whitelist von der 888 Germany Limited gehalten, die Erlaubnis besteht seit dem 30. Juni 2021. Die Muttergesellschaft 888 Holdings PLC hat ihren Sitz in Gibraltar und ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die App tritt unter dem Markennamen 888sport auf und bedient das klassische Wettprogramm ohne nennenswerte Lifestyle-Erweiterung. Für Spieler, denen ein börsennotierter Hintergrund wichtig ist, ist die Marke klar zugeordnet. Wer ein besonders breites Live-Programm sucht, vergleicht am besten direkt mit Anbietern wie Betway oder bet365.

bpremium – hinter Ladbrokes Deutschland

bpremium wird in der Whitelist von der Ladbrokes (Deutschland) Limited gehalten, die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020. Das Unternehmen ist auf Malta registriert. Im bpremium-Auftritt taucht die Mutter-Marke Ladbrokes nicht so prominent auf wie bei anderen Anbietern; wer in der App eine bestimmte Konfiguration erwartet, die er vom Mutterkonzern kennt, sollte die App vor dem ersten Tipp einmal durchgehen. Das Wettprogramm ist breit, die App-Bedienung solide, der Reiz liegt eher im traditionsreichen Hintergrund als im App-Komfort.

Bonus und Werbung: was erlaubt ist, was die Bedingungen kosten

Werbung für Sportwetten darf in Deutschland nur machen, wer eine Erlaubnis hat (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Für Sportwetten gilt kein generelles Zeitverbot wie für Slots, Online-Poker oder Online-Casino; verboten sind aber Werbung unmittelbar vor oder während einer Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären sowie Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Der Staatsvertrag schreibt weder einen Mindest- noch einen Maximalbetrag für einen Sportwetten-Bonus vor. Was ein Willkommensbonus kostet, wie oft der Bonus umgesetzt werden muss und welche Mindestquote gilt, steht allein in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Hier lohnt der Blick auf die Mechanik. Ein klassischer Einzahlungs-Bonus verspricht einen Aufschlag auf die erste Einzahlung; was er tatsächlich kostet, ist die Umsatzanforderung. Wer 100 € einzahlt und einen 100 %-Bonus bekommt, muss je nach Anbieter das Fünf- bis Zehnfache von Bonus und Einsatz in qualifizierenden Wetten umsetzen, mit einer Mindestquote, oft 1,80 oder 2,00. Bei einem angenommenen Markt-Margin von 5 % kostet allein das Umsetzen den Spieler in der Erwartung mehrere Prozentpunkte des Bonus, bevor er überhaupt auszahlungsfähig ist. Wer das nicht durchrechnet, sieht nur die Werbung, nicht den Preis.

Eine andere Mechanik ist die Gratiswette. Bei einer Freebet wird der Einsatz in der Regel nicht zurückgezahlt; was übrig bleibt, ist der Reingewinn. Auf einer Quote von 3,00 ist eine 10 € Freebet rechnerisch 20 € wert, sofern die Wette gewinnt; realistischer ist der Erwartungswert, der unter dem Nennwert liegt, weil das Markt-Margin schon in der Quote steckt. Eine dritte Variante ist die versicherte Wette, oft „risikofrei“ genannt: Bei Verlust erstattet der Anbieter den Einsatz als Freebet, nicht als Bargeld. Das ist kein Geschenk, sondern eine Wette auf die nächste Wette.

Wer einen Bonus annimmt, sollte vor der Annahme die Bedingungen lesen: Welche Märkte zählen, wie ist die Mindestquote, was ist die Umsatzfrist, gibt es eine Obergrenze für den Gewinn aus Freebets. Was im Werbebanner fehlt, steht im Kleingedruckten, und das Kleingedruckte entscheidet.

Zahlungsmethoden: was erlaubt ist, was die App anbietet

In der deutschen Lizenzwelt ist das Zahlungskonto des Spielers der Engpass. Erlaubt ist nur, was § 6b Abs. 4 des Staatsvertrags zulässt: eine Zahlung von einem Konto, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das schließt Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Lösungen und Bargeldtransfers über Dritte aus und schiebt die App in die Richtung klassischer Konto- und Kartenprodukte. Welche konkreten Marken ein Anbieter akzeptiert, ist Sache des Anbieters, nicht der Aufsicht.

In der Praxis sieht das so aus: Die bet365-App nennt im App Store Debitkarte, PayPal und paysafecard. Betano nennt Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten; für das Live-Streaming verlangt Betano ein verifiziertes Konto und ein Mindestguthaben. Sportwetten.de nimmt PayPal und bietet zusätzlich Face ID. Was die App tatsächlich anzeigt, hängt vom Bundesland, von der Verifizierung und vom Gerät ab. Wer eine bestimmte Zahlungsmarke gewohnt ist, prüft vor der Registrierung, ob die App sie akzeptiert. Wer ohnehin auf ein deutsches Girokonto setzt, hat in der Regel keine Engpässe.

Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Wird das Wettkonto geschlossen, ist der Guthabenstand innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren auszuzahlen (§ 6b Abs. 6-7). Das ist ein nicht zu unterschätzender Punkt: Das Geld des Spielers ist nicht Betriebsvermögen des Anbieters, es ist getrennt.

Wer ohne Lizenz spielt, verliert mehr als die Wette

Es gibt Anbieter, die in Deutschland ohne Erlaubnis operieren, mit Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta, mit Werbung im Fernsehen und App-Stores. Sie sind hier unerlaubtes Glücksspiel. Strafrechtlich ist das Veranstalten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bedroht, das Bewerben mit bis zu einem Jahr; die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Strafverfahren gegen einzelne Spieler sind hier nicht etabliert, das ist weder ein Freibrief noch eine Drohung, die es zu dramatisieren gilt.

Was im Streitfall bleibt, ist die zivilrechtliche Seite. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme dort, wo Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist keine Garantie für den Einzelfall, aber ein Hinweis darauf, dass die zivilrechtliche Seite kein Selbstläufer für den Anbieter ist.

Wer in einer App ohne Whitelist-Eintrag spielt, hat keinen OASIS-Schutz, keine LUGAS-Limitdatei, keinen Panikbutton und keine deutsche Aufsicht. Im Streitfall hilft weder die GGL noch die Limitdatei. Was bleibt, ist die Hausordnung des Anbieters, und die ist nicht deutschem Recht verpflichtet. Der Spieler gewinnt auf der einen Seite vielleicht höhere Limits und ein größeres Wettprogramm, er verliert auf der anderen Seite den Schutz, den der deutsche Rechtsrahmen eigentlich garantiert. Diese Rechnung muss jeder selbst aufmachen.

Was sich bei der Auswahl der App wirklich auszahlt

Wer eine App auswählt, sollte vier Punkte vor der ersten Einzahlung klären. Erstens: Steht der Anbieter mit der Domain, die in der App genutzt wird, in der GGL-Whitelist? Zweitens: Deckt die App die Sportarten und Ligen ab, die tatsächlich gespielt werden, und zwar zu den Zeiten, zu denen gespielt wird? Drittens: Welche Live-Märkte sind in der App überhaupt sichtbar, und decken sie sich mit dem, was das eigene Wettprogramm verlangt? Viertens: Wie verhält sich die App bei der Auszahlung, also ob das Guthaben ohne Verzögerung auf das hinterlegte Konto zurückgeht?

Wer diese vier Punkte vorab klärt, sortiert einen Großteil der Anbieter aus, ohne eine Wette platziert zu haben. Was bleibt, ist eine engere Auswahl, in der Komfort, Quoten und Bonusmechanik den Ausschlag geben. Auf diesem engeren Feld entscheidet sich, ob die App das eigene Wettverhalten trägt, oder ob es nach drei Wochen doch die App eines Mitbewerbers wird, nur weil die Live-Ansicht flüssiger läuft. Genau dieser Wechsel ist teuer, weil er die Anbieterbindung an Neukunden-Bedingungen neu knüpft, und sei es nur, weil der erste Anbieter nach der Schließung des Kontos das Restguthaben auszahlt und der zweite Anbieter auf das neue Konto drei Tage Verifizierung braucht.

Wer einmal in der App ist und bleibt, hat das Spiel um die Wechselkosten schon gewonnen. Wer noch unsicher ist, sollte mit einem kleinen Einsatz anfangen, sich die App auf dem eigenen Gerät eine Woche lang ansehen und erst dann entscheiden, ob der Anbieter ins eigene Wettverhalten passt.

Häufig gestellte Fragen

Woran ist eine Wett-App mit deutscher Erlaubnis erkennbar?

Eine Wett-App mit deutscher Erlaubnis gehört zu einem Anbieter, dessen Domain in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder geführt wird. Maßgeblich ist die Domain, die in der App zum Wetten genutzt wird, nicht der Name des App-Stores-Eintrags oder der Markenname. Die Whitelist nennt für jeden Eintrag auch den Inhaber der Erlaubnis und das Datum der erstmaligen und der Folge-Erlaubnis. Eine .de-Domain allein ist noch kein Beleg, weil die Domainvergabe und die Glücksspielaufsicht getrennte Welten sind. Wer unsicher ist, prüft die Domain in der Whitelist, nicht im Impressum der App. Die App selbst sollte die Erlaubnis in den AGB oder in der App-Beschreibung nennen, etwa über eine ausdrückliche Whitelist-Referenz.

Geltet das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat und die OASIS-Abfrage auch in der App?

Ja, beide Mechanismen greifen unabhängig vom Gerät. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat ist die Obergrenze über alle Anbieter hinweg, wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt und gilt auch in der mobilen App. Die OASIS-Sperrdatei wird bei Registrierung und bei jeder Anmeldung abgefragt und gilt ebenfalls geräteunabhängig. Wer auf einer Whitelist-App spielt, ist automatisch in diese Systeme eingebunden. Wer in einer App ohne Whitelist-Eintrag spielt, ist an keines dieser Systeme angeschlossen; das monatliche Limit existiert nur als Werbeversprechen. In Deutschland bedeutet das: Wer das Limit will, muss auf einem lizenzierten Anbieter spielen.

Was ist bei Livewetten per App erlaubt, was ist ausgeschlossen?

Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 des Glücksspielstaatsvertrags nur auf das Endergebnis oder auf ein nächstes, seltenes Ereignis im Spiel erlaubt. Nächstes Tor im Fußball, nächstes Satz im Tennis sind in Ordnung, nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball nicht. Verboten sind außerdem Wetten auf Sportereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind, was in der GGL-Praxis Fußball unterhalb der 3. Liga einschließt. Wetten auf E-Sport sind nach dem Stand der Whitelist-Auslegung nicht zulässig, weil E-Sport nicht als Sportart im Sinne des Wettprogramms anerkannt ist. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind ebenfalls ausgeschlossen. Wer in der App einen Markt sieht, der außerhalb dieser Regeln läge, sollte von der Wette absehen.

Wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote und Auszahlung in der App aus?

Die Steuer beträgt nominal 5,3 %, wird aber nach §§ 17, 18 des Rennwett- und Lotteriegesetzes auf den Einsatz minus die Steuer selbst berechnet, was effektiv etwa 5,03 % des gezahlten Einsatzes entspricht. Der Anbieter schuldet die Steuer, nicht der Spieler. Wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab, andere reduzieren die angezeigte Quote, andere tragen sie selbst. Was die App in jedem Fall anzeigt, ist der Brutto-Markt-Margin; der ist unabhängig von der Besteuerung. Eine ausgewiesene Steuerzahlung des Anbieters beweist übrigens keine Erlaubnis; die Lizenz entscheidet sich an der Whitelist.

Welche Zahlungsmethoden bieten mobile Wett-Apps üblicherweise, und welche Regel gilt?

Erlaubt ist nach § 6b Abs. 4 nur eine Zahlung von einem Konto, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Welche konkreten Marken eine App anbietet, hängt vom Anbieter ab. Häufig genannte Optionen in den App-Beschreibungen sind PayPal, Debit- und Kreditkarten, Klarna Sofortüberweisung, Apple Pay, Google Pay, paysafecard und in Einzelfällen anbieter­eigene Lösungen. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung ist der Stand innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren auszuzahlen.

Wie unterscheiden sich mobile Boni von normalen Willkommensangeboten, und welche Umsatzbedingungen gelten?

Der Glücksspielstaatsvertrag schreibt weder einen Betrag noch eine Form für Sportwetten-Boni vor. Die Bedingungen kommen allein vom Anbieter. Ein klassischer Einzahlungs-Bonus verspricht einen Aufschlag, kostet aber eine Umsatzanforderung: Der Bonus, teils auch Bonus plus Einzahlung, muss mehrfach zu einer Mindestquote, oft 1,80 oder 2,00, innerhalb einer Frist umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei einer Gratiswette wird der Einsatz in der Regel nicht zurückgezahlt; es zählt nur der Reingewinn. Eine versicherte Wette erstattet den Einsatz im Verlustfall als Freebet, nicht in bar. Was die App als „mobiler Bonus“ bewirbt, ist meist eine Variante dieser drei Formen, gebunden an dieselben AGB wie am Rechner. Wer einen Bonus annimmt, liest die Bedingungen vorher, weil das Kleingedruckte den Preis des Bonus bestimmt.

Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterneu»