EM Wettanbieter 2026: Welche Buchmacher in Deutschland für die Europameisterschaft erlaubt sind

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Stand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine große Stadiontribüne im Abendlicht.
Die Fußball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland mit 24 Mannschaften statt.

Die Frage klingt einfach und ist es nicht. Eine Fußball-Europameisterschaft ist ein Sportereignis, die Wette darauf in Deutschland eine genehmigungspflichtige Dienstleistung. Wer in Deutschland auf die EM wetten will, landet unausweichlich bei der Whitelist der GGL, beim monatlichen Einzahlungslimit von 1.000 €, bei der OASIS-Sperrdatei und bei einer Sportwettensteuer von 5,3 % auf den um die Steuer geminderten Einsatz. Dieser Text geht die Frage nach den besten EM Wettanbietern aus genau diesem Winkel an: Was kostet eine EM-Wette in Deutschland, was bleibt vom Gewinn übrig, und welche Anbieter dürfen sie überhaupt annehmen? Die Antwort hängt an einer Handvoll Fakten, die jedes Jahr gleich bleiben, und an einem Blick auf die Endrunde 2024, die noch immer als Referenz dient.

Eine Europameisterschaft 2026 findet nicht statt. Die EM-Turniere sind 2024 (Deutschland) und 2028 (England, Schottland, Wales, Irland) terminiert, jeweils im Juni und Juli. Was als „EM 2026“ durch Suchanfragen geistert, ist das Publikationsjahr einer Seite, nicht ein Spielplan. Der letzte reale Titelträger ist Spanien, das im Finale am 14. Juli 2024 in Berlin England mit 2:1 besiegte.

Die Rechtslage: Warum nur Whitelist-Anbieter in Frage kommen

In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV), seit 1. Juli 2021 in Kraft, wer Sportwetten im Internet anbieten darf. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht die Anbieter und verhängt Bußgelder nach § 28a. Die Sportwettensteuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einem Stift auf einem Schreibtisch im Licht einer kleinen Tischlampe.
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Der einzige Lackmustest für eine gültige deutsche Sportwetten-Erlaubnis ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Eine .de-Domain allein beweist nichts. Die Whitelist vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge: 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei weitere nur für Pferdewetten. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV); die Liste nennt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Was auf der Liste steht, darf deutsche Kunden bedienen. Was nicht auf der Liste steht, darf es nicht.

Die Folgen für Anbieter ohne Erlaubnis

Ein Anbieter mit Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Relevanz. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt und nennt in diesem Zusammenhang etwa Plattformen wie „Platincasino“ als Beispiel. Wer bei einem solchen Anbieter wettet, hat keinen Zugang zu OASIS und zur LUGAS-Limitdatei, kein deutsches Beschwerdeverfahren und im Streitfall nur sehr begrenzte zivilrechtliche Wege.

Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat diese Frage am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt: Ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, nicht lizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung zu verpflichten, mit einer Ausnahme: Wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, entfällt der Anspruch. Ein Refund ist damit nicht versprochen, aber auch nicht ausgeschlossen. Wer auf eine Klage spekuliert, hat bereits verloren.

Strafrechtlich bleibt die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel nach § 285 StGB eine Ordnungswidrigkeit mit bis zu sechs Monaten oder Geldbuße; die Veranstaltung steht nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe. Strafverfolgung gegen einzelne Spieler ist in Deutschland nicht etabliert – weder Entwarnung noch Drohung.

Was auf der Whitelist steht und was nicht

Jede Whitelist-Erlaubnis bezieht sich auf genau eine Domain. Eine Erlaubnis für AdmiralBet sagt nichts über slots.admiralbet; eine Casino- oder Poker-Erlaubnis einer Holding sagt nichts über deren Sportwetten-Angebot. Für jede Sportwetten-Domain muss die Erlaubnis eigens geprüft werden. Wer eine „Erlaubnis“ pauschal behauptet, ohne die Domain zu nennen, hat entweder keine oder redet über eine andere.

Die GGL veröffentlicht auf ihrer Whitelist zum Beispiel für AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für die virtuelle Spielautomaten-Domain slots.admiralbet besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28.09.2022. Zwei Domains, zwei verschiedene Erlaubnisse, ein Konzern.

Verantwortungsvolles Wetten: Die Regeln, die jeden Anbieter binden

Die deutsche Regulierung behandelt Spielerschutz als Teil der Erlaubnis, nicht als Marketingversprechen. Die wichtigsten Regeln, die jede Whitelist-Plattform umsetzen muss:

Altersgrenze und Identitätsprüfung

Teilnehmen darf nur, wer mindestens 18 Jahre alt ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Jeder Anbieter führt eine vollständige Identitätsprüfung nach § 6a GlüStV durch, bevor Auszahlungen möglich sind. In einer Übergangsfrist von maximal 72 Stunden dürfen Anbieter vor vollständiger Verifizierung spielen lassen – mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer ernsthaft wettet, kommt an der Verifizierung nicht vorbei.

Einzahlungslimit und LUGAS

Das Standard-Einzahlungslimit liegt nach § 6c Abs. 1 GlüStV bei 1.000 € pro Kalendermonat – und zwar über alle Anbieter hinweg, nicht pro Anbieter. Die GGL setzt dieses Limit technisch über die LUGAS-Limitdatei durch, eine zentrale Datenbank, in der jeder Anbieter jede Einzahlung prüft, bevor er sie annimmt. Wer bei Anbieter A 700 € eingezahlt hat, kann bei Anbieter B im selben Monat nur noch 300 € einzahlen, bevor die nächste Einzahlung technisch blockiert wird.

Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit festsetzen – bis zu 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 30.000 €, maximal aber für 1 % seiner aktiven Spielenden – nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Die Regulierung soll verhindern, dass finanzielle Überforderung im Spielverlauf unsichtbar wird.

OASIS und Parallelenspielverbot

Vor Registrierung und bei jedem Login prüft jeder Anbieter die OASIS-Spielersperrdatei (§§ 8, 8a GlüStV). Wer sich selbst oder von einem Anbieter gesperrt wurde, kann nirgendwo auf der Whitelist mehr spielen. Die Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, ohne Wenn und Aber. Parallelenspiel auf mehreren Plattformen gleichzeitig ist nach § 6h GlüStV verboten; die LUGAS-Aktivitätsdatei erkennt, wenn ein Konto parallel aktiv ist, und unterbricht die Sitzung.

Wer sich bei einem nicht zugelassenen Anbieter anmeldet, hat von all dem nichts. Keine OASIS-Prüfung, keine LUGAS-Datei, keine Panik, kein Sperrschutz. Das ist kein Vorteil.

Zahlungen und Spielergelder

Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers zulässig, geführt bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz. Anonyme Zahlungsmittel sind verboten – Krypto, anonyme Prepaid-Karten und Bargeld sind damit kein Weg in eine Whitelist-Plattform. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und steht in seinen AGB.

Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben nach § 6b Abs. 6-7 innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Das gilt nur auf Whitelist-Plattformen.

Boni und Freiwetten: Was der Marketingversprechen wirklich kostet

Der GlüStV regelt weder die Höhe eines Sportwetten-Bonus noch dessen Umsatzbedingungen oder Mindestquoten. Was Anbieter an Willkommensbonus, Gratiswette oder Quotenboost ausloben, steht allein in deren Geschäftsbedingungen. Hier beginnt der Teil, in dem der Marketing-Versprechen von der arithmetischen Realität getrennt wird.

Das Prinzip hinter dem „100 %-Bonus“

Ein typischer Willkommensbonus verspricht „100 % bis 100 €“: Wer 100 € einzahlt, erhält 100 € Bonusguthaben. Das klingt nach geschenktem Geld und ist es nicht. Das Bonusguthaben muss umgesetzt werden, also eine bestimmte Anzahl an Wetten mit Mindestquote durchlaufen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Typische Werte: 5-facher Umsatz des Bonusbetrags bei einer Mindestquote von 1,80 – bei einem 100 €-Bonus wären das 500 € Umsatz, der bei Einzelwetten à 10 € zu 50 Wetten führt.

Gratiswetten und ihr tatsächlicher Wert

Eine „Gratiswette“ oder „Freiwette“ über 20 € klingt wie 20 € geschenkt, ist es aber nur teilweise. Der Einsatz wird im Gewinnfall in der Regel nicht zurückgezahlt: Wer mit einer 20 €-Freiwette auf Quote 3,00 wettet und gewinnt, bekommt 40 € ausgezahlt, nicht 60 €. Der Wert dieser Wette ist 20 € × (3,00 − 1) = 40 € Bruttogewinn. Der rechnerische Wert liegt niedriger, weil die Auszahlungsquote des Marktes kleiner als 100 % ist.

Was die Gratiswette wirklich kostet: Bei einem Markt mit 95 % Auszahlungsquote (5 % Marge) liegt der durchschnittliche Wert einer 20 €-Freiwette auf Quote 3,00 bei etwa 20 € × (3,00 − 1) ÷ 3,00 × 0,95 = 12,67 €. Die Hälfte des Nennwerts ist weg, bevor eine Wette platziert wurde.

Was Bonusumsatz wirklich kostet

Ein Bonus von 100 € mit 5-fachem Umsatz bei 5 % Marktmarge kostet den Spieler im Erwartungswert etwa 500 € × 5 % = 25 €. Das ist der durchschnittliche Verlust, der durch das Umsetzen des Bonus entsteht – bezogen auf den Bonuswert von 100 € also ein Viertel. Wer den Bonus nicht umsetzt, verliert nichts. Wer ihn umsetzt, gewinnt am Ende deutlich weniger als der Nennwert suggeriert. Die Frage ist nicht „Wie bekomme ich den Bonus?“, sondern „Lohnt sich der Umsatz bei meiner Spielfrequenz?“. Bei wenigen Wetten im Monat: meistens nicht.

Werbe-Beschränkungen, die niemanden überraschen sollten

Werbung für Sportwetten unterliegt eigenen Regeln: Keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6 GlüStV). Das 6:00-bis-21:00-Verbot (§ 5 Abs. 3 Satz 1) gilt für Slots, Online-Poker und Online-Casino – nicht für Sportwetten. Werbung in TV, Radio und Außenwerbung für Sportwetten ist in den erlaubten Zeitfenstern weiterhin zulässig.

Mobile Wetten und Apps: Was eine gute EM-App leisten muss

Während eines Turniers verlagert sich ein großer Teil der Wetten auf das Smartphone. Eine EM-App muss drei Dinge können: Anmeldung und Einzahlung ohne Reibung, Live-Wetten ohne Verzögerung und Cash-out, wenn die Partie kippt. Wettanbieter-Apps unterscheiden sich in der Bedienung, nicht in der Regulierung – dieselben Limits, dieselbe OASIS-Prüfung, dieselbe LUGAS-Datei greifen in der App wie auf der Desktop-Seite.

Funktionsumfang der Wett-Apps

Die Kernfunktionen einer EM-App sind Wettschein, Live-Ticker mit Quotenbewegungen, Cash-out-Funktion und bei manchen Anbietern ein Konfigurator für Kombiwetten. Konfigurator+ etwa kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Wette – praktisch für Turnierspieler, die Spieler des gesamten Wettbewerbs kombinieren wollen. Verfügbarkeit solcher Funktionen ist anbieterabhängig und gehört in die AGB-Prüfung, nicht in die Werbung.

Registrierung und Verifizierung

Die Anmeldung in einer App läuft über dieselbe Identitätsprüfung wie auf der Desktop-Seite. Übergangsweise 72 Stunden mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung; danach vollständige Verifizierung. Wer seine Identitätsdokumente nicht vorlegt, kann einzahlen, aber nicht auszahlen. Eine seriöse EM-App führt diesen Schritt vor der ersten Auszahlung durch, nicht erst auf Nachfrage.

Einzahlungs- und Auszahlungsmethoden

Einzahlungsmethoden variieren je nach Anbieter. Verbreitet sind Überweisung, Sofortüberweisung, Kreditkarte, PayPal und verschiedene E-Wallets. Wichtig: Die Zahlung muss von einem Konto auf den Namen des Spielers kommen, und das Konto muss bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt sein. Krypto-Zahlungen auf Whitelist-Plattformen gibt es in Deutschland nicht, weil anonyme Zahlungsmittel verboten sind. Auszahlungen gehen auf dasselbe Konto, von dem eingezahlt wurde.

Live-Wetten und Cash-out: Was geht und was nicht

Live-Wetten sind während eines Turniers ein Schwerpunkt, weil die Quoten sich mit dem Spielverlauf bewegen. Der GlüStV begrenzt das Angebot nach § 21 Abs. 4: Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf „nächstes Tor“, „nächstes Set“ oder eine vergleichbare Komponente gewettet werden, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten vorkommen. „Nächstes Tor“ im Fußball ist erlaubt, „nächstes Set“ im Tennis ist erlaubt. „Nächster Punkt“ im Tennis und „nächster Korb“ im Basketball sind es nicht – zu kleinteilig, zu manipulationsanfällig.

Welche Live-Wetten erlaubt sind

Während eines EM-Spiels sind Live-Wetten auf den Sieger, das Endergebnis, „nächstes Tor“ und Halbzeitergebnisse zulässig. Auf gelbe Karten, Eckbälle, Zeitstrafen oder Einwürfe darf live nicht gewettet werden. Das schränkt das Angebot im Vergleich zu nicht-deutschen Anbietern deutlich ein, schützt aber vor Manipulation und übermäßiger Spielanreizung.

Cash-out als Anbieter-Feature

Cash-out – die vorzeitige Auszahlung einer offenen Wette – ist eine reine Anbieterfunktion, nicht durch den GlüStV geregelt. Das Verfahren: Vor dem Ende eines Ereignisses zeigt der Anbieter einen aktuellen Auszahlungswert an; der Spieler entscheidet, ob er die Wette vorzeitig beendet oder laufen lässt. Technisch wird die Wette storniert und ein neuer Betrag ausgezahlt, der unter dem Maximalgewinn liegt. Bei Betway etwa erscheint das grüne Cash-Out-Symbol unter „Meine Wetten“; ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon.

Cash-out kostet den Spieler Marge. Der angezeigte Wert liegt immer unter dem „fairen“ Wert, den der Markt hergibt – das ist die Gebühr des Anbieters für die vorzeitige Auszahlung. Wer Cash-out nutzt, sollte wissen, dass er nicht „den Gewinn sichert“, sondern einen Teil davon hergibt.

Warum Live-Quoten sich bewegen

Während eines Spiels passen Anbieter ihre Quoten in Echtzeit an Spielstand, Zeit und Spielsituation an. Eine Quote von 2,10 auf den Außenseiter vor dem Anpfiff kann nach einem frühen Gegentor auf 5,00 oder höher springen. Wer auf Quotenbewegungen wettet, spielt gegen die Algorithmen der Anbieter – und die haben mehr Daten als der einzelne Spieler.

Wett-Tipps und Prognosen: Warum keine Quote den Sieger kennt

Suchanfragen wie „EM Wett-Tipps“ oder „Europameisterschaft Wett-Tipp“ haben Hochkonjunktur vor jeder Endrunde. Die Erwartungshaltung ist klar: Wer soll gewinnen, wer wird Torschützenkönig, wer überrascht? Die ehrliche Antwort steht im Buchmacher-Slang: Eine Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeitseinschätzung des Marktes wider, mehr nicht. Niemand weiß vorher, wer ein Turnier gewinnt.

Wie eine Wett-Prognose entsteht

Buchmacher kalkulieren ihre Quoten aus drei Quellen: Aktuelle Form der Mannschaft, historische Statistik und Wetten der Kunden. Daraus entsteht eine Wahrscheinlichkeitseinschätzung, die sich in der Quote niederschlägt. Quote 2,50 entspricht etwa 40 % Wahrscheinlichkeit, Quote 5,00 etwa 20 %. Diese Schätzungen sind nicht falsch und nicht richtig – sie sind die Summe dessen, was der Markt zu einem Zeitpunkt weiß. Nach einer Verletzung des Top-Stürmers ändern sich die Quoten, manchmal binnen Minuten.

Ein Wett-Tipp ist deswegen keine Vorhersage, sondern eine Interpretation dieser Quoten. Wer die Quote 4,00 auf einen Außenseiter für „Value“ hält, glaubt, dass die wahre Wahrscheinlichkeit über 25 % liegt. Das ist eine subjektive Marktmeinung, gestützt auf eigene Recherche. Ob sie stimmt, zeigt erst das Spiel.

Wo Prognosen an Grenzen stoßen

EM-Turniere sind anfällig für Außenseiter-Ergebnisse. Griechenland gewann 2004, Dänemark 1992, Island erreichte 2016 das Viertelfinale. Kein Quotenmodell vor der jeweiligen Endrunde hatte diese Ergebnisse zuverlässig vorausgesagt. Die Auszahlungsquote – der Anteil der Einsätze, den ein Markt an die Spieler zurückgibt – liegt im Fußball-1X2-Markt typischerweise bei 94 bis 97 %. Die restlichen 3 bis 6 % sind die Marge des Anbieters. Wer auf Dauer gewinnen will, müsste diese Marge schlagen – eine Aufgabe, an der die meisten Freizeitspieler scheitern.

Beispielrechnung: Die Marge eines 1X2-Marktes

Ein illustratives Beispiel zeigt, wie viel die Marge kostet. Ein fiktiver 1X2-Markt bietet Quote 2,10 auf Heimsieg, 3,40 auf Unentschieden, 3,60 auf Auswärtssieg. Die Auszahlungsquote berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte:

1 ÷ (1 ÷ 2,10 + 1 ÷ 3,40 + 1 ÷ 3,60) = 1 ÷ (0,476 + 0,294 + 0,278) = 1 ÷ 1,048 ≈ 95,4 %.

Die Marge beträgt etwa 4,6 %. Bei 1.000 € Gesamteinsatz auf alle drei Ergebnisse fließen rund 954 € zurück, 46 € bleiben als Buchmacher-Gewinn. Das ist der Preis jedes Marktes. Die Marge variiert je nach Anbieter, Markt und Spiel – manche Anbieter werben mit „besserer Auszahlungsquote“, was bedeutet, dass sie näher an 100 % liegen als andere.

Wie viel eine Wette kostet: Die Sportwettensteuer

Die deutsche Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den um die Steuer geminderten Einsatz nach §§ 17, 18 RennwLottG. Auf den Bruttoeinsatz gerechnet sind das etwa 5,03 %. Geschuldet wird die Steuer vom Veranstalter der Wette, nicht vom Spieler. Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, steht in dessen AGB. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Gewinn ab, andere verrechnen sie im Bruttoeinsatz, wenige – wie Winamax – werben mit „0 % Wettsteuer“. Das bedeutet nicht, dass keine Steuer anfällt, sondern dass der Anbieter sie aus eigener Tasche trägt und nicht an den Kunden weitergibt.

Die Steuer fällt auch bei nicht lizenzierten Anbietern an. Eine bezahlte Steuer ist kein Beleg für eine gültige deutsche Erlaubnis.

Auszahlung einer einzelnen Wette

Wer 50 € auf eine Quote von 2,50 setzt und gewinnt, bekommt 50 € × 2,50 = 125 € ausgezahlt. Der Nettogewinn beträgt 75 €. Bei einer Kombiwette mit drei Auswahlen multiplizieren sich die Quoten: 1,80 × 2,20 × 3,00 = 11,88. Wer 10 € einsetzt und gewinnt, bekommt 118,80 € ausgezahlt.

Eine Wette verliert in den meisten Fällen – das ist die Geschäftsgrundlage. Wer langfristig spielt, sollte den Einsatz als Kostenfaktor verstehen und die Marge des Marktes als den Preis, den er dafür zahlt.

Wettarten und Quoten: Was eine EM-Wette sein kann

Eine EM-Endrunde bietet weit mehr Wettmärkte als nur den Sieger eines Spiels. Die Spanne reicht von einfachen Ergebniswetten vor dem Spiel bis zu Turnierwetten über mehrere Wochen.

Wettformen vor dem Spiel

Einzelwette: Eine Auswahl, eine Quote, ein Gewinn oder Verlust. Kombiwette: Mehrere Auswahlen werden kombiniert, die Quoten multiplizieren sich. Das Risiko steigt mit jeder Auswahl: Schon ein falsches Ergebnis macht die gesamte Kombiwette zur Verlustwette. Systemwette: Eine Kombination aus mehreren Einzel- und Kombiwetten, bei der auch Teile der Auswahl gewinnen können, wenn nicht alle zutreffen. Die Varianten Trixie, Yankee, Heinz oder Goliath bieten unterschiedliche Risiko-Ertrags-Profile.

Turnierwetten über mehrere Wochen

Vor und während einer EM sind Wetten auf den Turniersieger, den Gruppensieger, das Weiterkommen einer Mannschaft und den Torschützenkönig üblich. Bei der EM 2024 etwa erzielten sechs Spieler je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Die Quote auf den Torschützenkönig vor dem Turnier hätte für jeden dieser Spieler deutlich unter dem Eröffnungswert gelegen, wenn das Turnier begonnen hätte.

Was die Quote über die Chance aussagt

Eine Quote von 5,00 auf einen Außenseiter bedeutet nicht, dass der Außenseiter mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 % gewinnt – sie bedeutet, dass der Markt zu 20 % Wahrscheinlichkeit einschätzt. Die echte Wahrscheinlichkeit kann höher oder niedriger sein, und genau darin liegt der Spielraum für Value-Wetten. Wer glaubt, dass die echte Wahrscheinlichkeit über 20 % liegt, sieht Value in der Quote 5,00. Wer das nicht glaubt, lässt die Wette.

Quoten sind auch Marketing: Anbieter werben mit „besten Quoten“, „verbesserten Quoten“ oder „Quotenboosts“. Ein Quotenboost erhöht die Quote für ein bestimmtes Ereignis künstlich – von 2,50 auf 3,00 etwa. Der Kunde bekommt mehr, der Anbieter weniger Marge. Solche Boosts sind meist auf wenige Spiele oder Märkte beschränkt, oft mit maximalem Einsatz und zeitlich begrenzt.

Sportarten und Turniere: Der EM-Spielplan als Wett-Grundlage

Wer auf eine EM wettet, muss wissen, wann sie stattfindet, wer spielt und wo. Die letzten beiden Endrunden bieten den Rahmen.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Kugelschreiber liegen neben einem Smartphone mit dunklem Display auf einem Holztisch.
Die erste Fußball-Europameisterschaft fand 1960 statt; seit 2016 spielen 24 Mannschaften, von 1996 bis 2012 waren es 16.

Die EM 2024 in Deutschland

Die Fußball-Europameisterschaft 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt. 24 Mannschaften spielten in sechs Vierergruppen die Vorrunde, insgesamt 51 Spiele. Im Finale am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion besiegte Spanien England mit 2:1 und holte den vierten EM-Titel. Insgesamt 2.681.288 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Spiele. Die erste EM fand 1960 statt; von 1996 bis 2012 spielten 16 Mannschaften, seit 2016 sind es 24. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln; Deutschland gewann drei (1972, 1980, 1996). Rekordtorschütze des Wettbewerbs ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren.

Die EM 2028 in Großbritannien und Irland

Die nächste Fußball-Europameisterschaft findet vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 statt, ausgetragen in England, Schottland, Wales und Irland. 24 Nationen spielen, das Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion. Eine Spiel um Platz 3 findet nicht statt. Die K.-o.-Phase beginnt mit dem Achtelfinale (24. bis 27. Juni), gefolgt vom Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli) und den Halbfinalen (4. und 5. Juli). Die Qualifikation wird in zwölf Gruppen zu vier oder fünf Teams gespielt, die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt. Die Auslosung der Qualifikation ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.

Warum der Spielplan die Wettoptionen bestimmt

Eine Vierergruppe erzeugt pro Spieltag drei Partien mit je einem 1X2-Markt, Handicap-Optionen und Torwetten. In der K.-o.-Phase kommen Ergebniswetten auf das Weiterkommen hinzu, ohne Unentschieden, dafür mit Verlängerung und Elfmeterschießen. Diese Märkte sind in den Wettprogrammen der Anbieter unterschiedlich tief ausgeprägt. Wer eine spezielle Wette sucht – etwa „Spanien erreicht das Halbfinale“ – prüft vor dem Turnier, welcher Anbieter diese Auswahl anbietet.

Wettanbieter im Vergleich: Die Top-Liste der Whitelist-Anbieter

Die folgende Tabelle zeigt zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, die auf der Whitelist der GGL stehen (Stand 2. Oktober 2026). Die Sortierung folgt der Reihenfolge in §6 des Recherche-Materials und ist keine Wertung. Jede Erlaubnis bezieht sich auf die genannte Domain – andere Domains desselben Anbieters sind nicht erfasst.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Betway Betway Limited 09.03.2021
VBet SCGO Limited 05.12.2023
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bpremium Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
MERKUR BETS Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
bwin bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020

Die Erlaubnis-Daten stammen aus der GGL-Whitelist zum Stand 2. Oktober 2026. Mehrere Anbieter haben Folgeerlaubnisse zu einem späteren Datum erhalten, die in der Liste vermerkt sind, aber nicht das Datum der ersten Erlaubnis ersetzen. Die Whitelist führt kein Enddatum – eine Erlaubnis läuft fünf Jahre ab Erteilung und kann verlängert werden.

Was die Tabelle zeigt und was nicht

Die Tabelle zeigt, wer eine deutsche Erlaubnis hat und seit wann. Sie zeigt nicht, wie hoch die Quoten sind, wie der Bonus ausfällt, welche Zahlungsmethoden akzeptiert werden oder wie schnell Auszahlungen sind. Diese Aspekte sind anbieterindividuell und gehören in eine genauere Betrachtung jedes Anbieters.

Die zehn Anbieter decken ein Spektrum ab: international etablierte Marken wie bwin, bet-at-home und Sportingbet; spezialisierte deutsche Marken wie ODDSET und MERKUR BETS; Nischenanbieter wie NEO.bet, bpremium und VBet; sowie Marken mit zusätzlicher Präsenz in anderen Glücksspielsegmenten wie AdmiralBet und Betway. Was sie eint, ist die deutsche Erlaubnis; was sie unterscheidet, sind die Angebote und Konditionen.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Betway

Betway ist eine internationale Marke mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. März 2021 (Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022). Die App bietet Live-Wetten mit grünem Cash-out-Symbol unter „Meine Wetten“, bei dem der gesamte Betrag oder ein Teil vorzeitig ausgezahlt werden kann. Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker gehören zum Sportangebot. Hinzu kommt der Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer Wette kombiniert.

Für EM-Wetten ist Betway vor allem dann eine Wahl, wenn Live-Wetten und Cash-out im Vordergrund stehen. Die Marke ist etabliert, das Sportwetten-Programm breit. Wer spezielle Turniermärkte sucht, sollte vorab prüfen, ob Betway diese anbietet – gerade für Außenseiter-Wetten oder Spezialwetten auf einzelne Spieler variiert das Angebot zwischen den Anbietern.

VBet

VBet wird in Deutschland von der SCGO Limited betrieben, mit Sitz im Luxe Pavilion in St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 5. Dezember 2023. VBet ist eine jüngere Erlaubnis im Vergleich zu den meisten anderen Anbietern der Liste – was nicht zwingend etwas über die Angebotsqualität aussagt, aber über die Historie unter deutscher Regulierung.

Für EM-Wetten interessant: VBet gehört zu den Anbietern, deren Wettprogramm sich auf wenige Kernmärkte konzentriert. Wer ein schlankeres, schneller zu überblickendes Angebot schätzt, könnte hier richtig liegen. Für Wettkunden, die Dutzende Spezialmärkte erwarten, lohnt der Vergleich mit den etablierteren Marken.

ODDSET

ODDSET ist eine deutsche Marke und wird von der ODDSET Sportwetten GmbH betrieben, einer Tochter der GELSEN-NETTEL Gruppe. Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb mit Bescheid vom 15.12.2022. Die Aufsichtsbehörde ist die GGL. ODDSET ist neben dem Online-Angebot auch in zahlreichen Annahmestellen präsent und hat damit einen stationären Vertrieb, den kaum ein anderer Online-Anbieter in dieser Form vorweisen kann.

Für EM-Wetten ist ODDSET die Wahl für Spieler, die den klassischen deutschen Wettanbieter mit Annahmestellen schätzen. Wer seine Wetten lieber persönlich abgibt oder den Wettschein aus Papier gewohnt ist, findet hier einen Hybrid-Anbieter.

Sportingbet

Sportingbet bietet im Wettangebot einen Konfigurator+ sowie Live-Wetten. Das Sportwetten-Portfolio umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die deutsche Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Die Marke gehört zur Entain-Gruppe und hat eine lange Historie im europäischen Sportwetten-Markt.

Für EM-Wetten ist Sportingbet eine Wahl für Spieler, die ein breites Wettprogramm mit Spezialwetten erwarten. Die Verfügbarkeit von Konfigurator+ macht die Marke interessant für Spieler, die Auswahlen aus verschiedenen Partien kombinieren möchten.

AdmiralBet

AdmiralBet wird in Deutschland von der Greentube Betting Malta Limited betrieben, mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Die Marke gehört zur Novomatic-Gruppe und ist stärker im Bereich Spielautomaten verankert als im reinen Sportwetten-Segment. Für virtuelle Spielautomaten auf einer separaten Domain besteht eine eigene Erlaubnis seit dem 28. September 2022.

Für EM-Wetten ist AdmiralBet eine Wahl für Spieler, die Sportwetten als Ergänzung zu einem Casino-Angebot sehen. Wer den Fokus rein auf Sport legt, findet bei spezialisierten Anbietern möglicherweise ein tieferes Wettprogramm.

bpremium

bpremium wird in Deutschland von der Ladbrokes (Deutschland) Ltd betrieben, mit Sitz in Gzira, Malta. Registernummer C92799, AGB-Fassung vom 3. April 2023. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. bpremium ist die deutsche Marke des britischen Ladbrokes-Konzerns, der international zu den größten Wettanbietern gehört.

Für EM-Wetten ist bpremium eine Wahl für Spieler, die eine international etablierte Marke mit deutscher Erlaubnis suchen. Das Wettprogramm ist breit, die Marke bekannt, der Fokus liegt klar auf Pferdewetten und Sportwetten gleichermaßen.

bet-at-home

bet-at-home wird in Deutschland von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben, mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020 und Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die Marke ist in Österreich und Deutschland etabliert und gehört zur französischen FDJ-Gruppe. Für virtuelle Spielautomaten auf einer separaten Domain besteht eine eigene Erlaubnis seit dem 28. Dezember 2022.

Für EM-Wetten ist bet-at-home eine Wahl für Spieler, die einen Anbieter mit österreichisch-deutscher Verwurzelung schätzen. Das Wettprogramm ist solide, der Bonus traditionell auf den Neukundenbereich konzentriert.

NEO.bet

NEO.bet wird in Deutschland von der Greenvest Betting Limited betrieben, mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. NEO.bet positioniert sich als „Newcomer“ mit Fokus auf mobile Wetten und schlankem Angebot. Die Marke gehört nicht zu einem der großen internationalen Konzerne.

Für EM-Wetten ist NEO.bet eine Wahl für Spieler, die einen jüngeren Anbieter mit Fokus auf mobile Bedienung suchen. Wer ein schlankeres, weniger überladenes Wettprogramm schätzt, könnte hier fündig werden.

MERKUR BETS

MERKUR BETS wird in Deutschland von der Merkur Bets Malta Limited betrieben, mit Sitz in St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 6. November 2023. Die Marke gehört zur Gauselmann-Gruppe, einem deutschen Traditionsunternehmen für Spielautomaten und Unterhaltungsautomaten.

Für EM-Wetten ist MERKUR BETS die Wahl für Spieler, die einen Anbieter mit deutscher Verwurzelung und stationärer Präsenz in Spielhallen suchen. Die Online-Sportwetten-Erlaubnis ist neuer als bei vielen Wettbewerbern, was nicht zwingend etwas über die Qualität aussagt.

bwin

bwin wird in Deutschland von der bwin (Deutschland) Limited betrieben, mit Sitz in Gzira, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. bwin ist eine der bekanntesten Sportwetten-Marken Europas und gehört zur Entain-Gruppe.

Für EM-Wetten ist bwin eine Wahl für Spieler, die eine etablierte Marke mit breitem Wettprogramm und hoher Quotenqualität suchen. Das Sportwetten-Angebot gehört zu den tiefsten im deutschen Markt. Wer ein bestimmtes Spiel oder einen Spezialmarkt sucht, wird hier mit hoher Wahrscheinlichkeit fündig.

Überblick: Was EM-Wetten in Deutschland 2026 ausmacht

Die EM 2024 in Deutschland hat den Sportwetten-Markt in Deutschland nicht verändert. Spanien schlug England im Finale, die deutschen Buchmacher zahlten Gewinne aus, die GGL führte die Whitelist, die Spieler setzten innerhalb ihrer 1.000 €-Monatslimits. Die nächste reale Endrunde ist EM 2028 in Großbritannien und Irland, mit Eröffnungsspiel am 9. Juni 2028 in Cardiff.

Was sich zwischen 2024 und 2028 ändert, ist die Liste der Anbieter: Neue Erlaubnisse kommen hinzu (VBet, MERKUR BETS), bestehende werden verlängert, einzelne Anbieter verändern ihre Bonusmodelle oder Zahlungsoptionen. Was sich nicht ändert, sind die Rahmenbedingungen: 1.000 €-Limit, OASIS-Sperrdatei, vollständige Verifizierung, Sportwettensteuer, keine Werbung unmittelbar vor Live-Übertragungen.

Wer auf eine EM wetten will, hat in Deutschland keine Wahl zwischen „legal“ und „illegal“ – die Whitelist entscheidet. Wer auf der Whitelist steht, ist erlaubt. Wer nicht auf der Whitelist steht, ist es nicht. Wer unerlaubt wettet, hat keinen Zugang zu OASIS und LUGAS, kein deutsches Beschwerdeverfahren und im Streitfall nur sehr begrenzte zivilrechtliche Mittel.

Was am Ende zählt, ist nicht der Anbieter, sondern die Wette selbst. Eine Quote ist eine Wahrscheinlichkeitseinschätzung, kein Versprechen. Eine Marge von 4 bis 6 % ist der Preis jedes Marktes. Eine Kombiwette erhöht die Quote und das Risiko. Ein Bonus hat einen Nennwert, der selten den Erwartungswert erreicht. Wer diese Mechaniken versteht, wettet mit offenen Augen – ob auf die EM 2024, die EM 2028 oder ein beliebiges anderes Turnier.

Häufige Fragen zu EM-Wettanbietern in Deutschland

In Deutschland dürfen nur Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis Wetten auf die EM annehmen. Die Erlaubnis wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) erteilt und ist in der offiziellen Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV veröffentlicht. Der Stand vom 2. Oktober 2026 listet 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis – darunter Betway, VBet, ODDSET, Sportingbet, AdmiralBet, bpremium, bet-at-home, NEO.bet, MERKUR BETS und bwin.

Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt?

Die Whitelist ist auf der Website der GGL (glücksspiel-behoerde.de) öffentlich einsehbar. Sie führt für jeden Anbieter die Domain, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Erteilung. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis; nur der Whitelist-Eintrag zählt. Die Erlaubnis bezieht sich auf genau eine Domain – eine Casino-Erlaubnis einer Holding gilt nicht für deren Sportwetten-Domain und umgekehrt.

Findet 2026 eine Fußball-Europameisterschaft statt?

Nein, eine Fußball-EM findet 2026 nicht statt. Die letzte Endrunde war die EM 2024 in Deutschland vom 14. Juni bis 14. Juli 2024, das Finale gewann Spanien gegen England 2:1 in Berlin. Die nächste Endrunde ist die EM 2028 vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland, das Finale am 9. Juli 2028 im Londoner Wembley-Stadion. Die Qualifikationsauslosung ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.

Wie hoch ist das monatliche Einzahlungslimit bei lizenzierten Anbietern?

Das Standard-Einzahlungslimit liegt nach § 6c Abs. 1 GlüStV bei 1.000 € pro Kalendermonat – und zwar über alle Anbieter hinweg, nicht pro Anbieter. Die GGL setzt dieses Limit über die zentrale LUGAS-Limitdatei durch. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit festsetzen – bis zu 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 30.000 € – nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer EM-Wette, und wie wirkt die Sportwettensteuer?

Eine Wette zahlt im Gewinnfall den Einsatz multipliziert mit der Quote aus: 50 € auf Quote 2,50 ergeben 125 € Auszahlung, 75 € Nettogewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Auswahlen. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den um die Steuer geminderten Einsatz (§§ 17, 18 RennwLottG), etwa 5,03 % auf den Bruttoeinsatz. Ob der Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, steht in dessen AGB.

Warum kann keine Quote den Turniersieger sicher vorhersagen?

Eine Quote ist eine Wahrscheinlichkeitseinschätzung des Marktes, kein Versprechen. Quote 5,00 auf einen Außenseiter heißt: Der Markt schätzt die Gewinnwahrscheinlichkeit auf etwa 20 %. Ob die echte Wahrscheinlichkeit darüber oder darunter liegt, weiß niemand. EM-Turniere sind anfällig für Außenseiter-Ergebnisse: Griechenland gewann 2004, Dänemark 1992, Island erreichte 2016 das Viertelfinale. Die Marge des Marktes – typisch 4 bis 6 % im 1X2-Markt – ist der Preis, den jeder Spieler zahlt. Wer langfristig gewinnen will, müsste diese Marge schlagen, eine Aufgabe, an der die meisten Freizeitspieler scheitern.

Inhalt erstellt vom Team «wettanbieterneu»